36 essenzielle Enzyme

Schwachstelle des Malaria-Erregers entdeckt

1. Dezember 2011, 19:15

Internationales Team hofft auf Medikament, das gegen Botenstoffe wirkt und das Plasmodium falciparum abtötet

Lausanne/Leicester - Im Kampf gegen die Malaria sind potenzielle Angriffspunkte für neue Medikamente dringend gesucht. Eine internationale Gruppe von Forschern hat jetzt 85 Botenstoffe genauer unter die Lupe genommen und eine Reihe möglicher Kandidaten identifiziert. Das britisch-schweizerische Team hofft, dass sich diese Schwachstellen ausnutzen lassen, um neue Medikamente gegen die tödliche Tropenkrankheit zu entwickeln.

Die Wissenschafter untersuchten eine Gruppe von Molekülen namens Proteinkinasen. Diese Enzyme befestigen ganz bestimmte Verbindungen an diverse Eiweiße in der Zelle und verändern so deren biologische Eigenschaften. Auf diese Weise sind die Kinasen unerlässlich für diverse überlebenswichtige Vorgänge im Körper.

Ein Team um Christian Doerig von der ETH Lausanne und Andrew Tobin von der Universität Leicester hat nun untersucht, was mit dem Malaria-Erreger Plasmodium falciparum passiert, wenn einzelne Proteinkinasen in ihm nicht mehr arbeiten. Sie stellen ihre Resultate im Fachmagazin "Nature Communications" vor.

36 essenzielle Enzyme

In aufwendiger Arbeit schalteten die Forscher nacheinander jede einzelne von 65 Kinasen in gentechnisch veränderten Plasmodien aus. Es zeigte sich, dass 36 dieser Enzyme essenziell sind für den Parasiten. "Wenn wir diese Proteine abschalten, töten wir den Malaria-Erreger", wird Doerig in einer Mitteilung der Uni Leicester zitiert.

Die Enzyme sind demnach zuständig für diverse lebenswichtige Prozesse: Sie helfen bei der Bildung von Erbgutkopien, beim Eindringen des Parasiten in Blutzellen oder beim Anhaften an der Zelle. Laut den Wissenschaftern gibt es zudem deutliche Unterschiede zwischen Proteinkinasen in Plasmodium und jenen in Menschen.

Suche nach entsprechenden Wirkstoffen

Die Forscher hoffen deshalb, dass sich die Enzyme eignen als Angriffspunkte für Malaria-Medikamente. "Wir fahnden jetzt nach Wirkstoffen, die Proteinkinasen ausschalten", sagte Doerig. "Wenn wir solche finden, haben wir neue Wege, um den Malariaparasiten zu töten."

Weltweit sterben jedes Jahr rund 800.000 Menschen an Malaria. Die meisten sind Kinder in Afrika. Die Krankheit wird ausgelöst von einem einzelligen Parasiten der Gattung Plasmodium, der durch den Stich einer weiblichen Anopheles-Mücke ins menschliche Blut gelangt. (APA, red)

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10 Postings
Asculta
00
2.12.2011, 08:51
Gerade in den Bevölkerungsreichsten Gebieten

Afrikas und Südasien existieren sehr wenige Kläranlagen. Ca. 70% des Abwasser gehen in diesen Regionen ungereinigt wieder in die Flüsse. Die letzten Verbraucher die sich am Flussdelta zum Meer befinden, haben dann nur mehr ein Wasser das einer Kloake gleicht. Die Folge ist, dass dadurch der Organismus geschwächt wird und es vermehren sich die unheilsamen Infektionen. Das verunreinigte Wasser begünstigt dort z.B. Malaria. Man steckte in den vergangenen Jahtzehnten lieber unmengen an Ressourcen in Atomtechnologie und Rüstungsgüter als in den Bau von Kläranlagen in den betroffemem Gebieten. Wäre dies rechtzeitig Erfolgt, dann hätte sich die Situation gleichfalls drastisch verbessert ohne Einsatz von Chemie und wir wären eine grossen Schritt n

Cogito Ergo Dumm
02
2.12.2011, 10:18
Sie liegen falsch

die Anophelesmücke bevorzugt nämlich, anders als die bei uns einheimischen Gelsenarten, sauberes Wasser.

Was aber nicht heißt, dass Abwassersammlung und -reinigung nicht notwendig ist, aber eben aus anderen Gründen (Durchfallserkrankungen z.B.).

Franz Josef Lolinger
00
4.12.2011, 21:01

Sie wird sich anpassen!

Asculta
00
2.12.2011, 19:20
WHO

http://translate.google.at/translate... alaria/en/

dann verbreitet die WHO Falschinformationen nach ihrer Ansicht.

Cogito Ergo Dumm
00
5.12.2011, 09:45
zwischen Ungenauigkeit und Falschinformation liegt ein weiter Weg

Sollten Sie des Französischen mächtig sein:

http://en.impact-malaria.com/iml/cx/fr... DD81221091

oder:

http://devsante.org/base-docu... ectorielle

Siehe Punkt II.1

Martin Müller10
 
10
2.12.2011, 01:32
Das Problem bei Malaria ist nicht die Behandelbarkeit sonder die

Leistbarkeit der Behandlung!

Bluestone
01
2.12.2011, 07:07
leider falsch

Das Problem bei der Malaria sind Resistenzen, die sich immer mehr ausbreiten und die Malaria chronisch werden lassen.

Martin Müller10
 
00
2.12.2011, 09:45
Resistenzen sind nur ein Problem für die paar Touristen, die sich

eine Malaria einfangen. Für die Leute die dort leben sind die Behandlungskosten das Problem. Haben Sie schon mal Lariam als Standby eingekauft? Das ist richtig teuer. Und bezüglich der Resistenzen ist die bei uns gerne empfohlene Prophylaxe so ziemlich das schlimmste was man tun kann.

Bluestone
00
2.12.2011, 10:02
Raptor Jesus
00
1.12.2011, 23:22
Patent drauf und Ende Gelände!

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