Wien - Der Industrielle Mirko Kovats hat im A-Tec-Insolvenzverfahren
einen Etappensieg vor Gericht errungen. Das Oberlandesgericht (OLG) Wien hob
einen Beschluss des Konkursgerichts auf, der ihm und seinen Privatstiftungen
untersagt hatte, den Verkauf von A-Tec-Unternehmen zu "stören", teilten Kovats'
Anwälte von der Kanzlei Lansky, Ganzger + Partner am Freitag mit. Sie
bezeichneten dies als "Rückschlag" für Treuhänder Matthias Schmidt. Dieser
wiederum verwies darauf hin, dass den Kovats-Rekursen nur
teilweise stattgegeben wurde.
Kovats hatte den "völlig überschießenden" Beschluss des Insolvenzgerichts
bekämpft, weil er sich in seinen Eigentumsrechten verletzt sah. Der nunmehrige
OLG-Entscheid sei eine "Warnung an das Gericht und den Treuhänder, nicht in die
Rechte Dritter einzugreifen", sagte Kovats' Rechtsvertreter Gabriel Lansky. Das Oberlandesgericht habe keine Revision zugelassen, "was natürlich schon
ein Signal ist".
Anders sieht das Treuhänder Schmidt: Dem OLG sei lediglich die Weisung des
Insolvenzgerichts, "dass der Verwertungsprozess nicht schlechthin gestört werden
darf", nicht "bestimmt genug" - und daher nicht exekutierbar - gewesen. Die im
konkreten Fall erteilten Weisungen - nämlich der Verkauf der ATB an die
chinesische Wolong-Gruppe - seien nach Ansicht des OLG sehr wohl möglich
gewesen, so Schmidt in einer Stellungnahme. "Auch bei künftigen Störungen" des
Verkaufsprozesses könnten also weitere gerichtliche Weisungen erlangt werden.
Für ihn als Treuhänder sei dies "sehr zweckdienlich" bzw. "eine Beruhigung". (APA)