"Körberlgeld"

VÖP kritisiert ORF-Gesetzesnovelle für Gebühren auch ohne Empfang

2. Dezember 2011, 11:39

Schweighofer: Zusätzliches "Körberlgeld" für den ORF benachteiligt Privatsender

Der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) sieht sich von der Regierung einmal mehr im Stich gelassen, während dem ORF "ein Körberlgeld in Millionenhöhe" zukomme. Konkret protestieren die Privatsender gegen die am Donnerstag im Verfassungsausschuss beschlossene Novelle des ORF-Gesetzes, wonach künftig jeder Rundfunkteilnehmer, der an seinem Standort theoretisch terrestrisch den ORF empfangen kann, Rundfunkgebühren zahlen muss. "Zusammen mit der angekündigten Gebührenerhöhung führt dies ab 2012 zu Mehreinnahmen in Höhe von zig Millionen", so Klaus Schweighofer, Vorstand der Styria Media Group und Vorstandsvorsitzender des VÖP.

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen bedeute diese Einnahmenerhöhung für den ORF eine eklatante Benachteiligung für die privaten Mitbewerber, die 2012 sinkende Werbeeinnahmen befürchten müssen, so Schweighofer in einer Aussendung. "Während unsere Erlösbasis durch die aktuelle Krise gefährdet ist - was für sich alleine schon einen Vorteil für den ORF darstellen würde - lässt die Politik dem ORF sogar noch mehr Geld zukommen."

Kritik

Der VÖP nahm die Novelle des ORF-Gesetzes, die im Verfassungsausschuss übrigens nur mit den Stimmen der Koalitionsparteien beschlossen wurde, auch gleich zum Anlass, einmal mehr die geplante Gebührenerhöhung zu kritisieren. VÖP-Geschäftsführerin Corinna Drumm rechnete vor, dass die Inflation in den vergangenen 30 Jahren um durchschnittlich 2,6 Prozent pro Jahr angestiegen sei, während die Einnahmen des ORF aus Programmentgelten um 4,1 Prozent zugenommen hätten. "Damit sind die Gebühreneinnahmen des ORF deutlich stärker gewachsen als die Inflation. Nun wieder eine Gebührenerhöhung zu fordern, hat also mit einer sogenannten 'Teilvalorisierung' überhaupt nichts zu tun", so Drumm.

Der VÖP wiederholte am Freitag seinen Standpunkt, wonach der ORF nur dann weitere Gebührenmittel erhalten dürfe, wenn zuvor seine "Vermarktungsmöglichkeiten klar und entscheidend eingeschränkt werden". "Die Politik muss ihre Verantwortung gegenüber dem ORF, vor allem aber gegenüber den Gebührenzahlern ernst nehmen", so Schweighofer. "Dem ORF einfach immer mehr Geld zu geben, ist keine zukunftsfähige Lösung." (APA)

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11 Postings
FrühpensionsTschuschnLesbenHausfrau
00
4.12.2011, 22:17
Die wissen ja selber dass des ned ganz wasserdicht ist

sonst würden sie ja in den vielen Fällen wo die Leute sich weigern zu zahlen, den Klagsweg beschreiten. Warum sie das nicht mit derselben Energie tun, mit der sie Leute verfolgen und zum Unterschreiben&Zahlen nötigen, kann man sich ja denken.

der Xote
01
4.12.2011, 18:16
Die Schuldigkeit hat einen Namen:

Josef Cap (SPÖ)
Karlheinz Kopf (ÖVP)

ja aber
01
4.12.2011, 14:14
autobahnpicklerl für alle

theoretisch könnte ja jeder staatsbürger sie benutzen.

um das geld der wehrlosen konsumenten ist den regierungsparteien nichts zu teuer. braucht ein kleines land wie österreich wirklich soviel zwangs-pay-tv sender?

Erwin Wolfram
00
3.12.2011, 20:30
...

na da hat der orf ja effektiv die berichterstattung ueber nazimethoden vorweggenommen indem er sie selbst anwendet.

Kondratjew -Zyklus
 
00
3.12.2011, 18:15
Kriege ich jetzt auch eine Rechnung, weil ich theoretisch an meinem Standort im Supermarkt einkaufen könnte ?

ORF-"Gebühr" - längst eine Parasitensteuer.

joe doe
00
3.12.2011, 15:07
Wird jetzt aus der Gebühr eine Steuer?

Eine Steuer ist ja leistungsunabhängig, eine Gebühr ja nicht.
Wenns also keine Steuer wird, bin ich gespannt, wielange es dauert, bis der VwGh das kippt.

joe doe
00
3.12.2011, 14:06
INteressant

wird der Vollzug dieser Bestimmung.

Hausmeister und Bruder vom Lugner
00
3.12.2011, 11:40
Ich habe bewußt keinen Fernseher und muß künftig Gebühren zahlen?

Darf ich dem ORF meine Dienste nun auch monatlich in Rechnung stellen, da er sie ja ebenfalls nutzen könnte - Betonung auf könnte?!

Pareidolic
00
3.12.2011, 15:39
Nein

Das betrifft weiterhin nur Leute die eine "Rundfunkempfangseinheit betreiben oder betriebsbereit halten". Das einzige was sich ändert ist dass es zukünftig egal ist ob diese Rundfunkempfangseinheit ORF empfangen kann oder nicht.

DarwinsHammer
04
2.12.2011, 13:09
Danke SPÖ

Mehr Steuern, mehr Steuern. Dafür ja nicht sparen, nicht mal daran denken (Schuldenbremse ist böse!)

Griechenland wir kommen.

Umgefallener Reissack aus China
05
2.12.2011, 12:14
ORF auf ORF III beschränken...

....erweitert um die täglichen Nachrichtensendungen.

Gebühren um 2 Drittel runter. Den Schrott der restlichen beiden Sender braucht niemand!!

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