Alles so schön bunt hier

    2. Dezember 2011, 16:20
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    Wie das glitzert, wie das glänzt, wie das mitunter wirkt, als wäre man in einem Science-Fiction-Film: Japans Autobauer sprühen weiter vor Ideen

    • Honda Das Versprechen lautete: "Wir bringen eine spannende Mischung aus Konzept- und Serienautomobilen." Die Einlösung sieht z. B. so aus: AC-X (Seite 15) und Small Sports EV-Concept. Letzterer ein echter Hingucker von einem Roadster, mit Stilelementen des Civic. Ließe die große Tradition kompakten Sportgeräts bei Honda wieder aufleben. Salongerüchten zufolge könnte der Wagen 2012 in Japan/USA loslegen, 2013 in Europa. CR-V: Kommt Herbst 2012 zu uns. Dann war da noch die rollende Rettungskapsel Micro Commuter Concept. Bietet genau einer Person Platz, denkt also das Smart-Konzept radikal zu Ende.
    • Mazda setzt alles auf eine Karte: den Takeri. Sieht atemberaubend gut aus und geht Ende 2012 äußerlich praktisch unverändert als Mazda6 in Serie. Zu erwarten ist, dass die kantige Limousine um bis zu 100 kg leichter wird als der Vorgänger und deutlich sparsamer, das zugehörige Zauberwort lautet Skyactiv-Technologie. In Mazdas repräsentativem Chefdynamiker wird erstmals ein regeneratives Bremssystem zum Einsatz kommen, das die rekuperierte Energie in Kondensatoren speichert.
    • Mitsubishi Colt- und Outlander-Nachfolger. Am Salon hören sie auf die Namen Mirage (so heißt das Auto in Japan - und es ist noch unsicher, ob es bei uns wieder Colt benamst wird) und Concept PX-MiEV II (Seite 15), beide geben eine sehr präzise Vorstellung über das künftige Aussehen. Der 3,71 Meter kurze Colt-Erbe kommt jedenfalls gegen Ende 2012 nach Österreich, gebaut wird er in Thailand - und er soll besonders sparsam sein, günstigstenfalls sollten sich 3,33 l / 100 km ausgehen.
    • Nissan zeigt die bereits von anderen Messeauftritten bekannten Öko-Konzepte Esflow und Townpod, wohl um dem Hauptakteur nicht die Schau zu stehlen. Pivo 3. Biertransporter, sagen die Tschechen. Nicht doch, sagen wir - weil erheblich besser informiert. Es handelt sich nämlich: um ein lustiges Drive-by-Wire-E-Mobil mit interessanten Ideen, z. B. die mit dem automatischen Einparken.
    • Subaru Weltpremiere des BRZ. Rassiges Coupé aus der Kooperation mit Toyota, siehe unten. Kommt gegen Jahresmitte nach Österreich. Ferner geortet: Advanced Tourer Concept. Sportive Kombi-Studie Größenordnung Golf Variant, weit weg von jeder Serie und so futuristisch, wie die Japaner das mögen.
      Studien für übermorgen
    • Suzuki Der Kleinwagenspezialist hat, was Zweispuriges betrifft, ein interessantes Trio zusammengestellt. Außen unscheinbar, innen oho (Seite 15): Swift EV Hybrid. Sodann zwei interessante Fingerübungen: Q-Concept, Regina. Ersterer ein witziger Tandem-Zweisitzer, eine Art zweispuriges wetterfestes Motorrad knutschkugeligen Erscheinungsbildes, letzterer ein extrem windschnittiges Leichtgewicht (730 kg), das aufgrund dieser Eigenschaften einen Verbrauch von 3,1 l / 100 km ermöglichen soll. Wer weiß, womöglich deutet das Design bereits auf ein künftiges Kompaktmodell hin.
    • Toyota Ganz schön was los am Stand des Autogiganten. Beim schnellen Rundgang (soweit bei den Journalistenmassen möglich) notiert: GT 86. Aqua. Fun-Vii. FCV-R. FT-EV III. Die Meldungen im Einzelnen. Aus FT-86 wird, lange haben sie ein Geheimnis darum gemacht: doch nicht Celica, sondern GT 86. Aus der Kooperation mit Subaru. Wobei der Partner den Motor beisteuert (neuer 4-Zylinder-Boxer-Direkteinspritzer, 2,0 l Hubraum, Sauger statt Turbo, 200 PS). Der Heckantrieb hingegen stammt von Toyota. Der rassige Sportler kommt im Juni nach Österreich. Der Aqua (Seite 15) leider gar nicht, der FT-EV III hinwiederum schon: Ende 2012 sollte der Elektro-iQ startbereit sein. War noch was? Ach ja. Fun-Vii, FCV-R. Letzteres Konzeptfahrzeug gibt einen Vorgeschmack auf ein für etwa 2015 avisiertes Brennstoffzellen-Mobil mit etwa 700 km Wasserstoff-Reichweite, aussehen tut der Wagen ein bisserl wie ein Stufenheck-Prius. Fun-Vii: Steht für "Fun Vehicle interactive internet" und ist Toyotas futuristischer Messebeitrag. Allzeit vernetzt in die Zukunft oder in das Paralleluniversum oder so.

    Dann waren da mit ihren Weltpremieren noch die Deutschen. Die sind auch überall dabei.

    • BMW Mit den beiden kleinen "i" - i3 und i8 -wollen die Bayern alternativantriebs- und materialtechnisch aufzeigen. Sie lenken das Augenmerk aber vor allem auf den hier debütierenden Active Hybrid 5. Mit Reihensechser, E-Motor, Achtgang-Automatik und Lithium-Ionen-Batterie. Systemleistung: 340 PS. Ab Frühjahr.
    • Daimler Ist natürlich auch da, man tut sich diesmal aber nicht so viel an wie BMW und VW und fährt im Wesentlichen die auf der IAA gezeigte Gerätschaft auf, incl. Forschungsfahrzeug F 125!
    • Volkswagen Toyotas Hauptangstgegner in Sachen weltgrößter Autobauer zeigt zwei Weltpremieren und eine neue Studie: Audi A1 Sportback, VW Passat Alldreck - Pardon: Alltrack und VW Cross Coupé. Ad Audi: Idente Außenabmessungen, aber zwei Türen mehr als der "normale" A1. Ab 16.950 €, ab Februar. Ad VW: Kombi-SUV-Zwitter mit erhöhter Bodenfreiheit und Offroad-Beplankung. Damit das keine Mogelpackung wird, gibt's optional auch Allradantrieb. Außerdem werden je zwei Diesel und Benziner gereicht, Leistungsspektrum: 140 bis 210 PS. Ab Frühjahr. Und das Cross Coupé zeigt, was man mit Thema SUV noch alles anstellen kann. (Andreas Stockinger/DER STANDARD/Automobil/02.12.2011)

    -> Hier gibt's die Bilder zum Text.

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