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Atos-Chef drückt bei Abschaffung von E-Mails auf die Tube

2. Dezember 2011, 08:25

Das E-Mail-lose Zeitalter soll schon in 18 Monaten erreicht werden

Gar nicht schnell genug gehen kann es für Thierry Breton, Chef des französischen IT-Dienstleisters Atos, mit dem Aus für unternehmensinterne E-Mails. Der ehemalige französische Finanzminister hatte heuer im Februar angekündigt, den elektronischen Briefverkehr der Mitarbeiter untereinander binnen drei Jahre komplett abschaffen zu wollen. Jetzt wurde der Zeitplan von ihm noch gestrafft, das E-Mail-lose Zeitalter soll schon in 18 Monaten erreicht werden, die Atos-Beschäftigten sich dann mittels Instant Messenger und einer Facebook- und Twitter-ähnlichen Plattform unterhalten.

Nur zehn Prozent nützlich

Nur zehn Prozent der E-Mails, die Büroarbeiter erhielten, seien wirklich nützlich, argumentiert Breton. Fünf bis 20 Stunden beschäftigt sich jeder Mitarbeiter seiner Beobachtung nach mit der Bearbeitung von E-Mails. Damit nicht genug: Das Lesen von E-Mails sei zudem eine Ablenkung, nach der im Durchschnitt 64 Sekunden vergehen würden, bis der Beschäftigte sich wieder voll auf seine Tätigkeit konzentrieren könnte. Ob Breton das anhand eines Selbstversuchs herausgefunden hat, ist nicht überliefert. (red/DER STANDARD Printausgabe, 2. Dezember 2011)

Kommentar posten
25 Postings
Wolfgang Ullram
00
8.12.2011, 17:39
also seit

mindestens 10 jahren gibts mindestens einmal im quartal webstandardbeiträge die das endgültige ende und auch die ablöse der email durch
"messenger xyz" ankündigen

GÄHN

totgesagte leben eben länger

F G
00
5.12.2011, 12:53
Das nicht alle Informationen

nützlich/notwendig sind, die man im Büro erhält, das ist mir schon lange vor der Erfindung der E-Mail aufgefallen.

terrorpeut
02
2.12.2011, 14:40

Aja, verstehe - Instant Messenger Nachrichten lenken weniger ab als E-Mails. Alles klar, Herr Breton.

Wachtmeister Barbrady
00
2.12.2011, 14:35

Aha, nach dem papierlosen Büro kommt die emaillose Zeit.

--: SID :--
00
2.12.2011, 12:10

Meine Kristallkugel sagt, dass dieses Unternehmen in Schwierigkeiten kommen wird.
Komisch, was die immer daherredet ...

trollpower
00
2.12.2011, 11:27

jaja das passiert, wenn man einen Finanzler IT Entscheidungen treffen lässt. So ein unwissender noob...

menlo
01
2.12.2011, 11:44

imho ist solch eine Entscheidung keine Angelegenheit der ITler, sondern Change Management, HR etc...

Ulukay ---
00
2.12.2011, 10:35
jaja

und 2012 ist das Jahr des Linux Desktops ...

swiss
00
2.12.2011, 09:56
ich als non-twitter...........

twittere ich dann jeden einzelnen an wenn ich was brauch und nicht wer es haben könnte. da brauch ich ja dann mehr zeit als wenn ich die entspr. leute auf cc setz. sehe nicht wirklich eine vorteil darin.

Ohne Gurt im Ionensturm
10
2.12.2011, 23:22

da steht "facebook und twitter ähnlich", also sowas wie google+ mit kreisen die du dann direkt mit nachrichten versorgen kannst.

STiAT
00
2.12.2011, 09:35

Das hebt das Problem nur auf eine andere Plattform. Solange die Mitarbeiter nicht intelligenter werden ist das ein Schuss in den Ofen.

Zwei Und Vierzig
01
2.12.2011, 08:42
"Instant Messenger und einer Facebook- und Twitter-ähnlichen Plattform"

sollen den Mitarbeiter nicht oder weniger Ablenken als EMail?

Andreas Grois
11
2.12.2011, 09:04

Überhaupt nicht. Es stört nämlich den Arbeitsablauf viel weniger, wenn man eine IM erhält, auf die man sofort reagieren muss, als wenn man nur die Benachrichtigung sieht, dass eine eMail eingegangen ist, um die man sich dann kümmern kann, wenn man mal Zeit hat.

Reginald Bull
00
2.12.2011, 09:18

Also deine Antwort war jetzt schon sarkastisch gemeint - oder?

Gloria Victoria
01
2.12.2011, 09:26
bestimmt nicht!

Reginald Bull
00
2.12.2011, 10:21

Arbeitstechnisch ist das ja eine Katastrophe! Bei jeder IM reagierst du und am Ende des Tages fragst du dich dann was du eigentlich den ganzen Tag getan hast.

Diese Arbeitsabläufe gehören GEBLOCKT und nicht jedes mal spontan darauf reagiert.

F. Ritzl
00
2.12.2011, 19:34

> Bei jeder IM reagierst du

Hab' ich nie - und irgendwann hab ich IMs wieder gelassen ..

menlo
00
2.12.2011, 10:26

Bei Firmen wie Microsoft oder Apple wird fast nur noch so kommuniziert! Und man kann jetzt nicht behaupten, dass diese Firmen schlechte Arbeitgeber oder unerfolgreich wären...

Reginald Bull
00
2.12.2011, 10:30

Vermutung oder kannst du diese Aussage auch irgendwie belegen?

(Nur so nebenbei - MS bei den innovativen Firmen anzuführen scheint mir nicht mehr wirklich zeitgemäß ;-)

menlo
00
2.12.2011, 10:34

Sagt dir Lync was? Das wird zB. bei MS verwendet.

Reginald Bull
00
2.12.2011, 10:58

Ja, klar ist halt ein Produkt von MS. Aber mich würde wirklich interessieren wie hoch der Kommunikationsanteil von Lync bei MS intern ist.

Wie oben schon gesagt - (war natürlich ein wenig provokativ) wenn man auf jede IM / Twitter / FB / G+ / eMail reagiert die reinkommt dann ist das Arbeitstechnisch einfach falsch. Du wirst bei jeder Message von deiner aktuellen Arbeit abgelenkt.

menlo
00
2.12.2011, 11:20

Bei IM ist der Vorteil, dass man seinen Status auf "abwesend" oder "will nicht gestört werden" stellen kann, und man bekommt die IM erst später, wenn man Zeit hat.

F. Ritzl
01
2.12.2011, 19:33

wenn ich "abwesend" bin od. "will nicht gestört werden", les' ich mein mails halt später ...

horli
05
2.12.2011, 08:41
Inhalt ist das Problem

Das Problem ist der Inhalt, nicht das Medium.
Früher haben die Leute wegen jeden unnötigen Schaas zum Telefon gegriffen und einem die Zeit gestohlen, heute schreiben sie sinnfreie Mails, weil sie zu bequem sind auch nur 1 Sekunde nachzudenken.

Die werden auch keine sinnvollen, prägnanten Instant Messanger oder Facebook Nachrichten schreiben.

Die Lösung ist daher nicht Emails abzuschaffen sondern Schulungen in effizienter Kommunikation und "zuerst denken, dann reden / schreiben".

menlo
00
2.12.2011, 10:17

Glaub ich nicht. Weil in einem firmeninternen Facebook (gibt Lösungen vom Microsoft und IBM), kann jeder die sinnfreien Beiträge lesen, auch die Vorgesetzten! Aber bei Spezialproblemen erreicht man viel mehr Personen, die eine Lösung parat haben könnten, als ein E-Mail mit ein paar Personen im CCs. Da gehts ja auch um Wissensmanagement.
Bei Firmen wie Fujitsu funktioniert das inzwischen wunderbar, E-Mail konnte um 30% reduziert werden.

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