Linux-Desktop

Erweiterungsseite für GNOME Shell startet

Andreas Proschofsky, 2. Dezember 2011, 08:41
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    Die neue GNOME-Shell-Erweiterungsseite macht die Installation entsprechender Modifikationen äußerst einfach.

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    Vor der lokalen Einrichtung und Aktivierung gibt es eine Sicherheitsabfrage, sonst läuft alles automatisch ab.

Modifikationen können direkt aus dem Browser installiert werden - "Jedes Detail zählt": Feinschliff an GNOME3 im Vordergrund

Dass das Erweiterungssystem der GNOME Shell recht mächtige - und einfach zu nutzende - Möglichkeiten zur Modifikation der GNOME3-Oberfläche bietet, dürfte spätestens seit der Vorstellung von Linux Mint 12 bekannt sein. Nutzt die aktuelle Version der Distribution diese Funktionalität doch, um einen GNOME2-ähnlichen Desktopaufbau zu erhalten.

Erweiterungsseite

Nun folgt der nächste Schritt: Das GNOME-Projekt hat eine eigene Erweiterungsseite gestartet, die ähnlich zu Mozillas-Add-Ons-Page eine Installation und Verwaltung der Add-Ons direkt aus dem Browser heraus erlaubt. Dabei nutzt man ein Browser-Plugin, das bereits seit der Version 3.2 von GNOME fix mit dem Desktop ausgeliefert wird.

Alpha

Auch wenn die Seite bewusst noch als Alpha bezeichnet wird, der Workflow ist schon mal denkbar einfach: Über einen Schalter auf der Detailseite einer Erweiterung kann diese installiert werden, nach einer kurzen Sicherheitsabfrage wird sie gleich umgehend eingerichtet und aktiviert. Zudem gibt es eine Übersicht aller installierten Erweiterungen, und natürlich die Möglichkeit diese zu entfernen (so sie denn über die Seite installiert wurden). Das Ganze funktioniert dank dem erwähnten Plugin mit allen gängigen Browsern zusammen, also etwa Firefox, Chrome oder auch dem GNOME-eigenen Epiphany.

Auswahl

Das konkrete Angebot der Seite ist derzeit noch recht überschaubar, darunter finden sich beispielsweise Modifikationen, um die Desktop-Uhr nach rechts zu rücken, Schnellstarter im Panel zu erlauben, oder gleich ein zweites Panel hinzuzufügen. Wer will kann hier aber auch eigene Erweiterungen hochladen und so anderen zur Verfügung stellen, entwickelt werden diese übrigens üblicherweise mithilfe von CSS und Javascript, was die Einstiegshürde möglichst niedrig halten soll.

"Every Detail Matters"

Parallel dazu hat das GNOME-Projekt eine neue Kampagne gestartet: Im Rahmen von "Jedes Detail zählt" versucht man die Community zur Aufspürung und Behebung kleinerer Usability-Probleme zu motivieren, ähnlich wie es - unter anderem - Ubuntu bereits mit den "100 Paper Cuts" vorgemacht hat. In der ersten Runde nimmt man sich dabei die GNOME Shell und deren Activities-Overview vor, dabei hat man bislang 35 konkrete, kleine Nervigkeiten identifiziert, die bis zum Abschluss des aktuellen Entwicklungszyklus beseitigt werden sollen. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 02.12.11)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 51
1 2
Use Linux
00
3.12.2011, 10:48

Weiß wer ob (und wenn ja wo) es in der Gnome Shell möglich ist, den Beginn der Woche von Sonntag auf Montag im Kalender bei der Uhrzeit umzustellen?

silwol
03
3.12.2011, 15:57

Bei mir ist das so, und ich habe nichts extra konfiguriert. Hängt wahrscheinlich mit deinen Locale-Einstellungen zusammen.

Use Linux
00
4.12.2011, 12:24

Danke, das wars. Woche fängt jetzt mit Montag an.

Zwar hab ich jetzt das Datum auf Deutsch, aber das passt schon.

aceFruchtsaft
10
3.12.2011, 20:01

Ich glaub auch, dass das allein mit den locale settings zu tun hat.

Einfach mal ein
export LC_TIME="de_AT.UTF-8"
z.B. in ~/.profile reinschreiben, neu anmelden, und schauen was passiert.

whei
00
3.12.2011, 17:55

Kann ich (höchstwahrscheinlich) bestätigen. Zumindet unter Ubuntu muss im gnome-language-selector unter regional formats Deutsch auswählen, dann stimmt der Kalender. Ich gehe davon aus, da das Ding gnome-language-selector heißt, dass es unter der Gnome-Shell auch funktioniert ;)
Nebeneffekt davon ist aber, dass man das deutsche Komma "," anstatt des englischen "." bekommt.

TRex30M
01
2.12.2011, 18:09

Ich finde diese GNOME Erweiterungen absolut als positiv.
Unter Linux Mint mit GNOME 3 kann man hier recht gut damit arbeiten.
Ein nacktes GNOME 3 ist für mich unbrauchbar.

Mode Biller
01
3.12.2011, 17:03

Das versteh ich nicht.

Letzte Woche hast du doch das Handtuch geworfen und bist mit fliegenden Fahnen zu Windows 7 zurückgekehrt.

Beheben die GNOME 3 Extensions plötzlich auch das furchtbare "Hibernate-Problem"?

Gefährliches Halbwissen
01
3.12.2011, 20:50
Im Gegensatz zu Kirchenaussteigern ...

kommen Linux-Schäfchen gerne wieder in ihre Community zurück. :-))

TRex30M
00
3.12.2011, 17:14

Nein das Hibernate Problem ist leider immer noch nicht behoben. Nicht mal Standby funktioniert auf meinem Desktop PC.
Wenigstens kann man die Funktion deaktivieren, sodass man dann eben beim Klick auf Runterfahren nur Ausschalten, oder Bildschirmsperren oder Neu Starten hat.
Am Netbook funktioniert wenigstens Standby.
Die GNOME 3 Extension beheben für mich die Bevormundung der GNOME 3 Entwickler, die sämtliche Einstellmöglichkeiten ja eigentlich versteckt oder entfernt haben.
Mit den Extension hat man unter Linux Mint ein heimeliges Gefühl, auch wenn es auch noch nicht ganz perfekt ist.
Windows 7 ist immer noch ein Stückchen besser für mich.
Aber warum sollte ich mir nicht auch Mint 12 ansehen? Ok ja hab gemeckert, aber Meinung geändert.

großkotzige
40
2.12.2011, 23:55

Es gibt kaum Gnome-Shell Erweiterungen derzeit, ich frag mich doch welche der kleinen Erweiterungen Ihnen die Gnome-Shell jetzt "brauchbar" macht?

HURRA2000
00
4.12.2011, 14:30

Die wichtigsten Extensions:
1. Windows-Navigator-extension
2. Shutdown-Menu-Extension
3. Status-Only-Extension
4. Move-Hot-Corner-Extension
Die Knaller Extensions benutzen Zeitgeist, und das ist wirklich innovativ:
1. Journal-Extension
2. Jumplist-Extension
3. Tomboy-search-Extension
Siehe auch www.webupd8.com
Wenn man sich einmal mit der Shell vertraut gemacht hat,will man gar nichts anderes mehr haben. Glauben Sie mir.

großkotzige
00
4.12.2011, 18:57

Sie missverstehen mich wohl ein wenig, ich verwende die Gnome-Shell seit Monaten - ohne Extensions - und bin glücklich damit.

Ich hätte halt nie gedacht das Leute dieses oder jenes unbedingt brauchen damit sie die Gnome-Shell benutzen können.

TRex30M
01
3.12.2011, 20:27

Diese Frage lässt sich insofern am besten beantworten, wenn sie Linux Mint mal selber testen.
Sie können dann die verschiedenen Einstellmöglichkeiten ja ausprobieren u. entscheiden, ob das für sie ebenfalls brauchbar ist.

Gefährliches Halbwissen
12
3.12.2011, 11:16

Auch wenn's derzeit nur wenige Extensions gibt, sind die die es gibt, ein Segen. Versuchen sie mal zwischen 10 offenen Fenstern, die auf mehreren Workspaces verteilt sind, mit der Default-GNOME-Shell zu navigieren. Das Resultat sind 1.000de Mauskilometer und/oder eine Orgie an Shortcuts und Mausklicks. Die Extensions "Bottom-Panel" und "Window-List" (zaubern eine GNOME2.x-artige Taskleiste herbei) machen die GNOME-Shell in diesem Fall wieder *benutzbar*.

Ohne diesen Extensions hätte ich mir die GNOME-Shell noch nicht zugemutet.

HURRA2000
01
4.12.2011, 14:18

Das kann ich nicht nachvollziehen. Die Extensions, welche Halbwissen hier verwendet, machen den Workflow nur kompliziert. Die Gnome-Shell löst das Problem viel eleganter:
1. Verwendete Extensions deaktivieren:
2. Alt+Tab oder ALT+^ drücken. Alt-Taste gerückt halten.
3. Mit der Maus gewünschtes Fenster öffnen.
Besser geht es nicht. Gerade wenn man viele Fenster geöffnet hat, ist ein Bottom-Panel nicht mehr sinnvoll, da man nichts mehr erkennen kann.

TRex30M
01
3.12.2011, 20:28

Noch einer, dem es so geht wie mir. ;-)

stanley cup
00
3.12.2011, 17:21

Das ist gefährliches Halbwissen.

Man kann auch ohne 1000e Mausklicks navigieren:

z.b.
strg-alt-<rauf/runter> welchselt in sekundenschnelle den Desktop.
Ich arbeite seit einem halben Jahr mit meist xx Anwendungen auf 3 Desktops verteilt und mit einer Handvoll Shortcuts ist man 1000x schneller als mit der Maus + 5 Extensions.

Gefährliches Halbwissen
00
3.12.2011, 19:26
Fallbeispiel von meinem heutigen PC-Tag:

Ich habe mehrere Fenster offen und will von Firefox zu einem von mehreren Writer-Dokumenten wechseln:

1) Ohne Extension:
Alt+Tab: Firefox > +Tab: Thunderbird > +Tab: Nautilus > +Tab: Writer > +Down: Dok1 > +Right: Dok2 > +Right: Dok3 > *Am Ziel*

2) Mit Extensions:
1x Blick (auf das untere Panel) > 1x Mausklick (auf das Icon Doc3) > *Am Ziel*

Dieser Vorgang wiederholt sich an einem Arbeitstag gefühlte 100 Mal.

Möge jeder für sich entscheiden ob Variante 1 oder 2 schneller zum Ziel führt.

HURRA2000
01
4.12.2011, 14:08

Halbwissen macht (sich) auch hier das Leben schwer. Nach meiner Erfahrung ist die Navigation bei multible workspaces nirgends so genial gelöst wie bei Gnome-Shell:

1. Alt-Tab-Extension von dem Mint-Default deaktivieren (!)
2. Alt-Tab drücken und alt-Taste gedrückt halten.
3. Mit der Maus die gewünschte Applikation oder das gewünschte Fenster anklicken.

Gerade wenn man sehr viele Fenster geöffnet hat, ist die Navigation mittels eines Bottom-Panels nicht praktikabel. Das ist ein alter Hut. Schließlich beruht die Einführung der inzwischen überall gebräuchlichen Browsertabs gerade auf dieser Erkenntis.

go-east
00
5.12.2011, 21:59
super, danke !

Gefährliches Halbwissen
00
4.12.2011, 14:30
Die GNOME-Shell bietet eine gemeinsame Heimat

Ich habe bereits an anderer Stelle darauf hingewiesen, dass meiner Erfahrung nach die Navigation der GS nur dann schneller geht, wenn man eine Kombination aus Maus UND Shortcuts nutzt (siehe http://derstandard.at/plink/131... 2/23855347 ).

Fakt ist: Die Vorlieben zur Navigation auf einem Desktop sind eben bei den Usern verschieden (der Eine will nur die Maus, der andere Shortcuts und andere eine Kombination). Und das Schöne an der GS ist, dass sie auf Grund der Extensions für UNS ALLE eine *gemeinsame* Heimat bietet. Ist doch toll, oder? :-)

stanley cup
00
3.12.2011, 19:39

Habs gerade probiert. 4-5x eine Taste drücken ist ca. 2-3x so schnell wie mit der Maus über den halben Bildschirm zu fahren.
Netter Nebeneffekt: ich behalte beide Hände auf der Tastatur und kann ohne Umschweife gleich weiterschreiben.

Gefährliches Halbwissen
00
3.12.2011, 20:24
Gratulation,

Sie sind ein Tastatur-Virtuose! :-)

Falls die GS-Entwickler Tastatur-Virtuosen als Zielgruppe hatten, haben sie ihre Arbeit perfekt erledigt.

Fragt sich nur, ob die Mehrheit der Otto-Normal-User der Spezies Tastatur-Virtuosen zuzuordnen ist. Ich meine: Nein.

stanley cup
00
3.12.2011, 20:46

Nein. Ein lernender Mensch entwickelt sich eben weiter und bleibt nicht auf immer und ewig in alten Mustern hangen :)

Gefährliches Halbwissen
00
3.12.2011, 21:00

Wenn für mich die "alten Muster" aber signifikant effektiver sind als die aufgezwungenen Neuen, bleibe ich gerne und aus Überzeugung in den "alten Mustern" hängen.

Aber mal nüchtern betrachtet: Wir beiden haben eben zwei unterschiedliche Navigations-Vorlieben. Und das Schöne an der GS ist, dass sie auf Grund der Extensions für UNS BEIDE eine gemeinsame Heimat bietet. Ist doch toll, oder? :-)

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