Eine Fahrradgarage für Mariahilf

4. Dezember 2011, 16:27
  • Mehr als 55 Prozent der Rückmeldungen zeugten von Unzufriedenheit mit 
den Fahrradabstellplätzen, ganze 15 Prozent gaben den Mangel an Abstellplätzen als 
Grund an, nicht mit dem Rad zu fahren.
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    Mehr als 55 Prozent der Rückmeldungen zeugten von Unzufriedenheit mit den Fahrradabstellplätzen, ganze 15 Prozent gaben den Mangel an Abstellplätzen als Grund an, nicht mit dem Rad zu fahren.

  • Leerstehende Ladenlokale oder Erdgeschoßwohnungen bieten sich als Fahrradgaragen an.
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    foto: stadtland

    Leerstehende Ladenlokale oder Erdgeschoßwohnungen bieten sich als Fahrradgaragen an.

  • Aber auch für freie Flächen in der Stadt wurden Modelle entwickelt.
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    foto: stadtland

    Aber auch für freie Flächen in der Stadt wurden Modelle entwickelt.

Wohin mit dem Fahrrad? Der chronische Mangel ans Abstellplätzen brachte ein Forschungsteam dazu, sich der Entwicklung von Fahrradgaragen in dicht bebauten Stadtvierteln zu widmen

Das Problem ist bekannt: Gerade in Altbauten findet sich oft kein Platz zum Abstellen von Fahrrädern. Das Rad muss auf der Straße geparkt werden, wo es Vandalismus, Diebstahl und Wettereinflüssen ausgeliefert ist. Der chronische Mangel an Abstellplätzen - sei es am Wohn- oder am Arbeitsort - hat Alltagsradler Herbert Bork und seine Kollegen vom Raumplanungsbüro stadtland auf eine Idee gebracht: die Entwicklung einer Wiener Fahrradgarage.

Gemeinsam mit den Architekten Halbritter & Hillerbrand und dem Fachbereich Soziologie an der Technischen Universität Wien entwickelte man ein Konzept, das urbanen Radlern gesicherte "Parkplätze" gewährleisten soll. Dieses wurde mit dem zweiten Platz "Die Stadt 2020″ der Technologieagentur der Stadt Wien sowie einem Budget zur Weiterentwicklung honoriert. Das Forschungsprojekt "Fahrradgaragen in dicht bebauten Stadtvierteln" war geboren.

Verhinderte Radfahrer durch Mangel an Abstellplätzen

Eine Bedarfsermittlung im 6. Bezirk brachte folgendes Ergebnis: Mehr als 55 Prozent der Rückmeldungen zeugten von Unzufriedenheit mit den Fahrradabstellplätzen, 60 Prozent vom Interesse an der Nutzung einer Fahrradgarage. Ganze 15 Prozent gaben den Mangel an Abstellplätzen als Grund an, nicht mit dem Rad zu fahren. Was die Radoffensive in Wien betrifft, könnten Radabstellanlagen also einen wesentlichen Beitrag für die Erhöhung des Radverkehrsanteils leisten.

"Einen ähnliche Projektvorschlag hatten wir bereits Stadtrat Rudi Schicker vorgelegt", erzählt Alec Hager von der IG-Fahrrad (IGF), die das Projekt mit inhaltlichem Input unterstützt hat und auch künftig Mithilfe bei der Umsetzung anbietet. "Für die tägliche Radnutzung ist es wichtig, dass das Rad sicher und nahe steht, ohne dass man Kellerstiegen als Hürden oder die Furcht vor Diebstahl ertragen muss."

Niedrige Nutzungsgebühr - aber nicht gratis

"Bei entsprechender niedriger Nutzungsgebühr, praxisnaher Ausgestaltung und guter Betreuung, werden Radgaragen in Wien sicher angenommen, ist Alec Hager überzeugt: Den Bedarf zeigen alleine schon die dauer-zugeparkten Radbügel und Blumenrabattengeländer in den Innenstadtbezirken."

Zwischen zehn und 15 Euro im Monat kann sich der Großteil der befragten Anrainer vorstellen, für die Abstellmöglichkeit aufzuwenden. Kostenlos gibt es die Fahrradgarage nicht, gilt es doch, solange keine finanzielle Förderung seitens der Stadt Wien hereinkommt, die Miet- und Nebenkosten abzudecken. Projektleiter Herbert Bork. "Es geht vorerst auch weniger um das kurzfristige Abstellen des Fahrrades, etwa während des Einkaufens, sondern um das längerfristige Abstellen, über Nacht oder während der Arbeit". 

Schwierige Suche nach Mietobjekt

"Je mehr man sich in Richtung Innenstadt bewegt, umso dichter verbaut ist der öffentliche Raum. Es gibt weniger freie Innenhöfe, mehr Stufen und weniger Abstellmöglichkeiten", stellt Bork fest. Weshalb der 6. Bezirk für das Pilotprojekt bestens geeignet ist. Auch wenn sich dieser mittlerweile als schwieriger Bezirk herausgestellt hat.

Leer stehende Ladenlokale und Erdgeschoßwohnungen wären ideale Standorte für Fahrradgaragen. Hohe Mietkosten und geringe Verfügbarkeit gestalten die Suche allerdings schwierig. "Ohne öffentliche Förderung wird daher ein flächendeckendes Angebot an sicheren Radabstellanlagen nur schwer umsetzbar sein", weiß Bork. Dennoch, bis Anfang 2012 soll eine erste Radgarage in Mariahilf entstehen, in der Anrainer ihren Radabstellplatz anmieten können.

Nutzung zukünftiger Radgaragen

Aber nicht nur in Häusern, sondern auch auf freien Flächen in der Stadt sollen Radgaragen entstehen und nicht nur den Radlern sondern auch der Stadt längerfristig einen Mehrwert bieten.

Und wie schaut es mit Abstellmöglichkeiten für kürzere Aufenthalte unterwegs aus? "Längerfristig sollen in den zukünftigen Radgaragen auch Abstellplätze für kurze Aufenthalte angeboten werden, die für alle Mieter über eine universale Zugangsberechtigung benutzbar sind", plant Bork. "Dafür braucht es ein Netz, das ohne Stadt Wien nicht möglich ist, aber beim Carsharing hat es ja auch funktioniert."

Dass Fahrradgaragen auch in Wien funktionieren können, belegt Alec Hager von der IGF anhand seiner eigenen Erfahrungen: "Radgaragen oder -stationen gibt es in verschiedensten Varianten weltweit. Persönlich kenne ich viele große Radstationen in Radländern wie den Niederlanden, der Schweiz, Dänemark oder Deutschland. Darüber hinaus bewachte Radgaragen in Kuba, oder betreute strohgedeckte Radparkplätze vor marokkanischen Schulen. Mit einem Netz von geförderten Anrainer-Radgaragen im Altbau könnte Wien zum vielbeachteten Vorreiter werden." (Eva Tinsobin, derStandard.at)


>> Fahrradgarage in Bordeaux

>> Fahrradgarage in Barcelona

Wer eine von der Straße aus zugängliche Räumlichkeit im 6. Bezirk zu vergeben hat, die sich als Fahrradgarage eignen könnte, möge sich unter www.meinefahrradgarage.at melden.

Über den Blog meine Fahrradgarage kann man Informationen zum Projekt beziehen und erste Schritte auf dem Weg zu einer eigenen Fahrradgarage setzen.

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zuerst einmal sollte es verpflichtend sein, dass es in jedem haus ausreichend radabstellplätze gibt. wenn schon ned überdacht, dann zumindest irgendwas, wo man sein radl vernünftig anhängen kann.

Die Wirtschaftlichkeit ...

eines Radgaragenplatzes kann über den Umweg der Diebstahlsversicherungen kommen. Die Versicherungen werden ganz sicher geringere Prämien berechnen; beim Auto ist das heute schon so.
Auch der Aufwand zur Raderhaltung/Radpflege wird geringer; da werden die Kosten für einen Radgaragenplatz bald geringer sein.
Jetzt fehlt nur ein wirtschaftlicher Produktplan, eine nicht vermietbare, ebenerdige Hausfläche in Radgaragen umzugestalten.
Und sollte die Stadt das noch fördern (das wäre wohl angemessen), dann würde das störene Radparken an allen möglichen Stellen bald reduziert werden.

"...Dieses wurde mit ... einem Budget zur Weiterentwicklung honoriert."
"Ohne öffentliche Förderung wird daher ein flächendeckendes Angebot an sicheren Radabstellanlagen nur schwer umsetzbar sein"
dann noch einen radgaragenbeauftragten und wir müssen halt irgendwelche gebühren ein bisserl anpassen. ob am end die wählerInnen wieder zu blöd sein werden, den intellektuell so überaus anspruchsvollen kurs der grünen mit stimmen zu honorieren?

Fahrradgaragen statt Kepab-Buden!

Kepab-Buden heischen nicht nach öffentlichen Förderungen.

Je weniger Radfahrer, umso besser für die Fußgänger.

Erst wenn die Radfahrer zivilisiert sind, kann man über Garagen reden.

Wenn die Fußgänger schauen würden,

wenn sie die Straße überqueren, an einer Stelle, wo weit und breit kein Fußgängerübergang ist, könnten wir darüber reden, aber da gehen sie nach Gehör. Das kann auch zu wirklichen Problemen führen, da man die ULF-Straßenbahn wirklich nicht hört.
Ausserdem sollten die Fußgänger auch mal schauen, ob sie sich auf einem Radweg befinden, aber es sind ja nur die Radfahrer die A-löcher, wer's glaubt wird selig.

sie armer, das muß schon sehr weh tun!

In meinem Bekanntenkreis kenne ich nur Menschen die durch Autos verletzt oder getoetet worden sind. Auch wenn die Boulvardzeitungen (wegen der Inserate der Autohaendler) noch so gegen die RadfahrerInnen polemisieren, die Gefahr geht von den AutofahrerInnen aus. Permanent werden von diesen die Verkehrsregeln gebrochen (telefonieren waehrend der Fahrt, fahren bei Rot, ueberhoehte Geschwindigkeit, sogar Kindern wird am Zebrasteifen der Vorrang genommen,......)

immer

diese Sche... Verallgemeinerungen.
Idioten gibt es in allen Bereichen.

schon,

aber ein idiot kann mit einem auto mehr schaden anrichten als mit einem radl, ich glaub das steht wohl außer frage

Ich habe überhaupt nichts über Autofahrer gesagt.

Das ist wiedermal die Fixierung der Radfahrer auf das stärkere Auto, die nicht einsehen wollen, dass ihre winzige Minderheit nicht der wichtigste Verkehrsteilnehmer ist, sondern der FUSSGÄNGER. Der ist für Radfahrer natürlich uninteressant. Der ist ja schwächer. Der soll sich schleichen, wenn ein Radfahrer klingelt.

kaum ein Radfahrer ist nicht auch Autofahrer/-besitzer. Er verhält sich nur vernünftiger, daß er sein Auto innerstädtisch nicht benutzt.

schon ziemlich krampfhaft beim klang einer radlglocke 'schleich di' zu hoeren..

ja, vor Allem, wenn man am Radweg herumtorkelt ...

schon ziemlich krampfhaft beim klang einer radlglocke 'schleich di' zu hoeren..

stimmt ...

... täglich die meldungen von schwer verletzten und getöteten fußgängern, oder halt - waren das doch die autofahrer ? ... hmmm ...

Die Lebensqualität beginnt deutlich vor Verstümmelungen.

Es reicht schon, dass man auf Gehsteigen plötzlich auf seine Kinder aufpassen muss, weil permanent Radfahrer klingelnd daherkommen und sich erwarten, dass sich die Fußgänger schleichen.

ned auf seine kinder aufpassen wollen,

so hammas schon gern. hoffentlich rennens nie auf einmal auf die straße, während ma grad ins narrenkastl schauen

geisterfahrer

wenn sie am "gehsteig" permanent angeklingelt werden, sind sie wahrscheinlich am radweg.

ist ja wie der blöde witz mit den tausenden geisterfahrern ;)

ich kann mich nur wiederholen:
Gehsteigradler / Radweghatscher = 1 / 20 ....

eigentlich sollte man doch generell auf seine kinder aufpassen nicht nur wegen den bösen radfahrern. abgesehn davon- wenn man mit dem rad herumfährt trifft man wohl eher mehr fussgänger die auf radwegen ihr unwesen treiben als umgekehrt- und wissen sie was - mir macht das gar nix aus- denn diese leute haben meist keine abartig bösen hintergedanken, sind selten verachtenswerte rowdies oder sonstige idioten. sie haben ebenso wie ich halt keinen stock im a - das macht das manoevriern leichter.

pass nur auf dass dich niemand totklingelt

öffentliche förderung

für radgaragen? diese statt dreht wirklich komplett durch! (und genauso absurd finde ich die öffentliche förderung von autogaragen)

ich

finde es eher absurd, was sie absurd finden.

bei einer steuerquote von 60 prozent, ist eine förderung geradezu das normalste der welt.

bei 30 prozent steuersatz wäre ich bei ihnen!

öffentliche förderung

für radgaragen? diese statt dreht wirklich komplett durch! (und genauso absurd finde ich die öffentliche förderung von autogaragen)

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