2,5 Millionen Jahre altes Fossil

Tiger-Urahn nach österreichischem Paläontologen benannt

2. Dezember 2011, 14:44

Panthera zdanskyi wies bereits alle wichtigen Merkmale des heutigen Tigers auf, war jedoch kleiner

Wien - Sechs Unterarten des Tigers gibt es heute, nach Berechnung von Biologen ist diese Auffächerung erst in den letzten 100.000 Jahren geschehen. Der Tiger selbst ist jedoch wesentlich älter, wie ein Fossil zeigt, das 2004 in China ausgegraben wurde. Dieser Schädel wird auf ein Alter von 2,55 bis 2,16 Millionen Jahren geschätzt - damit ist er zugleich der älteste vollständig erhalten gebliebene Schädel aus der gesamten Pantherinae-Familie, zu der unter anderem auch Löwen, Leoparden und die mit dem Tiger recht nah verwandten Schneeleoparden zählen.

In Anerkennung des österreichischen Paläontologen Otto Zdansky hat dieser auch "Longdan-Tiger" genannte Urahn nun die wissenschaltliche Bezeichnung Panthera zdanskyi erhalten. Bei der Vorstellung der Spezies in der Fachzeitschrift "Plos One" wiesen die Wissenschafter darauf hin, dass es überraschend viele Ähnlichkeiten mit modernen Tigern gebe. Der "Grundbauplan" des Tigers hat sich somit schon sehr früh entwickelt - später kam es zu Veränderungen im Gebiss, vor allem aber in der Körpergröße. Dass der Tiger seit den Zeiten von Panthera zdanskyi etwas größer geworden ist, dürfte mit einer parallelen Entwicklung unter seinen bevorzugten Beutetieren zusammenhängen, vermuten die Forscher. Sie werten den Fund auch als Hinweis, dass der Ursprung der modernen Vertreter der Gattung im heutigen Nordchina liegen könnte.

Der Name

In ihrer Begründung für die Namensgebung würdigen die Autoren Ji Mazak vom Shanghai Science and Technology Museum, Per Christiansen von der Universität Aalborg in Dänemark und Andrew Kitchener vom Schottischen Nationalmuseum in Edinburgh Otto Zdansky (1894-1988) für seine weitreichenden Beiträge, "die zu einem besseren Verständnis von prähistorischen Raubtieren im heutigen China führten".

Von Bedeutung war Zdansky aber auch für die Paläoanthropologie: Er leitete in den 1920er-Jahren Ausgrabungen in China, die wichtige Erkenntnisse zum Stammbaum des Menschen lieferten. In den Höhlen von Zhoukoudian - etwa 40 Kilometer von Peking entfernt - fand der Forscher 1921 fossile Zähne, die er später als frühmenschlichen Ursprungs identifizierte. Die etwa 400.000 bis 500.000 Jahre alten Funde wurden 1927 als "Peking-Mensch" klassifiziert. Heute wird der "Peking-Mensch", wie auch der "Java-Mensch", der Spezies Homo erectus zugeordnet. (red/APA)

Jodha
00
3.12.2011, 08:05

bei jedem Paläontologie Artikel die gleichen dummen lustigen Kommentare

gastrosoph
01
3.12.2011, 06:00
Der Österreicher kann nur als Fossil in Erinnerung bleiben.

Trurl
00
3.12.2011, 09:36

Soweit ich weiß, war Zdansky ab den frühen 1950ern schwedischer Staatsbürger?
Wie auch immer...
Ein Nachruf auf Zdansky (etwas umfangreicher als der entsprechende Wikipedia-Eintrag) findet sich hier:
http://www.ivpp.cas.cn/cbw/gjzdw... 751195.pdf

mitrovic dejan
00
2.12.2011, 22:55
Aktion gültig ab 2 Packungen

Tiger ist Größer geworden weil seine Beutetiere auch Größer geworden sind.
Da wir Menschen auch ständigt Wachsen
liegt warscheinlich daran das unsere
(verpackte) Beutetiere auch stätigt wachsen.
Sagt der Hausverstand.

Plinius
02
2.12.2011, 21:41
schaut der...

...Fekter ähnlich, das Alter stimmt und ein Fossil ist sie auch...

Raphael Hythlodeus
02
2.12.2011, 23:37
bei einer katze an fekter zu denken... es gibt kaum was ästhetischeres im tierreich als katzen.

...und kaum was häßlicheres als fekter...

weiter lesen
01
2.12.2011, 23:51
;-)

und die Lisl Gehrer?
Unsere Handarbeitsunterrichtsministerin.

Bumm Uckl
00
2.12.2011, 17:43
ohne die fellrekostruktion

schaut er aus wie sein späterer cousin rosa panthera paulcheni

Nick Tameer
00
3.12.2011, 11:30

Ich habe in auch gleich wiedererkannt.

Als Sympathieträger ist er zuletzt ja ziemlich ins Gerede gekommen, da die lustigen Verse, die sein Auftreten begleiten, auf einmal die Funktion gemütlicher Anleitung zum Völkermord übernahmen (womit die doitsche Seele sich selbst auf eine Formel gebracht hat: gemütlich + Völkermord).

Aber der Trend, das Skin-Head-Outfit aufzugeben, ist bei ihm schon viel früher angekommen.

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