Japan als Dieselland

2. Dezember 2011, 16:36

Dieselmotoren waren früher vor allem für Japaner und Amerikaner unattraktiv. Jetzt könnte sich das ändern

Früher war alles einfach: Japaner und Amerikaner dachten gar nicht daran, ein Dieselauto zu kaufen. Abgesehen von ein paar Einzelfällen (Mercedes, Peugeot, Morris) war das bis in die 1970er-Jahren auch in Europa so. Dieselmotoren galten als lahm und unkultiviert. Der Aufschwung des Dieselmotors im Pkw begann etwa parallel zur Einführung des Katalysators beim Benziner in den 1980er-Jahren.

Während der Benziner infolge der Abgasreinigung immer teurer wurde, gewann der Diesel an Konkurrenzfähigkeit, weil er anfangs ohne aufwändige Abgasreinigung auskam. Mit Turbolader, Direkteinspritzung und Geräuschdämmung schaffte der Diesel den Durchbruch im Pkw. Mit dem Partikelfilter wurde er auch noch das Stinker-Image los.

Aber nur in Europa. In frühzeitig staugeplagten Ländern wie Japan und USA dachte man nicht daran, sich mit Dieselruß aus dem Pkw auseinanderzusetzen. Diesel galt als pfui. Auch Versuche europäischer Autohersteller, jenseits aller Ozeane Dieselautos zu verkaufen, scheiterten wegen fehlender Tankstellen für Diesel-Pkws.

Jetzt, da der Verbrauch eine zunehmend wichtige Rolle spielt, könnte sich das ändern. Mazda will seinen neuen kompakten SUV, den CX-5, nun auch in Japan mit Dieselmotor anbieten. Mit entsprechendem Aufwand sind offenbar die sehr strengen japanischen Abgaslimits zu bewältigen, wobei Mazda diese sogar ohne zusätzlichen Stickoxid-Katalysator schafft. Auch bei Toyota, wo man in den letzten Jahren alle Anstrengungen auf Benzin-Hybrid verwandte, sind verstärkte Bemühungen auf dem Dieselsektor zu beobachten. Nachdem der weltgrößte Autohersteller auf dem Dieselsektor nie ganz glücklich agierte, sucht man hier nun die Kooperation mit BMW. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/02.12.2011)

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Diesel IST pfui

und hat in einem pkw nichts verloren.

Ich habe nichts gegen Dieselmotoren - wenn sie sich unter vergleichbaren Bedingungen am Markt behaupten müssen. Die Verschärfungen der Abgasnormen über die letzten Jahre waren ja für die Fisch', weil parallel immer mehr Fahrer auf den dreckigen Diesel ausgewichen sind - unterstützt durch Pendler- und Transportmafia, die dafür sorgten, dass der dreckigere Treibstoff immer der billigere war.
Kleindiesel sind jedenfalls ab EURO6 toter als ein Dodo, und das ist auch gut so. Und darüber hinaus soll der Markt entscheiden, welche Antriebsvariante die günstigere ist, nach dem bewährten Prinzip der Kostenwahrheit.
Bleibt nur noch das Problem, die alten Stinker (Dreck für fünf oder zehn Neuwagen) möglichst rasch aus dem Verkehr zu ziehen.

"pendlermafia"

WTF

Na, die "Pendlermafia": Pendelt vom Wohnort zum Arbeitsplatz und ist dafür bereit, Zeit, Lebensqualität und vor allem Geld zu opfern. Besonders auffällig sind jene Gruppen von Pendlern, die Fahrgemeinschaften gründen, um Geldbeutel und Umwelt zu schonen. Sie parken am Land ganze Parkplätze zu, um sodann in einer Schüssel gemeinsam Richtung Arbeitsplatz zu fahren. Eindeutig "mafiös"!

Umweltzonen in allen Städten,

die für Fahrzeuge, die die EURO5-Norm nicht schaffen, gesperrt sind.

... und auf Anhieb sind all die grindigen Stinker ausgesperrt. Problem erkannt, Problem gebannt. :)

Umweltzonen nach dem EURO-Schema wären nur eine Fortschreibung des bisherigen Wahnsinns, weil ein EURO4 Benziner sicher weniger problematisch ist als ein EURO5 Diesel.
(Und, nicht zu vergessen: die Diesel-Grenzwerte gelten praktisch nur für Neufahrzeuge, weil danach keine vernünftige Prüfung mehr erfolgt - ausser Partikel - und die Werte kontinuierlich schlechter werden; während sich beim Benziner die Wirkung des Kats gut überprüfen lässt).
Und bei den 15 Jahre alten Peugeots und Gölfen (die fahrenden Müllhalden mit dem Presslufthammer-Start um 6 in der Früh) wird dann sicher wieder die soziale Karte von den ach soooo aaaarmen Besitzern gespielt.
Aber so ab 2020 könnte sich die Luft in unseren Ballugsräumen langsam verbessern.

Würd's nach mir gehen,

dürfte man mit Diesel-PKWs ganz einfach überhaupt nicht mehr in Städte einfahren.

Leider tut's das aber nicht. :(

Bei modernen Benzinern werden aber durch die Direkteinspritzung die ultrafeinen Partikel in den Abgasen auch immer mehr zum Problem:
http://goo.gl/2OlhG

diesel = alltagstraktorgefährt.

mehr nicht, auch wenn einem die vagler was anderes erzählen...

.

Mit Diesel reinigt man Teile, Sprit säuft man und mit Nitro fährt man Auto.

So schauts aus!

Vom Halbglauben zur Realität!

Seid gegrüßt liebe Hobby-Techniker,

ein Stichwort reicht um den Diesel aus technischer (und darum gehts ja) Sicht zu verteidigen!

WIRKUNGSGRAD!

naja den Rest könnt ihr wie jeder Journalist durch intensives googeln herausfinden... ;)

PS: ein Technikstudium wird heute überbewertet, lest doch einfach derstandard.at

und

ein wort reicht aus, um dem diesel das genick zu brechen: LUNGENKREBS

Genau solche undifferenzierten Stellungnahmen führen zu den üblichen Voruteilen gegen Techniker....
Ich bin selber immer wieder überrascht, wie wenig vom (theoretischen) Wirkungsgradvorteil bei kleinen bis mittleren Motoren unter Pkw-Bedingungen wirklich überbleibt. Wenn man nicht gerade in Litern, sondern in Brennwert oder CO2 rechnet, sinds vielleicht noch maximal 15-20% Prozent; und das unter Bedingungen, wo der Diesel fast beliebig schweinderln darf, wohingegen der Kat-Benziner auf Lambda=1 festgelegt ist. Die Dieselsubvention ist eben kein Zufall, sondern Lobby-induziert, und ohne wären wir wieder bei max. 20% Diesel-Pkw-Anteil, und nicht bei weit über 50%. Weil WIRTSCHAFTLICH ist er meistens eben nicht.

na dann Erklärung
Ich fahr 25 000 bis 30 000km pro Jahr.
Nicht dazugerechnet fahrten für die Firma mit dem privat PKW.
Ich gehe mal davon aus, daß die 1.998 ccm Dose unter Kleindiesel fällt.. mit 130 PS..
Kostenpunkt des Fahrzeuges 31.265,40 Euro neu.
Ausstattungsbereinigt (weil gleiche Pakete und sonst nix) kostet der entsprechende Benziner (2.0l)
30.889,20 Normverbrauch
diesel 5,4 in Realität 6,3
benzin 7.0 in Realität 8,2
Servicekosten nach
http://www.tcs.ch/main/de/h... sse_de.pdf

Mein 2l Diesel 1737,95 bei 100.000km und 4686 bei 180.000km
der 1.6l Benzin (anderer Motor leider nicht gelistet)
1731,4 bei 100.000km und 4633 bei 180.000k

das sind dann genau 7 Euro Unterschied auf 100.000km
Die Spriteinsparung bei einem Unterschied auf 2 bis 3l auf 100km bitte selbst auszurechnen.

Ach ja der passende Hybrid liegt bei gleichen Paketen bei 30.500 braucht aber auch gut 6 bis 7l Sprit (1 Woche lang getestet, und mit 70% Autobahn hatte ich dort auch den höchsten Verbauch..leider)

Wollt ich jezt der Tradition hier folgen und Wurschsemmeln mit Eierspeisen verlgeichen, müsst ich jetzt wohl die 950er KTM hernehmen als Vergleich! Die war zwar im Kaufpreis gut die hälfte Billiger, aber leider ist der Verbauch wesentlich schlechter

Fazit: jeder muss für sich selber rechnen was er benötigt und was es ihn kostet. allgemein kann man das nicht sagen

Bevor ich mit einem Diesel-PKW fahre,

fahre ich öffentlich.

In einem Bus mit Diesel-Motor?

Zum Glück gibts in Wien Gas-Busse. ;)

Wenn sie einen modernen Diesel

fahren würden, weinen sie danach in ihrem Benziner.

wenn sie einen modernen benziner gefahren sind werden's vom drehmoment unten raus glauben sie sitzen in einem diesel. aber dem würds dann ab 4500/min die kolben oben raushauen, wo der moderne benziner nochmal zulegt. machen sie sich die freude und setzen sie sich in einen modernen biturbo-benziner, da geht ihnen selbst als diesel-freund nix ab.

beispiel: bmw 320i/520i: 184ps, 270Nm bei 1250-4500/min
320d/520d: 184ps, 380nm bei 1750-2750/min

da geht ihnen bei beiden nix ab (außer mehr leistung ;-) )

auch ein moderner diesel klingt nach grauenhaft bis nix.

Was will ich mit einem Motor

den ich nicht mal auf 6-7.000 RPM hochjagen kann? Ist doch witzlos...

ich persönlich

finde ja dass es zumindest 9000 rpm sein sollten

Hmmmmm...
Irgendwas musst du offensichtlich kompensieren.
Dürfen wir alle raten, was das ist?

hmm, ich glaub du musst auch offensichtlich was kompensieren.

darf ich raten?

ich nehme an es ist dein mangel an geld, wodurch du anderen unterstellen musst "zu kurz gekommen" zu sein.

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