Amnesty: Repression wird immer schlimmer

2. Dezember 2011, 09:57

Königsdiktatur geht rigoros gegen Reformbefürworter vor - "Folter allgegenwärtig"

Dubai - In Saudi-Arabien geht das Regime nach Erkenntnissen der Menschenrechts- und Gefangenenhilfe-Organisation Amnesty International rigoros gegen Anhänger des "Arabischen Frühlings" vor, die auch demokratische Reformen in dem Königreich fordern. Die vergangenen neun Monate seien gekennzeichnet gewesen von einer beispiellosen Welle der Repression, die von den staatlichen Behörden mit der Notwendigkeit gerechtfertigt wurde, die öffentlich Ordnung aufrecht zu erhalten, heißt es in einem vom Amnesty-Direktor für den Nahen Osten, Philip Luther, veröffentlichten Bericht. Die zur Anwendung gekommenen Praktiken seien "beunruhigend" und liefen darauf hinaus, Reformanhänger generell mit Terrorverdächtigen gleichzusetzen.

Verfolgung durch Behörden

Tausende Personen befinden sich laut dem Amnesty-Bericht in Haft, Folter und Misshandlungen seien allgegenwärtig. Insbesondere Angehörige der schiitischen Minderheit seien Verfolgungen durch die Behörden ausgesetzt. Die Saudi-Arabien-Expertin Regina Spöttl sagte: "Ziel der Regierung ist es, die Rufe nach Reformen, die in der Region immer lauter werden, im Keim zu ersticken". Nach ihren Informationen bereitet die Regierung in Riad ein Gesetz vor, das "jede abweichende Meinungsäußerung zur terroristischen Straftat" erklären würde. Viele der inhaftierten Demonstranten würden zwar unter der Auflage, künftigen Protesten fernzubleiben, wieder auf freien Fuß gesetzt, doch dürften sie anschließend das Land nicht mehr verlassen. Faire Prozesse hätten sie nicht zu erwarten.

Volksaufstände von "Feinden des Islam"

Als die Massenproteste in Tunesien und Ägypten zu Jahresbeginn die dortigen Despoten stürzten, hatten Behörden und Geistliche in Saudi-Arabien die Bürger eindringlich davor gewarnt, auf die Straße zu gehen. Der Großmufti von Saudi-Arabien, Abdelaziz al-Sheikh, hatte die Volksaufstände in arabischen Ländern als von "Feinden des Islam gesteuerte chaotische Aktionen" verurteilt, deren Ziel es sei, "die muslimische Welt zu spalten". Die "Feinde des Islam und ihre Knechte" stifteten zur Revolte an, um "die muslimische Nation im Herz zu treffen und sie zu spalten", war der höchste geistliche Würdenträger des Königreichs zitiert worden. Prinz Talal Ibn Abdulaziz, ein Halbbruder des Königs Abdullah, hatte in einem BBC-Interview erklärt, er rechne mit Unruhen auch in Saudi-Arabien, sofern nicht dringend benötigte Reformen eingeleitet würden. Solche Reformen könne aber nur der Monarch in Gang bringen.

Saudi-Arabien, das im März Soldaten nach Bahrain schickte, um die Proteste der dortigen schiitischen Mehrheitsbevölkerung gegen die sunnitische Königsherrschaft niederzuschlagen, gefällt sich in der Arabischen Liga mit westlichem Beifall in der Rolle des Großinquisitors, wenn es um Menschenrechtsverstöße in Syrien oder Jemen geht. (APA)

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Ein saudi-arabischer "wissenschaftlicher" Bericht

behauptet, wenn man das Fahrverbot für Frauen im Königreich SA erlauben würde, dann gäbe es keine
Jungfrauen mehr und die Menschen würden homosexuell werden und Pornographie konsumieren.
http://www.dailymail.co.uk/news/arti... ifted.html

wenn Amnesty International eingestehen würde,

dass Menschenrechtsverletzungen in Saudi Arabien, im islamistischsten aller islamischen Länder, etwas mit dem Islam zu tun haben, würde ich noch am gleichen Tag AI Mitglied werden...
Menschenrechte sollten vor Political Correctness stehen.
kasnudl.wordpress.com

Menschenrechtsverletzungen in:
China, Burma, Nordkorea, Iran,...
Was hat Saudi-Arabien mit all diesen Ländern gemeinsam? Die Religion oder die totalitäre Regierungsform?

Schlimm, dass man sich mit diesem Idiotenvolk wegen ihrem Erdöl arrangieren muss.

Na und?

Es sind trotzdem treue Freunde des Westens weil sie den Iran nicht leiden können.

ich habe gerade das Buch "die Säulen der Erde" gelesen,

mir scheinen die Vorkommnisse in diesem Land sehr ähnlich zu sein!
Absolute Machtherrschaft, keine wie auch immer gearteten Demokratiebewegungen zulassend, absolute Unterdrückung der Frauen, beginnendes Mittelalter eben.

ich habe gerade das Buch "die Säulen der Erde" gelesen,

"Feinde des Islams und ihre Knecht..."

sagt der Großmuft sind für die Revolutionen in Tunesien+Ägypten verantwortlich. Witzige Interpretation, nachdem in TUN, ÄGY und Morokko die gemäßigten Islamisten siegen. Fazit: Ich wünsche dem Mufti und den wahabitischen islamofaschisten die gemäßigten Islamisten an den Hals. -- eigentlich eine Bombe unterm Stuhl, wie den anderen Tyrannen, die morden und foltern lassen.

Ich glaube nicht, dass es zu einer

Flugverbotszone in Saudi Arabien kommt......

Obwohl es natürlich eine Schande ist, dass die USA mit den Saudis kooperieren

sei angemerkt, dass Staaten nicht unterscheiden, ob ein anderer Staat links, rechts oder in der Mitte steht, sondern ob er strategische Interessen unterstützt oder nicht. Auch ein linker oder sozialistischer Staat würde (und hat) seine Bündnispartner nach strategischer Bedeutung ausgesucht und nicht ob er einem politisch zusagt. Die dummen Untergriffe mancher Poster, was die Bündnispolitik der USA betrifft verrät nur ihre eigene Doppelmoral. Kein linker Moralapostel hat Hugo Chavez für sein Bündnis mit dem Iran kritisiert und nur ein Dummkopf würde Fidel Castro dafür tadeln, dass er Geschäfte mit Nordkorea macht. Man sucht sich Partner, wo man sie finden kann. Die linken Moralisten sollten ihre Moral daheim lassen und ihren Kopf benutzen.

Lässt man die Moral daheim,

bekommt man eine Welt wie wir sie heute vor finden.
Ich finde die Moral sollte im Gegenteil ein wesentlicher Bestandteil der Politik werden.

"Ich finde die Moral sollte im Gegenteil ein wesentlicher Bestandteil der Politik werden"

.
das finde ich auch.
und - wie ich annehme - der vorposter ebenfalls.
er hat nur die realität geschildert.

Moral ist, seit Machiavelli das philosophisch begründet hat

kein Bestandteil von Politik, außer als Marketingstrategie.
Staaten haben Interessen, sie sind keine moralischen Subjekte. Das heißt nicht, dass Politik nicht ethische Normen befolgt, oder völlig amoralisch ist, sondern dass Politik von sich aus keine Moral produziert. Ethische Normen kommen von den Gesellschaften, die diese Politik machen und unterstützen.
Anstatt die Amoral zu beklagen wäre es klüger ethisch sinnvollen Handlungsdruck zu erzeugen, mit dem man die Politik beeinflussen kann, aber das ist genau das, was eine moralisch gesteuerte Empörung nicht will.

Wenn Sie die Moral aus dem Spiel lassen wollen,

haben´s natürlich recht. Allerdings sollten Poster, die auf dieser Schiene argumentieren, es dann doch bitteschön unterlassen, mit westlichen Werten von Demokratie, Freiheit, Menschen- und ganz besonders Frauenrechten zu fabulieren. Und auch nicht mehr gegen die Verbrechen von Assad, Gaddafi, Ahmadinejad, Taliban, Hamas, etc. kommentieren. Wenn man bei der einen Seite aus "strategischen Gründen" drüber wegschaut, dann muss man auch bei der anderen Fünf gerade sein lassen.

WO BLEIBT DIE NATO!!!

Ach, Moment. Die Saudis sind ja gute Kumpels der USA, da gibt es viel Geldwäsche - baut uns dies und das, wir kaufen bei euch dies und das.

Profit regiert die Welt.

Nur erstaunlich das die Medien blind sind gegenüber dem Saud Regime. Sogar Panzer kann man verkaufen - wie viel Geld haben die deutschen "Politiker" erhalten? Muss viel sein.

So viel zur indirekten Demokratie, lol.

uebersetzung

nachdem wir bei amnesty zu debil waren einfach gerichtsverfahren eggen ungerechtigkeiten zu machen berichten wir nun davon was unsere "erfolge" sind. alle leser "bedanken" sich und spenden viel, denn terror zu schaffen ist die aufgabe "1" des westens. ich kann das nicht vertreten!

und der wwf ist die zuständige iudikative instanz in der durchführung der tierschützerprozesse ...

Übersetzung Ihres Postings:

Nachdem ich keine Ahnung habe, wie internationale (Straf)gerichtbarkeit funktioniert, hetze ich einfach mal gegen eine unbequeme Ngo und beschuldige sie, Gerichtsverfahren unterlassen zu haben, für deren Einleitung diese weder berechtigt noch zugelassen ist.

Eine Schande, daß dieses Unrechtsregime

mittels EU und USA aufrecht erhalten wird.

Wen wundert es eigentlich, daß niemand mehr beiden ihre Mision "Menschenrechte und Demokratie" abnimmt?
Wie sehr dies erlogen und geheuchelt ist kann man an der Unterstützung der Theokratien in Arabien und der früheren Militärdiktaturen in Südamerika ersehen.

Nur die eigene Bevölkerung glaubt den Schmäh noch.

Es ist eine Schande!

Irgendwer muss schliesslich die Al Kaida finanzieren. Sobald es keine Aufgabe mehr gibt für die Terrorgruppe, wird das saudische Regime gekippt. Aber noch sind die Geheimdienste auf ihre Geheimtruppe Al Kaida angewiesen.

Das stimmt nur zum Teil.

Al Kaida ist der Sammelbegriff für Söldner mit Pseudo-Islamistischem Hintergrund. Dahinter steckt auch die Kontrolle über Diktaturen in anderen Ländern, was Saudi Arabien primär verfolgt, sekundär eben über die NATO und USA mit Angriffen, Sicherheitsgesetzen, Repressalien etc...

Das sind alles keine "Zufälle".

Wenn die Finanzierung der Terrorgruppen von Saudi Arabien gestoppt wird, heisst das aber noch lange nicht das das Saud-Regime stürzt. Denn sie beteiligen sich ja kräftig international in Investmentfonds und Konzernen.

Die USA werden niemals diese Geldflüsse riskieren. Das Saud-Regime wird bestehen so lange wie Konzerne die USA kontrollieren.

Und die Bevölkerung wird für dumm gehalten.

nicht zufällig war bin laden aus saudi arabien

Kara Ben Nemsi schau oba

bei Libyen hatte Amnesty Gaddafis Verbrechen heruntergespielt:

http://aron2201sperber.wordpress.com/2011/04/2... -diktator/

bei einem US-verbündeten ist das natürlich anders.

auch das Arguemnt, es gehe den Saudis wirtschaftlich und sozial ohnehin toll, das bei gaddafi stets in Feld geführt wurde, fehlt auf einmal

Bei dieser Quellenangabe

zweifle ich nicht weiter, dass du gläubig bist.

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