Ärzte erstreikten Gehaltserhöhung

3. Dezember 2011, 09:03

Ärzte wollen gesetzliche Garantien für Erhöhung ihrer Gehälter

Bratislava - Der massivste Ärztestreik in der Geschichte der Slowakei ist am Samstag mit einem Kompromiss zu Ende gegangen. In Verhandlungen, die fast die ganze Nacht dauerten, einigten sich Regierung und Ärztegewerkschaft auf eine Gehaltserhöhung in drei Etappen ab Beginn des Jahres 2012.

"Wir sind zu einer Einigung gekommen, die wir als gerecht empfinden können", sagte Premierministerin Iveta Radicova nach der Unterzeichnung eines Memorandums in den Morgenstunden. Schon ab Samstagfrüh würden die Personalabteilungen der Krankenhäuser ihren Ärzten neue Arbeitsverträge vorlegen, so dass diese sofort wieder ihre Arbeit aufnehmen könnten. Die Ärztegewerkschaft LOZ rief ihre Kollegen jedoch noch zum Abwarten auf, bis alle Verträge geprüft seien.

Formell galt auch am Samstag noch ein Notstand, den die Regierung am Dienstag über 15 besonders akut gefährdete Krankenhäuser verhängt hatte. Dieser erlaubte es, Ärzte zur Weiterarbeit zu zwingen, die ihre Stellen aus Protest gegen niedrige Bezahlung und schlechte Arbeitsbedingungen gekündigt hatten. 2400 der rund 7000 Krankenhausärzte hatten sich ursprünglich an einer Massenkündigung zum Monatsende November beteiligt und damit das slowakische Gesundheitswesen an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 29
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Goran Markovic
00
3.12.2011, 17:01

Die Gier der slowakischen Ärzte ist tatsächlich unglaublich groß, im Gegensatz dazu die Leistung die Sie erbringen nicht ansatzweise vergleichbar mit Ihren österreichischen oder deutschen Kollegen.

Die slowakische Bevölkerung wird diese Erhöhung mit weiteren Schulden bezahlen, die Ärzte werden Ihre deutschen Limousinen auch weiterhin fahren können.

Gratulation an Radicova, Sie ist schlimmer als die Kommunisten.

P.s. : Die Gehälter der Ärzte werden erhöht ja, die der Krankenschwestern nicht, dabei hätte ich es umgekehrt gemacht.
So bekommen nur diejenigen noch mehr, die eh schon viel haben. Aber das ist scheinbar modern geworden auf dieser Welt bis den kleinen Leuten der Kragen platzt dann gibts Jugoslawien-Szenarien in der EU.

Friedman Tobin
00
3.12.2011, 21:18

Sie haben insofern recht, als jeder der die Slowakei kennt weiß, dass die "armen" Ärzte jedes Jahr ein neues teures Auto kaufen usw., also nur aufm Papier arm sind (hängt auch damit zusammen, dass sie explizit Bestechung verlangen, damit sie überhaupt was tun).

Aber die Gehälter der Krankenschwestern wurden vor kurzem bereits beträchtlich erhöht (war wohl einer der Anlässe für den jetzigen Streik, nach dem Motto "Wenn die mehr kriegen, dann will ich auch mehr"). Jene der Ärzte wurde vor der Krise, also unter Fico, jährlich um 10% erhöht, nur in den letzten Jahren nicht mehr und schon sind die Herren unzufrieden.

Chris Quast
01
2.12.2011, 23:27

na hoffentlich kommt der neugebauer nicht auf blede ideen.

mein Nick: O´laus!
00
12.2.2012, 22:00
Notstand im Finanzamt ausrufen?

Damit dort die Amtsgehilfen zum Weiterarbeiten im Aktenkeller und zum Faxen un Kopieren gezwungen werden können?

Medicus58
10
2.12.2011, 18:26
Österreich bietet Hilfe an

welche? ELGA? ;-)

Aber ernsthaft: Der Fehler in diesem Artikel besteht darin, die jetzigen Proteste in der Slowakei nicht als Teil einer Krise des Gesundheitsystems vieler Länder zu begreifen: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=47984

O5
00
3.12.2011, 16:04

Sie tun mir wirklich leid.

http://oesv1.orf.at/stories/233930

Ehrlich. Bedauernswert!

Medicus58
00
5.12.2011, 22:47
zeigen Sie mir Ihren Steuerausgleich und ich zeig Ihnen meinen

und dann reden wir über die Anzahl der Arbeitsstunden/Woche, die Ärzte arbeiten, Nachtdienst, Qualität der Ausbildung und Haftungsrisiko. Mein Rechtsanwalt verlangt 500 Euro/Stunde, damit er sich einmal anhört, was ich von ihm will und dann für jede Stunde in der er nachliest was er machen soll, auch 500 Euro ..
aber nicht Mitleid, aber vielleicht etwas Mit-Denken

O5
112
2.12.2011, 18:24

Die Gier der Ärzte ist überall gleich groß. Die gehen auch über Leichen wenns sein muss.

Fleisch
01
3.12.2011, 11:11

Ich kenn eine slowakische Krankenschwester, die hat dort bevor sie nach Österreich gegangen ist 180 Euro im Monat verdient. Gier ist relativ, finde ich.

knutrecht
10
3.12.2011, 15:48

Versuchen Sie sich zuerst einmal zu informieren bevor Sie pauschalieren und losschimpfen!

odrr
00
3.12.2011, 02:53

bezgl. einer kleinen minderheit dieser zunft haben sie recht, doch die generalisierung halte ich fuer uebertrieben,wenn man mit anderen branchen vergleicht.

Ristretto12
03
2.12.2011, 22:06

Gier?
Bedenkt man, dass zu Beginn der ärztlichen das Durchschnittsgehalt inkl. 5 Nachtdiensten (in etwa 65 Wochenstunden) bei ca 2500€ netto liegt, so entspräche das bei einer 40-Stunden-Woche einem Nettogehalt von ca 1550€.
Wo ist da die Gier enthalten?

So wie nicht ALLE Radfahrer bei Rot über die Kreuzung fahren, verdienen nicht ALLE Ärzte 5000€ netto monatlich!

Vor dem Reden (in diesem Fall Schreiben) zu denken, kann in der Tat nicht schaden!

Friedman Tobin
00
3.12.2011, 21:30

Schauen Sie sich aber irgendwo die Löhne und die Lohnverteilung in der Slowakei (nicht in Österreich) an. Und dann überlegen Sie sich nochmal, ob sich ihre Worte da nicht relativieren. Meine Ansicht: Wie kommen die anderen Berufsgruppen dazu, dass sie keine anderen Menschen als Geiseln nehmen können (und/oder wollen), um den Staat zu erpressen? (denn genau das wurde bei diesem "Streik" gemacht). Die anderen werden relativ noch viel schlimmer bezahlt. Hinzu kommt, Sie hätten wegen diesem "Streik" gestern in Bratislava bei einem gesundheitlichen Zwischenfall umkommen können.

smeki
01
2.12.2011, 19:02

So sind sie, die "Gesetze des Marktes", der regelt ja alles. Tina und so.

Michael B
00
2.12.2011, 18:17
Das ist das Problem mit der "Marktwirtschaft".

Wenn Unternehmen/Institutionen keine Arbeitskräfte beschäftigen wollen, oder Löhne nur bis zu einer bestimmten Höhe bezahlen wollen., wird das mit den "Zwängen der Marktwirtschaft" begründet. Und alle glauben das.
Wenn Arbeitskräfte nicht bei gewissen Unternehmen/Institutionen arbeiten wollen, oder Löhne nur ab einer bestimmten Höhe akzeptieren wollen, sind alle verwundert, dass hier plötzlich die "Marktwirtschaft" eingeführt werden soll...

smeki
00
2.12.2011, 16:15

Wenn man kürzt und ausbeutet bzw in Neusprech "spart", und alles der ökonomischen Denke und Effizienzkriterien und derlei Quatsch unterordnet, gelangen wir genau in diesen Zustand und sind Prekarität, Zwangsarbeit und der Weg in Richtung Sklaverei offenbar gewollt.

odrr
00
2.12.2011, 16:05

schauen wir mal wie die operation weiter verlaeuft....

1600.- verdienen durchschnittlich die krankenhausaerzte in der slowakei, wie schaut es eigentlich in österreich aus, wie gross ist da das gefälle??

</ lustig>
00
2.12.2011, 15:43
Wird bei uns auch so kommen.

Die Politik handelt nicht mehr.
Und diesmal ist es nicht die böse Finanzindustrie.

Neuer Nick neues Glück
110
2.12.2011, 12:32

Ich finde solche Aktionen ausgesprochen sympathisch.

Friedman Tobin
10
2.12.2011, 16:42

Fassen wir zusammen:

Die Bevölkerung: Nur nicht krank werden. Nur nicht von einem Auto überfahren werden... sonst bin ich womöglich morgen tot.

Sie: Ich finde solche Aktionen ausgesprochen sympathisch.

Neuer Nick neues Glück
01
2.12.2011, 17:04

Als ich den Beitrag geschrieben habe ging es in der Überschrift und auch im Artikel primär um die Hilfe, die Ö diesbezüglich angeboten hat.

Friedman Tobin
00
3.12.2011, 00:56

Ach so....Jetzt sehe auch ich, dass sich hier der Text des Artikels an einem einzigen Tag mindestens drei Mal geändert hat. Sollte das auch bei anderen Artikeln der Fall sein, fange ich erst jetzt an zu verstehen, warum ich immer wieder scheinbar unpassende Postings lese.

Neuer Nick neues Glück
00
3.12.2011, 07:04

"fange ich erst jetzt an zu verstehen, warum ich immer wieder scheinbar unpassende Postings lese."

Keine Sorge - der Großteil der unpassend erscheinenden Postings ist wirklich unpassend.

Friedman Tobin
00
2.12.2011, 16:53

Sollten Sie das ironisch gemeint haben, ignorieren Sie was ich geschrieben habe.

zeitig
14
2.12.2011, 12:31
österreichischer staat als streikbrecher ...

... der sozialdemokratische minister derf´s verkündigen und das eh schon überlastete gesundheitspersonal in ostösterreich soll zum erfüllungsgehilfen gemacht werden, na bravo.

bleibt zu hoffen, dass das gesundheitspersonal die zusatzbelastung verweigert und zwar als akt direkter solidarität mit den kollegen in slo.
wenn sie sich nicht durchsetzen und das transnational (vom akh bis bratislava), dann wird dieser sektor und in weiterer folge wir alle darunter leiden.

die angst der slo. regierung ist jedenfalls begründet. die ärzt_innen folgen einem erfolgreichen beispiel ihrer kolleg_innen aus tschechien. mehr dazu hier:
http://lisasyndikat.wordpress.com/2011/05/2... uckmittel/

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