Tokio in Schwechat

7. Dezember 2011, 16:39
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    foto: shizuo kambayashi/ap/dapd

    Wie in Tokio reißt man sich auch in Wien nicht um ankommende Touristen aus dem Nachtflieger.

Im Gegensatz zu den lästigen Keilern in der Ankunftshalle sind die registrierten Taxler am Wiener Airport gut versteckt

"Taxi. Mit Fixpreis", zischelt es links des Ausgangs. Von rechts raunt ein Mann in schwarzer Lederjacke verstohlen und zugleich aufdringlich: "Brauchst du Taxi? Ich mache Fixpreis." Wer mit dem Flieger nachts in Schwechat ankommt und sich durch verwinkelte Gänge und Zoll gezwängt hat, ist begehrt.

Allerdings nur für mehr oder weniger zwielichtige Gestalten. Denn ist man endlich ganz draußen vor der Tür, entfaltet sich das Mobilitätskonzept des sich notorisch im Umbau befindlichen Airports in voller Schönheit. Gut sichtbar ist vor der Tür nämlich nur noch der Stiegenabgang zum Airport-Zug. Eine umweltpolitisch korrekte Fahrt mit dem Cat bringt den angereisten Fahrgast aber nur zum Wiener Bahnhof Landstraße. Wer von dieser Großbaustelle nicht mit Öffis weiterfahren will (weil er danach seinen Koffer zu Fuß noch einen Kilometer schleppen müsste), sondern bequem per Taxi ab Flughafen zu seiner Wohnung, hat es schwer.

Denn im Gegensatz zu den lästigen Keilern in der Ankunftshalle sind die registrierten Taxler gut versteckt. An einen Seitenausgang hinter eine Schrankenanlage verbannt, drehen sie ihre Runden, bis ihnen vom Disponenten gestattet wird, über dürftig beleuchtete Gehsteige stolpernde Kunden aufzulesen. Kreativen Verkehrs- und Raumplanern geschuldet ist, dass auch in diesem teilstaatlichen Betrieb das geflügelte Wort der Tourismuswirtschaft gilt: jeder Gast eine Last.

Wem das Theater nützt? Garagenbetreibern allenfalls, die Anreise mit eigenem Pkw bietet ja doch den größten Komfort. Vielleicht haben sich die Taxler ihr Versteck ja von Tokioter Kollegen abgeschaut. Die nehmen zahlungskräftige Touristen erst gar nicht mit, weil sie sonst Englisch sprechen müssten. (Luise Ungerböck/DER STANDARD/Automobil/02.12.2011)

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16 Postings
Jeroen
01
31.1.2012, 11:29
Falsche Einrichtung

Änhlichen Chaos gibt es in viele Flughäfen der Welt. Reisenden, wartende Familien, Busfahrer und ander Taxler laufen in einem Chaos durcheinander.
Viel kluger wäre die Reisenden schon vorher zu trennen. Vom Gepäckabholung soll einen direkten Zugang entstehen zu Taxiwartestelle für eine deutlicher durchstömung für Allen.

rucksackflieger
00
9.12.2011, 09:46

Sie dürften wohl noch nie in Tokio mit dem Taxi gefahren sein! Man muß wirklich kein japanisch können, um auf schnellstem Weg ans Ziel gebracht zu werden.

euroschilling
01
9.12.2011, 14:12

Und wie oft mussten Sie dem Tokyoter -Taxilenker sagen, wie und wo er fahren muss?! (Wenn's nämlich nicht das nächstteuerste Hotel in Akasaka oder A.-Mitsuke ist)

rucksackflieger
00
9.12.2011, 17:10

gar nicht, da sich auch in tokio schon herumgesprochen hat, dass es navis gibt. und in teuren hotels habe ich noch nie gewohnt. und wer eine längere strecke zu fuß zurücklegen will und sich nicht auskennt, kriegt einen wunderbar gezeichneten plan vom koban

Fritz Meyer
00
9.12.2011, 08:29
Der Willkommensgruss in Schwechat sollte lauten..

"Drei Wege führen von hier nach Wien! Zwei über deinen Geldbeutel, der dritte über deinen gesunden Menschenverstand."

unterwegs in Österreich
04
9.12.2011, 01:51
Louiserl, Louiserl

Es wird Zeit, dass Sie sich ernsthaft mit der Bahn und dem Öffentlichen Verkehr beschäftigen anstatt Ihren Beißreflex auszuleben:
Wer mit dem CAT fährt ist eh selber schuld. Mit der Schnellbahn (neudeutsch Essss-Bahn) kann man in jeder anderen Station in Wien aussteigen, z.B. St.Marx (Linie 18 und 71), Rennweg (alle Schnellbahnlinien, Linie O und 71) Praterstern (Linien U1, U2, O, 5) und billiger ists auch noch (2 Zonen)

Hanns Ch.1
11
8.12.2011, 16:25
..schock,..

wer zum erstenmal in wien am airport ankommt, ist sowieso damit beschäftigt, diesen verhüttelten und vollgeramschten bazar einmal zu verkraften,.und die dreckigen aussenbereiche zu taxi,bus oder cat sprechen eine deutliche sprache,..
jedenfalls einer der hässlichsten airports europas,..

Rene Stangeler
02
8.12.2011, 13:23
Liebe Frau Ungerböck,

darf man näheres bezüglich ihre Leibesumfanges erfahren. Durch irgendwelche Gänge oder den Zollbereich musste ich mich noch nie zwängen, so eng sind die Gänge Richtung Ausgang nicht.

Kluge Frau//Mann bestellt sich sowieso vorab ein Taxi zum Fixpreis. Gibst ab 25 Euro, egal für welche Zieladresse in Wien.

TS8078
00
18.12.2011, 18:56
€ 25,- zum Flughafen?

Jeder der halbwegs rechnen kann, weiss, dass sich dieser Preis zB. Von Auhof zum Flughafen niemals rechnen kann! Da habe ich Angst um mein Leben, denn irgendwo wird beim dann eingespart, Bremsen, Bereifung, Service? Ausserdem wie soll sich das ausgehen, wenn man Versicherungen, Treibstoff, Service, Sozialversicherung, Umsatz,- u. Einkommensteuer und dann nicht zu vergessen wenn ein Fahrer angemeldet ist, die Lohnsteuer zu bezahlen. Diese Firmen glauben, wenn sie unter dem Preis fahren, mehr Kunden zu haben - ich bezweifle das! Nach einem Jahr sind sie wieder vom Markt verschwunden.Sicherheit, Qualität und Service ist gefragt! Wer dies anbietet, weiss, dass er investieren muss - und das kostet Geld, Zeit und Interesse!

Rene Stangeler
00
29.1.2012, 19:38
Ist mir wursch wie die Fa. Kalkuliert. Nicht mein Problem.

Fahre des öfteren zu diesem Preis von Wien 16, ziemlich weit draussen, zum Flughafen. Die Autos sind keine Schrottkarren und sauber, die Fahrer überpünktlich, auch um 5 in der Früh.

-O ||||||| O-
00
8.12.2011, 16:00

wer fährt schon taxi, wenn man eine limo mit schoför hat

Renegade Hardware Ltd.
00
8.12.2011, 00:24
"Steuerfrau: Tokio in Schwechat "

Bitte um Aufklärung des Linktitels auf der Hauptseite.

Nathaniel Winerib
21
7.12.2011, 18:19

"Brauchst du Taxi? Ich mache Fixpreis."

Danke fuer den verklausulierten Hinweis auf die Herkunft dieser Subjekte. Wird ja sonst von der political correctness Zensur unterdrückt.

(c) 3210
00
8.12.2011, 15:04
Das ist kein Hinweis auf die Herkunft ...

... sondern lediglich eine Art durchgesetzter Medien-Dialekt, der kabarettistisch vollintegriert in unsere Alltagskultur auch Mitbürger (deutsch-deutsch wie türkisch-deutsch) mit wenig guten Sprachkenntnissen freundlich und liebevoll versucht - Respekt zu zollen, Anerkennung zu spenden, also zu integrieren.

linguistisch betrachtet: Die evolutionäre Speerspitze der deutschen Sprache.

sozialistisch betrachtet: Ein klarer Fall für den Integrationspreis.

Evolutionär: So wieso die Zukunft Europas.

Medial betrachtet: Ein Voll-Bambi.

Frohe Weinnächte
 
10
8.12.2011, 10:01
tja, es ist aber leider so.

mit diesen subjekten gehört aufgeräumt. machen nur die taxiinnung schlecht!

Bustardo
00
8.12.2011, 16:03

lol, da ist in Wien nicht mehr viel schlecht zu machen, glauben Sie mir.

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