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Zum Teilergebnis der ersten Runde der Parlamentswahlen in Ägypten gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Bei diesem ersten Wahlgang wurde vor allem in jenen Provinzen gewählt, in denen die Islamisten besonders stark sind. Das gilt ganz besonders für die salafistische Nur-Partei, die die Muslimbrüder wie einen lauwarmen Verein aussehen lässt. Sie ist eher ein lokales Phänomen. Andere Landesteile haben auch ihre Salafisten, aber diese dürften nicht so stark sein.
Die schlechte Nachricht: Die veröffentlichten Resultate beziehen sich ja auf die Personenlisten (um Stichwahlen zu ermöglichen). Die Parteilistenergebnisse der ersten Runde, die erst im Jänner kommen, werden für die Islamisten noch besser ausfallen, da haben Unabhängige und Vertreter kleinerer Gruppen noch weniger Chancen.
Warum so viele Ägypter und Ägypterinnen die Islamisten wählen? Sie sind ungetestet - und das hässliche Gesicht von Mubaraks Polizeistaat war säkular. Wenn sie keine Wunder vollbringen, dann werden sie wieder abgewählt. Sorge ist dennoch angebracht, denn eine islamistische Verfassung - das nächste Parlament wird sie schreiben - wird man schwer wieder los. Mit zwei großen islamistischen Blöcken - Muslimbrüder und Salafisten - gibt es, anders als in Tunesien für Ennahda, einen Wettbewerb in Sachen Islam. Und der säkulare Teil des Tahrir-Platzes - das lässt sich nicht leugnen - hat vom Wähler wenig Auftrag. (DER STANDARD, Printausgabe, 2.12.2011)
Warum wir nicht "Muslimas" schreiben? Es heißt "Musliminnen" und "Muslimin"
Ohne Schwindeln wäre er durchgefallen. Ein Wissenschafter grübelte jahrzehntelang, wie sein Leben verlaufen wäre
Die Lage wird immer verwirrender, die Meinungen gehen auseinander
Überwältigend ist der Sieg für die Proponenten der Verfassung, die neue islamistische Elite Ägyptens, nicht
Nicht völlig überraschend bewegen sich die ägyptischen Wähler und Wählerinnen ungefähr auf den Spuren der Präsidentschaftswahlen im Juni
Al-Kaida/Nusra hat von den Fehlern im Irak gelernt
Morsi hat der Verfassung den Weg zum Referendum freigeschossen
Die Wunde der vergangenen Tage wird jahrelang, wenn nicht jahrzehntelang offen bleiben
Nicht die gesamte Justiz steht gegen Morsi und schon gar nicht gegen eine islamische Gesellschaftsordnung
Wenn der wiederbelebte israelische Bebauungsplan umgesetzt wird, schließt sich für Israel und die Palästinenser das Fenster für eine Zweistaatenlösung
Die Aufregungen und Übertreibungen auf beiden Seiten werden abklingen, und die Anerkennung Palästinas als Beobachterstaat in der Uno-Vollversammlung wird eine weitere Episode auf einem Weg der Hoffnungen und des Scheiterns sein
1400 Jahre Stillstand reichen wohl nicht und europäische Mittelalter zählt wohl auch nicht, weil das ja eine andere Religion war und Christentum ja komplett andere Werte vertritt als der Islam!
Man muss schon unglaublich politisch korrekt sein um dieser Ignoranz Manufaktur neutral oder sogar wohl wollend gegenüber zu stehen!
Autoritäre dogmatische Ideologien wurden über die ganze Menschheitsgeschichte getestet und sie sind durchgefallen! Wir müssen nicht so tun als ob wir nicht wüssten wie das Ergebnis aussehen wird. Die Werte der Aufklärung und der wissenschaftlichen Methode waren und sind die einzigen Werte die Gesellschaften je aus ihrer Misere empor gehoben haben
war das Ergebnis voraussehbar. Ägypten wird über kurz oder lang eine weitere Revolution benötigen, nämlich die, das islamistische Regime das gerade demokratisch gewählt wird, abzuschütteln.
Wer immer noch glaubt dass es den Menschen in Zukunft mit einer islamistisch geprägten Regierung/Verfassung besser gehen wird als vorher, darf sich gerne an anderen Staaten gleichen Gepränges orientieren.
Die Hoffnung stirbt zuletzt, so sagt man, viel Hoffnung gibt es aber nicht, die noch sterben kann.
Schade dass eine gute Ausgangsposition, von religiös verblendeten Menschen, zunichte gemacht wird. Ich hätte den Ägyptern, nach langen Jahren einer Diktatur, eine Verbesserung gewünscht.
Die ägyptische Verfassung basiert auch jetzt schon auf dem Islam. Die Muslimbrüder werden sie nicht radikal verändern.
Vielmehr wird der Islam vor allem in den Institutuionen und symbolisch eine noch größere Rolle spielen.
Für Frauen wird es unter den Muslimbrüdern nicht schlechter werden. Sie sind Teil der Bewegung, nur ganz oben will man sie (noch) nicht sehen.
Die Salafisten dagegen ...
aber deren Erfolge bleiben - wenn Gott will - auf diese Wahl beschränkt.
das kommt darauf an, welchen minimalstandard man ansetzt. frauen in der musllimbruderschaft haben schon geäussert, dass alleinerziehende mütter nicht in die gesellschaft passen, was kann man daraus schliessen ? dass es frauen zumindest nicht schlechter gehen wird, sicher nicht ! und schon gar nicht, dass es frauen vielleicht besser gehen wird - da sei allah vor !
davon abgesehen gibt es eine säkulare oberschicht und auch sonst jede menge ägypter/innen, die bereits jetzt eine verschlechterung im gesellschaftlichen zusammenleben sehen - auf welchem planeten leben sie denn ?
in einer demokratie gewinnt die stärkste partei.
und wenn dann in islamischen ländern die islamisten gewinnen ist das geheul wieder riesengross.
da hätten wir westler dann gerne wieder diktaturen die zwar auf die menschenrechte pfeifen aber sekulär sind.
die können in ihren Ländern wählen wen sie wollen, das sollten sie dann aber auch selber ausbaden.
Deshalb keine Wirtschaftshilfe und rigorose Abschiebung von Wirtschaftsflüchtlingen.
Wenn Saudi Arabien die Fundamentalisten unterstützt, sollte es sich auch um die restlichen Probleme dort kümmern.
Urlaub können wir dann bei den Griechen machen, die leben auch von Touristen.
wie schon bei den prognosen befürchtet, die islamisten übernehmen ägypten, wobei die moslembrüder richtig eingeschätzt wurden, aber die salafisten unterschätzt wurden
gemeinsam wahrscheinlich über 60%
der einzige übers knie gebrochene vegleich wäre in europa mit chauvinisten und rassisten
fidesz und jobbik, allerdings steht denen kein militär gegenüber
Frau Harrer kennt sich aus im Orient. Was ist konkret das Programm der Moslembrüder, was der Salafisten? Wieviel Körperverhüllung, wieviel Geschlechtertrennung schwebt ihnen vor? Nur z.B. Dieselben Fragen bitte auch an unsere IslamvertreterInnen in Ö und D.
Ja, das Elend dieser Wähler - sie wählen einfach immer mal wieder die Falschen! Um dem vorzubeugen, hat der Mensch bekanntlich die Dikatatur erfunden. Das wiederum passt aber Frau Harrer und dem "Westen" nicht - warum auch immer (allgemeine Menschenliebe? gute Erziehung?). Vermutlich glauben sie, bei uns Christen würden die depperten Wähler bis zum jüngsten Tag treudoof die alten Parteien wählen, selbst dann, wenn die meisten von unter zwei Euro pro Tag leben müssten?
Waeren Sie nicht besorgt, wenn in Oesterreich z. B. die FPOE die absolute Mehrheit bekaeme und eine rechtsradikale Partei das zweitbeste Ergebnis haette?
Dass man das nur zaehneknirschend akzeptiert, heisst nicht, dass man sich eine Diktatur wuenscht.
Auch sie werden sich anhand von Ergebnissen messen lassen müssen und mit "Islam ist die Lösung" lässt sich zwar gut Wahlkampf betreiben aber wenig Politik machen.
Sie sind größtenteils noch inkompetenter als ihre Gegner und wenn sie versuchen einen islamischen Staat zu machen, werden sie politisch und wirtschaftlich nur erreichen sich damit selbst zu zerstören.
Sie setzen dabei voraus, dass es da eine etablierte Demokratie gäbe. Die gibt es aber nicht - und die Spielregeln der Verfassung werden erst gemacht (und anders als in Tunesien könnten die Klerikalen hierbei u.U ohne Partner auskommen).
Wirtschaftliche Zerstörung führt nur zu weiterer Radikalisierung, wo nicht Krieg - und wenn die Muslimbrüder versagen, werden in einem weiter demokratischen Rahmen (es kann aber durchaus auch zu einer neuen jahrzehntelangen Quasi-Diktatur kommen) eher die Salafisten die WählerInnen abschöpfen, nicht die Liberalen.
Was für die FPÖ in Österreich gilt, muss nicht für Ägypten gelten.
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abgesehen davon, dass sich die blaunen in der regierung als - ich drück's mal gelinde aus - vollkommen imbezil erwiesen haben, und trotzdem - oder gerade deshalb (weil sich der durchschnitzösterreicher gut damit identifizieren kann) immer wieder gewählt werden, und von wahlerfolg zu wahlerfolg eilen.
aber vielleicht liegt's ja auch nur an der spektakulären inkompetenz der "mitbewerber", welche für viele Österreicher die blaunen offenbar nicht GAR so erbärmlich dastehen lässt.
in jedem fall: offenkundige unfähigkeit ist ganz offensichtlich kein grund, nicht wiedergewählt zu werden. ob in Ö oder Ä oder sonstwo ...
1. Wie in Harrers leider kurzen Artikel erwähnt: das neue Parlament wird eine neue Verfassung schreiben - und die wird man schwer wieder los - auch wenn diese allzu islamistisch ausfallen sollte.
2. Nur weil es jetzt freie Wahlen in Ägypten gibt, heißt das ncoh lange nicht, dass das zur Tradition wird - es wäre denn eine neue. Bei demokratischen Anfängern haben Machthaber so einen unangenehmen Hang, zu bleiben ohne allzu faire Wahlen alle 4 bis 6 Jahre.
3. In einer Legislaturperiode kann ganz schön viel angerichtet werden und es kann passieren, dass die gewählten Parteien, falls es ihnen an Kompetenz mangelt, nicht nur sich selbst, sondern auch den Rest der Bevölkerung massiv und auf Jahrzehnte schaden.
Kann man in Ägypten etwa keine Informationen über die Zustände im Iran, in Saudiarabien oder ähnlichen Ländern erhalten? Die Brüder sid doch überall gleich sobald sie an der Macht sind, und das sollte inzwischen wohl wirklich jeder wissen.
das ist doch nicht zu vergleichen. im iran und saudiarabien gibt es keine muslimbrüder bzw. regieren und diktieren sie nicht. das sind vollkommen unterschiedliche verhältnisse!
in europa wird das wort islamismus total undifferenziert verwendet und sobald es fällt machen sich alle in die hosen. dann hört man nurmehr scharia, christenverfolgung, etc. tatsächlich haben wahrscheinlich die meisten keine ahnung vom parteiprogramm.
hier ein link der mehr aufschluss gibt:
http://www.faz.net/aktuell/f... 641086.htm
ich will jetzt nicht sagen, dass das alles super ist, ich bin auch nicht gerade begeistert vom ergebnis, aber man muss stets differenzien um die lage bewerten zu können!
und bei uns heißt es immer über die eingewanderten Moslems, da wären die Islamisten nur eine verschwindende Minderheit.
Ich glaube nicht mehr daran.
Der Islamismus ist auch bei uns vorhanden und wir sollten die Gefahr ernst nehmen.
Sollen die Araber in ihren Heimatländern machen was sie wollen, aber nicht hier in Österreich!
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