Kundenstock mit 500.000 Abonnenten geht in Streaming-Dienst Rhapsody auf
Nachdem der Musik-Streaming-Dienst Rhapsody die ehemalige P2P-Tauchbörse Napster im Oktober übernommen hat, ist der Dienst am 1. Dezember nun vollkommen in Rhapsody aufgegangen.
Seit 2003 legales Angebot
Mit Napster landen laut heise rund 500.000 Abonnenten beim Streaming-Dienst, der selbst etwa 800.000 Nutzer hat. Das Musik-Angebot umfasst rund 13 Millionen Titel. Napster war erst 2003 mit einem legalen, kostenpflichtigen Musikangebot gestartet.
Musikgeschichte
Ursprünglich war Napster 1999 von Shawn Fanning, John Fanning und Sean Parker als Filesharing-Plattform gegründet worden. In den 90er Jahren hatte Napster als erste große Tauschplattform für MP3-Songs zeitweise mehr als 60 Millionen Nutzer. Aufgrund des neuen Nutzerverhaltens, Musik selbst über das Internet zu verbreiten und somit die traditionellen Vertriebswege zu meiden, wurde die Musikbranche gezwungen, selbst Download-Angebote zu starten.
Filesharing-Aus kam 2001
Wegen der Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte musste der Dienst nach mehreren Gerichtsurteilen 2001 jedoch aufgeben. Der Software-Anbieter Roxio kaufte die Markt 2002 für 5 Millionen US-Dollar und startete einen legalen Download-Service. 2008 übernahm Best Buy die Mehrheit an dem Dienst. (red)