Euro-Krise

EU will Bank-Aktionäre kräftig mitzahlen lassen

1. Dezember 2011, 16:05

Nicht nur Steuerzahler, sondern auch Gläubiger wie Aktionäre sollen in Sanierungsfällen "angemessene Verluste erleiden"

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
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Posting 1 bis 25 von 68
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Stoppt den ZENSURWAHN der Politiker - JETZT
00
1.12.2011, 18:22
wenn mir der steuerzahler (was ich im übrigen auch bin)

meine börsenverluste zahlt, zahle ich gerne meinen gewinn dem steuerzahler!

T39
13
1.12.2011, 14:19
Aktionaere kraeftig mitzahlen lassen...

Die Unfaehigkeit der europaeischen Politik, horrende Ausgaben und immer weitere Schulden und das geringe Wirtschaftswachstum sind eigentlich Faktor der Schuldenkrise. Es scheint mir, als wolle man Aktionaere generell verteufeln! Immerhin haben diese Aktionaere auch ein gewaltiges Risiko, Ihr Geld zu verlieren. Es ist immer das Gleiche: wenn das Geld ausgeht (was vorhersehbar war),dann holt man es sich von Habenden unter den komischten Vorwaenden! Der Neid ist schon ein Luder...ist so aehnlich, wenn jemand ins Casino geht - genau...hohes Risiko, es zu verlieren, doch wenn jemand viel Geld gewinnt, dann hatte er/sie es auch verdient!Wo bleibt dann der Staat, wenn ein Aktionaer verliert? Wer spricht dann von Verlustbeteiligung!

José Atento
00
2.12.2011, 11:30
Politiker haben keine Ahnung von Finanzmärkten und sind pure Populisten

Wenn irgendjemand einmal einen Kursgewinn hat, dann posaunen sie gleich populistisch heraus, dass ALLE Aktionäre riesige Kursgewinne machen.

Dass Bankaktionäre schon jetzt 80 - 98% Verluste (vom Hoch) haben, interessiert keinen Politiker. Da kommt keiner und meint, die armen Aktionäre, helft ihnen doch.

Politiker haben diese gesamte Misere mit ihrer unendlichen Schuldenmacherei verursacht. Sie sollten dafür endlich zur Rechenschaft gezogen werden. Doch WO sind die Staatsanwälte? Ahh, die sind weisungsgebunden.

Ein "schönes" System haben die da zusammengebastelt. Da darf jeder straffrei tun was er will. Was sie erreichen wollen wissen wir - möglichst viel in die eigene Tasche stecken zu können.

4311503
00
1.12.2011, 13:18

Irgendwie ist mir nicht klar, wie die Aussagen im Artikel mit den aktuellen rechtlichen Gegebenheiten in Einklang zu bringen sind.

Wieso sollen gleichrangige Anleihen unterschiedlich behandelt werden nur weil die Laufzeit anders ist? Das wäre eine unsachliche Differenzierung und gleichheitswidrig. Abgesehen davon, dass es Banken anfälliger machen würde, wenn ich eine fristenkonforme Finanzierung verteuere.

Auch die Ausnahme für Arbeitnehmer wird es so wohl nicht spielen. Wieder eine unsachliche Differenzierung.

Und was genau ist mit "Aktien einziehen" gemeint. Und wieso soll die FMA das tun und was macht sie mit den Aktien? Wenn man enteignen will, dann soll man das auch so sagen.

Orakel von Lissabon
 
14
1.12.2011, 13:03
"Nicht nur Steuerzahler" ... sollen ... "angemessene Verluste erleiden"

Was ist das eigentlich für eine Rhetorik, die so tut, als wäre eine Schweinerei sondergleichen das natürlichste der Welt?

Um das klarzustellen:
"Der Steuerzahler" hat überhaupt keine Verluste zu erleiden, wenn sich Banken oder wer auch immer verspekuliert.
Und noch viel weniger hat der Steuerzahler einzuspringen, wenn die Verluste durch Betrug entstanden sind.

Wenn der Staat das dennoch tun, dann ist das Veruntreuung oder schlicht und einfach Diebstahl.
Wir müssen die juristische Person "Staat" wegen Veruntreuung und Diebstahl klagen.
Die entsprechenden Gesetze haben sozusagen den Status von Einbruchswerkzeug.

Andreas Prucha
00
1.12.2011, 14:56
Najo, ganz so einfach ists eben nicht. "Geld" ist das Universalwerkzeug der Wirtschaft. Die ganze Realwirtschaft und auch der Staat ist auf ein funktionierendes und sicheres Finanzsystem angewiesen.

Und gerade wegen der Abhängigkeit ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass der Kollaps einer grossen Bank gleich alles mit in den Abgrund reisst. Und da sind wir beim Dilemma: Einfach kollabieren lassen wäre fahrlässig - umgekehrt heisst das aber auch, dass die Aktionäre und Ackermänner in guten Zeiten riesen Boni kassieren, in schlechten Zeiten aber kaum was verlieren, weil der Steuerzahler einspringt. Da gibts keine einfache Lösung. Wahrscheinlich hätte man die Big Player einfach nie so gross werden lassen dürfen oder eben nie privatisieren.

Pierre d´Aubusson
00
14.1.2012, 20:17
...oder nie privatisieren...

Da wärs doch angebracht, eine staatliche Bank zu gründen, die mit der Sicherheit staatlicher Garantie (als Eigenthümer) die einfache Wirtschaftsfinanziereung übernimmt. Das spekulative Geschäft dürfen (ohne staatliche Haftung) die bisherig erfolgreich tätigen Banken machen.
Konkurrenz hat noch nie geschadet.

RS69
 
00
14.1.2012, 21:31

Ganz ehrlich: Würden Sie persönlich jetzt der ungarischen Regierung Geld borgen?

Pierre d´Aubusson
00
14.1.2012, 21:55

Nein.
Aber ungarische Firmen als Lieferanten haben jetzt sicher bessere Chancen. Und so bekommt die Regierung über Steuern doch ihr Geld...

Orakel von Lissabon
 
00
1.12.2011, 16:02
Es gibt schon etwas vergleichsweise einfaches

und das ist ein Insolvenzverfahren.
Vielleicht wollen Sie es nicht wahrhaben, aber das System wird zusammenbrechen, das ist nicht mehr vermeidbar, die Frage ist nur das wann und wie.

Insolvenzverfahren bieten eine Lösung, da sie Schulden auflösen, natürlich zu Lasten der Gläubiger.
Dagegen bewirkt das Verschieben der Schulden von Spekulaten auf Bürger überhaupt keine Lösung, die Schulden insgesamt bleiben gleich.
Warum ein Insolvenzverfahren jetzt besser ist: Der Knall ist zumindest irgendwie begrenzt.
Wenn aber die Lösung des Problems immer wieder verschoben und verschoben wird, dann häuft man quasi Unmengen an Dynamit an, bis dann alles auf einen ganz großen Knall hinausläuft.

schniggschnagg
 
00
1.12.2011, 14:01
Wie bitte?

Wenn Banken sich verspekulieren, sie Gefahr laufen, pleite zu gehen, dann muß der Staat helfen - wie in der Vergangenheit geschehen. Und da springt der Steuerzahler nicht ein?!

Wenn Banken sich verspekulieren und Hunderte Millionen abschreiben und aufgrund des schrecklichen Verlusts keine Steuern zahlen, dann spürt das NICHT der Steuerzahler? Ebensowenig wie die Zusage großzügiger Förderungen an Unternehmen, die Gewinne in Hunderten Millionen machen?!

Betrug: Bitte wer zahlt für Betrug, wenn Bank Burgenland, Hypo, AMS & Co nicht zahlen können?!

Oder habe ich das Ironie-Tag überlesen?!

Orakel von Lissabon
 
00
1.12.2011, 16:07
Es lebe der feine Unterschied:

Wenn es der Wirtschaft schlecht geht, ist das Steueraufkommen auch niedriger, das wissen wir doch alle.
Wir kommen für Versicherungen auf wie die Mindesteinlage, das ist ja auch sinnvoll.
Aber erklären Sie mir einmal, warum man Anleihenbesitzer "retten" soll, warum man betrügerisch erzeugte wertlose Derivate aufkaufen soll. Dort sind die hohen Beträge zuhause, nicht die Mindesteinlagensicherung.
Die haben das Risiko freiwillig auf sich genommen und viele Jahre lang hohe Zinsen lukriert, sorry.

Stoppt den ZENSURWAHN der Politiker - JETZT
00
1.12.2011, 18:22
wenn mir der steuerzahler (was ich auch bin im übrigen)

meine börsenverluste zahlt, zahle ich gerne meinen gewinn dem steuerzahler!

alpenmilch
00
1.12.2011, 12:54

So wie ich diesen Artikel interpretiere geht es um die Einführung eines speziellen Konkursrechts für Banken, das deren Insolvenz ermöglicht, ohne dass sich das Finanzsystem in Rauch auflöst. Das wäre natürlich zu begrüßen.

Chris Quast
00
1.12.2011, 12:47

kann mir wer erklären wie das mit den griechischen papierl geht. muß es da nicht noch käufer geben wenn der zinssatz (kurs) steigt ?

was ist das geschäftsmodell hinter dem kauf von anleihen mit 32% ?!

die werden doch nie mals bedient !

lästermaul
02
1.12.2011, 12:28
börsen abschaffen!?

bitte um argumente,
warum das überhaupt nicht geht bzw.
ob es alternative modelle geben könnte oder schon gibt?

avision
02
1.12.2011, 13:32
Die gläubigen Schuldner; und http://www.youtube.com/watch?v=T... re=related

Yoshi Frey lanciert eine schlüssige und provokante Hypothese: das heutige Schuldgeld wird als eine unbewußte gesellschaftliche Projektion enthüllt, welches mit seinen inhärenten Zwängen die Menschheit in einer selbstzerstörerischen "Matrix" gefangen hält. Es gelingt ihm, die spirituellen Hintergründe dieser Projektion im kollektiven Schatten aufzuspüren und die existentielle Aufgabe der inneren Bewußtwerdung klar zu machen. […] Frey sieht im Prozeß der Selbsterkenntnis den Schlüssel zur Heilung unserer sozialen Gemeinschaft und unserer gestörten Beziehung zur Natur.
Möge dieses Buch uns helfen, eine bessere Welt zu gestalten...

http://www.amazon.de/Die-gläub... 3833433108

kants richtschnur
01
1.12.2011, 21:37
ich schätze yoshi frey, weil er einer der wenigen menschen ist, der religion gänzlich analysiert und auch versteht. jede religion ist ein (fehlerhaftes) ökonomieprogramm. jedes fehlerhafte ökonomieprogramm ist religion.

ein bewusster kulturmensch geht zugrunde in einer fehlerhaften kulturprogrammierung. er braucht nicht optimistisch zu sein, er weiß bescheid um die unmöglichkeit des schuld- und zinsenkultes.

vorstufen dazu wurden erstmals (im letzten jhd) vorallem in großstädten gesichtet, in industrienationen, umgeben von "der bombe", dem kalten krieg.

"neue" religionen, oder doch erkenntnis?

http://www.youtube.com/watch?v=ctuGJNPtDcQ

punks no deAd

die gedanken durchbrachen/durchbrechen das patriarchat, die "göttliche" hierachie.

p.s.: meine lieben damen, ein patriarchat mit einer frau als patriarchen ist immer noch ein patriarchat...

le_concierge
10
1.12.2011, 14:38
Bullshit-Bingo

"Dieses Buch versucht die Frage zu beantworten, warum unser - bei näherem Hinsehen - mangelhaft funktionierendes Geldsystem existieren kann, ohne dass es von den meisten Menschen in Frage gestellt wird."

Vielleicht wissen die meisten Menschen nicht wie Geld entsteht und es interessiert sie auch nicht.

"unbewusste Gesellschaftliche Projektion", "spirituelle Hintergründe im kollektiven Schatten" - Ja klar, wenn ich darüber ein Buch schreiben will darf ein Bisschen Bullshit-Bingo nicht fehlen.

F S 3
09
1.12.2011, 11:58
Wenn wir solche Sprüche hören (die wir v.Politikern eigentlich bereits vor 3 Jahren gerne gehört hätten), u.die koordinierte "Aktion" der weltweit,5 großen Privat-ZBs ansehen sollten wir erkennen, daß die Situation weitaus ärger ist, als öffentlich…

…zugegeben wird.

Wenn wir etwas aus den vergangenen Jahren gelernt haben sollten,ist es die Tatsache,daß den Bürgern immern nur das polierte Armaturenbrett des gebrauchten Finanzvehikels gezeigt u.angepriesen wird,der Rest aber in Decken verhüllt ist.

Und trotzdem sollen wir ihn kaufen.

JEDE Bank dieser Welt ist im Grunde genommen insolvent.-Die Zentralbanken gehören im Grunde genommen aber genau jenen Banken, die da "gerettet" werden sollen.

Wie oft denn noch bis schließlich ein jeder erkennt,daß das SYSTEM nur 1% begünstigt,u.die restlichen 99% alle 99 Jahre ins Elend stürzen muß,damit die 1% wieder u.wieder ihre Lotterie durchziehen können?

Dies ist bloß d.letzte Versuch v.d.Mittelschicht noch etwas an echten Werten z.lukrieren.

Marq
02
1.12.2011, 12:43
Ich denke, dass die durchschnittliche Zeit zwischen den großen Crashes weniger als 99 Jahre beträgt und das Verhältnis von 99:1 nicht ganz korrekt ist.

Vielmehr steht es, zumindest in Europa eher so 97:3, was in etwa auch dem Verhältnis der real gedeckten Geldmenge zur in den letzten Jahrzehnten exponentiell aufgeblähten Geldmenge entspricht. Dass die überschüssige Geldmenge sowohl bei den Krediten, als auch bei den Vermögen gestrichen werden muss, ergibt sich schon aus der Natur des Geldes. Das ist aber der, der Krise in der Eurozone, zugrundeliegende Aspekt, die als Hauptsymptom vielmehr den aus deutscher oder österr. Sicht stark unterbewerteten und griechischer oder ital. Sicht stark überbewerteten Euro hat, was wiederum zu wirtschaftl. Ungleichgewichten und einer verschärften Umverteilung über die Säulen Zins, Steuer auf Arbeit und Steuer auf Produkte von unten nach oben führt.

F S 3
01
1.12.2011, 20:51
Laut Kyle Bass ist das Verhältnis von globalem GDP/Staatsschulden ein wesentlicher Indikator…

…für Krieg:

http://www.businessinsider.com/chart-of-... dp-2011-12

Wenn also das Staatsdefizit das Bruttonationalprodukt um 200% übersteigt wird die Kriegstrommel gerührt.

Im Augenblick liegen wir bei 310%…

1116er
00
1.12.2011, 11:58
eine weitergehende haftung des aktionärs ist generell überlegenswert.

nicht nur im bankensektor.
denn die aktuelle situation ist mE nicht befriedigend:

1. weil sich aktionäre so wenig engagieren, kann eine eigentlich recht kleine minderheit bestimmen, wo es lang geht. (undenkbar im politischen bereich: solch eine minderheitsregierung wäre am tag nach ihrer angelobung schon wieder abgewählt!)
hauptversammlungen sind formalien mit buffet, mal ausgezeichnet, mal dürftig.

2. auch aus 1. resultierend, verkommt dieses mitbesitzen eines unternehmens zu einem ausschließlichen blick auf die charts.

eine verstärkte haftung des aktionärs könnte ihn aufwachen lassen und ihn von eiem mitbesitzer auch zu einem mitentscheider werden lassen.
dringend notwendig wäre es.

Javert
00
1.12.2011, 14:05
eine bessere einbringung des streubesitzes wäre sicherlich begrüßenswert, ja

ABER in den seltensten fällen könnte der streubesitz etwas beeinflussen - oft besitzt er nicht mal eine sperrminorität.

was allerdings zu überdenken ist, ist die reportspraxis ... ein report alle drei monate ist zu kurzfristig ... die AGs werden doch nur noch von den analysten wie hühner vor sich hergescheucht anstatt in ruhe arbeiten zu können.

die permanenten quasi stündlichen wasserstandsmeldungen erzeugen zuviel hektik - so kann man nicht zielgerichtet arbeiten (als AG)

da ist zuviel show dahinter

Mork vom Ork
00
1.12.2011, 13:15
2. Teil

... dass man damit potentiell feindliche Übernahmen ermöglicht. Mittels Fremdkapitalaufkaufs kann man Unternehmen in die Insolvenz treiben und dort eine Übernahme über einen debt:equity Swap zu erzwingen..

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Posting 1 bis 25 von 68
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