Der Euro ist nicht im Eimer

2. Dezember 2011, 11:20
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Die Zeit zur Rettung des Euro läuft ab, unken diverse Leitmedien, in weiter Ferne weiß man es besser

Die Zeit zur Rettung des Euro läuft ab, schreibt die FTD in ihrer aktuellen Ausgabe, apokalyptisch illustriert mit der Darstellung des Jüngsten Gerichts. Aus dem Jahr 1470 stammt das Gemälde des deutschen Malers Hans Memling. Abgebildet ist die letzte Szene aus der Offenbarung des Johannes: die Aufnahme der Glückseligen ins himmlische Paradies und die Höllenfahrt der Verdammten. Die Stimmung ist bei dieser letzten Abrechnung naturgemäß recht unfreundlich. Große Freude kommt in der Darstellung offenbar auch bei den Glückseligen nicht auf. So hat es zumindest Memling gesehen.

Die FTD ist - wie jeder, der mit offenen Augen durchs Leben geht -  nicht das einzige Medium, dass den Euro schon ziemlich zerbröseln sieht. Einen Schritt weiter ist man diesbezüglich offenbar, wenn man von der gefühlten Hölle geografisch ziemlich weit weg ist. Nicht der Euro ist Mist - sondern ein Gefäß für den Mist. Dahinein kann man allerhand kübeln, der Mistkübel ist schicksalsergeben, tolerant und immer da. Nur ein bisschen traurig sieht er aus, etwas aus der Facon und nicht gerade stolz. Der Euro ist jedenfalls nicht im Eimer! Das zeigt zumindest das Foto, das uns ein User aus Nicaragua mitgebracht hat. Wenn das kein Lichtblick ist, dann wissen wir auch nicht.

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Das jüngste Gericht von Hans Memling - schaut gar nicht gut aus, die Lage...

  • ...das dagegen sieht doch schon besser aus. Gesehen und fotografiert von Henryk Szer in Granada - Nicaragua.
    foto: henryk szer

    ...das dagegen sieht doch schon besser aus. Gesehen und fotografiert von Henryk Szer in Granada - Nicaragua.

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