Vier von zehn Kindern tragen zu kleine Schuhe

1. Dezember 2011, 17:11
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    foto: apa/michael sohn

    Mehr als 90 Prozent der Größenangaben sind falsch.

Füße von 9.245 Drei- bis Sechsjährigen im Burgenland wurden gemessen - Schuhe im Handel nicht richtig ausgewiesen - Messstreifen als Hilfsmittel für Eltern

Eisenstadt - Vier von zehn Kindern im Burgenland tragen zu kurze Straßenschuhe, bei 59,4 Prozent sind sogar die Hausschuhe zu klein. Das hat eine Studie des Forschungsteams "Kinderfüße-Kinderschuhe" in Zusammenarbeit mit der Burgenländischen Gebietskrankenkasse (BGKK) ergeben, die am Donnerstag in Eisenstadt präsentiert wurde.

Im Frühjahr und im Sommer hatten Kindergartenpädagoginnen die Füße von 9.245 Kindern gemessen, die eine Betreuungseinrichtung besuchten. "Mädchen tragen deutlich häufiger zu kurze Straßen- und Hausschuhe", erläuterte Wieland Kinz vom Forschungsteam die Ergebnisse. Mehr als 90 Prozent der Größen seien zudem falsch angegeben. "Interessanterweise sind die Kinderschuhe immer kürzer, nie länger", so Kinz. Der Grund dafür dürfte ein technischer sein: "Der Schritt der Qualitätskontrolle wird bis dato nicht durchgeführt." Weltweit gebe es in etwa vier Systeme, die im Schuhhandel angewendet werden, jedoch keine gesetzlich bindende Norm.

Im Rahmen des Projekts entstand ein kleiner Papierstreifen mit der Bezeichnung "plus12fit". Damit können die Füße und die Innenlänge der Schuhe gemessen werden. Als Partner beteiligten sich auch das Kindergartenreferat der Landesregierung und die Wirtschaftskammer.

Gefährdeter Großzehenwinkel

Bei den Messungen wurden fast 95 Prozent der Drei- bis Sechsjährigen im Burgenland erfasst, so die emeritierte Universitätsprofessorin Elisabeth Groll-Knapp. Schon bisherige Studien hätten gezeigt, dass - im Hinblick auf den Einfluss von zu kleinen Schuhen - nur mehr rund 24 Prozent aller Kinder gesund entwickelte Füße hätten. "Es besteht eine enge Korrelation zwischen zu kurzen Schuhen und den Veränderungen der Kinderfüße, im Speziellen des Großzehenwinkels", erläuterte Groll-Knapp. Mit der Zeit drehe sich die Großzehe ein, was oft Operationen notwendig mache.

"Ein großer Punkt, warum die Kinder zu kleine Schuhe tragen, ist der, dass die Schuhe einfach nicht richtig ausgewiesen sind", so Groll-Knapp: "Das ist ein großes Problem, weil die Eltern orientieren sich immer wieder an der Schuhgröße." Versuche, über den Handel eine Verbesserung bei den Größenangaben zu erreichen, funktionierten kaum. Deshalb müsse man bei der Information der Eltern und in den Schulen ansetzen. Dies geschehe sowohl schriftlich als auch praktisch mit Messtagen. Tipps für Eltern hat das Forschungsteam in einem Folder zusammengefasst. (APA)

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18 Postings
oblomow II
00
das sind die bauernkinder

die bekommen absichtlich zu klerine schuhe, damit sie frühzeitig das jammern lernen ...

schuhbändel
00
3.12.2011, 10:53
Krampf Kinderschuhkauf

Verwende auch das plus12 und seitdem ist der Krampf beim Kinderschuhkauf vorbei.

Senftube
01
2.12.2011, 08:54
ein Hoch auf das Plus12!

Es ist zwar kein Papierstreifen sondern ein Maßbandl mit "Eckführung", aber trotzdem:

ohne Plus12 gehe ich niemals Schuhe kaufen. Denn nicht bei allen Schuhen ist die Sohle herausnehmbar (zB Converse, Eislaufschuhe...).

Wennst da nachmißt, kommst aus dem Staunen manchmal nicht mehr heraus: Draufstehen tut zB 35, und drinnen ist 33...

Es ist ein Jammerspiel.

Das gute plus12 gibts übrigens hier:
http://www.kinderfuesse.com/plus12.htm

Spucks
00
3.12.2011, 11:18
"Denn nicht bei allen Schuhen ist die Sohle herausnehmbar"

Solche Schuhe kaufe ich aus Prinzip nicht. Die Hersteller haben gefälligst dafür Sorge zu tragen, dass Eltern problemlos, einfach und kostenlos messen können, ob dem Kind der Schuh ordentlich passt. Tun sie das nicht, kriegen sie für so einen Schuh sicher kein Geld von mir.

wiiha
00
1.12.2011, 23:21

unter Al Bundy hätt's des net gebn :)

TomTom33
00
1.12.2011, 20:40
Wird wohl eher daran liegen

dass viele immer noch die schuhe der geschwister kriegen.

waniwiadawödua
33
1.12.2011, 19:35
hauptsächlich bauernkinder..

...damit sie das jammern von klein auf lernen.

Pedro Hofmann
00
1.12.2011, 18:08
Die Realität sind leider 70 - 90% zu kleine Schuhe!

Das veranschaulicht seit jeher der bekannte Wiener Podologe Peter Schleifer! Die Eltern wissen meist nicht, dass die meisten (fast alle) Fußfehlstellungen ERWORBENE Fussfehlstellungen durch falsches Schuhwerk sind.

Hier geht es zu einem ausführlichen Bericht inklusive VIDEO.
http://www.gesundheitsberatung.at/podologis... nderschuhe

und dann am besten direkt auf http://www.peterschleifer.at

Ich habe selbst gerade eine Tochter bekommen und mit Sicherheit werden wir darauf enorm achten. Auch wir tragen podologische Schuhe und es ist phantastisch.

Neuer Nick neues Glück
09
1.12.2011, 17:47

Die Einteilung
derStandard.at > Gesundheit > Krankheit > Kinder
ist übrigens Weltklasse.

Neuer Nick neues Glück
11
1.12.2011, 17:46

Meine Eltern haben bei mir damals einfach die Zehen in den Schuhen ertastet. Per Daumendruck.
Aber wir hatten damals auch noch kein Internet, vermutlich funktioniert das heute gar nicht mehr.

Senftube
00
2.12.2011, 08:47

also ich bin entweder zu blöd für die daumendruckvariante oder sie taugt doch nichts.

denn die dünnen zehen meines kindes spüre ich unter der zehenkappe des schuhs *nicht*. nicht ein bisschen.

abgesehen davon, daß kinder die angewohnheit haben, in diesem moment die zehen einzu"rollen".

Totaler Durchblicksstrudel
01
1.12.2011, 22:41

Wie Spuck schon sagt: das ist zu gefährlich und soll unbedingt vermieden werden. Nur Schuhe kaufen, bei denen sich die Sohle (oder Einlage, wie das auch immer heißt) raus nehmen lässt. Vor der großen Zehe soll immer mindestens ein Finger Platz haben. Also beim Kauf drauf achten, dass Kinderfüße sehr schnell wachsen und daher noch ausreichend Platz zu dem einen Finger ist. Die Kinder die Schuhe unbedingt Probe tragen lassen - auch wenn das einige Verkäufer nicht gerne sehen - und dabei auf den Bewegungsablauf beim Gehen und Laufen achten.
Alle zwei, spätestens drei Monate die Sohle raus nehmen und auf den Finger breit Platz kontrollieren!

Spucks
02
1.12.2011, 18:38

Das machen heute auch noch viele, sogar "Spezialisten" in Schuhgeschäften ... und genau das ist wohl auch ein bedeutender Grund für das Problem. Kinder, vor Allem kleine, ziehen sehr häufig die Zehen ein, das passiert unbewusst, und man erfühlt somit was Falsches.
Ich kaufe für mein Kind prinzipiell nur Schuhe, bei denen man die Sohle rausnehmen kann. Da stellt sie sich dann drauf und ich kann ganz genau sehen ob die Länge und Breite passen.

Pedro Hofmann1
11
1.12.2011, 20:37
Daumenmethode ist gut, aber nicht genug

Sie haben Recht, die Großzehe braucht nach vorn viel Spielraum, damit das Großzehengelenk nicht gestaucht wird. Es ist eines der wichtigsten Schaniere im Körper.

Die Industrie baut aber vor allem zu breite Schuhe, damit sie möglichst vielen Menschen passen und bequem zu tragen sind. Der Fuß verliert die Führung, verbreitert sich und das Hohlgewölbe senkt sich ab. Folge: alle möglichen Fußfehlstellungen die dann Hüftprobleme und Kreuzschmerzen verursachen.

Spucks
01
2.12.2011, 09:49

Also warum zu breite Schuhe schaden sollten verstehe ich jetzt nicht ganz - der Fuß braucht ja keine Stütze neben um kein Plattfuß zu werden, das schafft er schon ganz alleine, immerhin ist barfuß gehen immer noch das Gesündeste für den Fuß.

Pedro Hofmann1
00
2.12.2011, 09:59
Der zu breite Schuh

Barfuß gehen wäre das Beste - richtig. Aber warum ein breiter Schuh schlecht sein soll ist schnell erklärt.

Ich habe es mir rausgesucht. Entweder dieser Link: http://www.peterschleifer.at/das-schuhwerk

oder zu einer Detailerklärung dieser Link:
http://www.gesundheitsberatung.at/fussfehls... che-schuhe

Pedro Hofmann1
00
2.12.2011, 10:43
Blockade Großzehengelenk - bei mir wurde daraus eine Arthrose

weil ich unwissend zu breite und kurze Schuhe trug (Gr. 41-42) kam es zur Stauchung der Großzehe und sie konnte nicht richtig abrollen.
Ich trug auch eine Zeit orthopädische Einlagesohlen, die aber alles nur noch schlimmer machten, da sie die meine Fehlstellung nur unterstützten, aber nicht korrigierten.

Heute bin ich in der Regel Beschwerdefrei.
Durch Zufall kam ich zum Podologen. Er erkannte exakt das Problem mit einer ausgiebigen Untersuchung. Die podologischen Therapiesohlen stimulierten meine Sohle und die passende Schuhe sorgten für Führung. Nach ca 2 Monaten war es super und nach 1 Jahr die Fußfehlstellung nicht mehr messbar!!! Hier zum Video der Untersuchung: http://youtu.be/zP4EPuf8Sgg

Pedro Hofmann1
00
2.12.2011, 10:45
was vergessen

sorry - heute trage ich Gr, 45-46! Hätte ich nie gedacht.

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