Gehör durch Kinderspielzeug gefährdet

4. Dezember 2011, 13:28

Im Test entpuppten sich viele Spielsachen als wahre Krachmacher

Linz - Die Konsumenteninformation der Arbeiterkammer Oberösterreich hat am Freitag vor Kinderspielsachen gewarnt, die sich bei einem Test als Krachmacher entpuppten. Untersucht wurde die mögliche Gehörgefährdung. Gemessen wurden bis zu 86,5 Dezibel.

Bei "ohrnahem" Spielzeug dürfe die Dauerbelastung 80 Dezibel nicht überschreiten, betonte die Arbeiterkammer. Von 13 getesteten Spielsachen lagen zehn darüber. Es wurde dabei in einem Abstand von 2,5 Zentimeter vom Ohr gemessen. Welche Spielsachen in die Kategorie ohrnahe fallen, sei nicht immer klar. Da ein getestetes süßes "sprechendes Krabbelbaby" zum Kuscheln animiere, sind die Konsumentenschützer der Meinung, dass es sich um ohrnahes Spielzeug handle. Gemessen wurden 84,5 Dezibel. Skeptisch sind sie auch bei einer einer Plüschspieluhr. Sie wird als "Einschlafhilfe" angepriesen, erzeugt aber 80,8 Dezibel am Ohr. Spitzenreiter war ein "Sprechender Bohrer" mit 86,5 Dezibel. In einem Abstand von 50 Zentimeter erzeugte er noch immer 77,6 Dezibel. Kinderarme sind aber häufig kürzer.

Den Käufern empfehlen die Konsumentenschützer eine Prüfung mit eigenen Ohren: Wenn ein Ton, nur kurz angespielt, ihnen gerade noch erträglich erscheint, sollten sie bedenken, dass Kinder oft stundenlang dieses Spielzeug benützen. (APA)

Ich dachte immer, dieses ganze Krachmachspielzeug schenkt man Kindern eh nur, wenn man die Eltern nicht leiden kann...

sprechendes Krabbelbaby

oder sonstiger Unfug.
Wer kauft denn so einen Schmarren?

An die Nerven der Eltern denkt niemand ?

erinnere mich an Spielsachen der Kinder, wo ich sehnsüchtig aufs Kaputtwerden oder Ende der Batterie wartete. Tipp: Bei manchen Sachen kann man unauffällig das "Piepserl" entfernen. (Gilt heute wahrscheinlich als grausam und ruft das Jugendamt auf den Plan.)

NIEMALS einem Kind in Ohrnähe einen "Schmatz" geben !

Am Trommelfell entstehen Schalldrücke, die das Innenohr schwer verletzen.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.