Erbe

Ohne Steve - Apple übt das Leben nach der Ära Jobs

1. Dezember 2011, 09:37

Einstieg in den TV-Markt befindet sich in der Schublade

Steve Jobs hat Apple zu einem beispiellosen Erfolg geführt. Nach seinem Tod müssen seine Mitstreiter beweisen, dass sie ohne ihn klarkommen können. Zum Erbe gehören nicht nur Milliarden auf der Bank und ein boomendes Geschäft, sondern auch ein gnadenloser Patentkrieg. Apple wurde 2011 so stark wie noch nie - und erlitt zugleich seinen größten Verlust. Der Tod von Steve Jobs nahm dem iPhone-Hersteller nicht nur seinen langjährigen Chef und Gründer, sondern auch einen Technik-Visionär und kompromisslosen Perfektionisten. Die Apple-Maschine läuft auf Hochtouren, die Nachfolger von Jobs am Konzern-Ruder müssen jetzt aber zeigen, dass sie die Erfolgsgeschichte fortschreiben können.

Kann man einen Steve Jobs überhaupt ersetzen?

Kann man einen Steve Jobs überhaupt ersetzen? Ein Mann schaffe es definitiv nicht, zeigt sich sein Biograf Walter Isaacson überzeugt. "Aber zwei können es", meinte er in der "New York Times" jüngst mit Blick auf die heutige Apple-Spitze. Der neue Konzernchef Tim Cook stehe für die "Business-Seite von Steves Gehirn". Designchef Jony Ive hingegen verkörpere die künstlerische, emotionale, romantische Hälfte von Jobs. Bleibt die Frage, wie harmonisch die beiden wichtigsten Vertrauten des Apple-Chefs ohne ihn zusammenarbeiten können.

Jedenfalls bekommen sie ein Erbe, das sich sehen lassen kann. Das iPhone macht Apple zum mit Abstand profitabelsten Smartphone-Anbieter. Bei Tablet-Computern dominiert das iPad auch knapp zwei Jahre nach dem Marktstart klar. Das MacBook Air gibt die Mode für Notebooks vor und die Verkäufe von Apple-Computern steigen, während der Rest der PC-Branche mit schwacher Nachfrage kämpft. Die Firma, die Jobs 1997 kurz vor der drohenden Pleite in die Hand nahm, sitzt inzwischen auf einem sagenhaften Geldberg von rund 80 Mrd. Dollar (59,6 Mrd. Euro) und liefert sich mit dem Mineralöl-Multi ExxonMobil einen Wettstreit um den Titel des wertvollsten Unternehmens der Welt.

Analysten uneins

Die Analysten der Finanzmärkte sind sich uneins, wie es mit dem Kurs der Apple-Aktie weitergehen wird. Mitte Oktober lag das Papier auf seinem Allzeit-Hoch von 426 Dollar und musste inzwischen aber auf 382 Dollar nachgeben. Leonid Kanopka von Seeking Alpha erwartet "ein Platzen der Apple-Blase". Die Aktie werde bald unter die 100-Dollar-Marke fallen. Andy Zaky von Bullish Cross hingegen schätzt Apple als die "am meisten unterbewertete Aktie" eines Börsen-Schwergewichts in den USA ein.

Welche Prognose zutreffen wird, hängt vor allem von den kommenden Produkt-Vorstellungen ab. Wenn die Gerüchte stimmen, packt Apple demnächst auch hier die nächste Herausforderung an, das Fernsehgeschäft. Diesen Markt wollte Steve Jobs unbedingt noch umkrempeln, hat es aber vor seinem Tod nicht mehr geschafft. Angeblich könnte es schon zum kommenden Sommer soweit sein, verkündete kürzlich ein Branchenanalyst nach Gesprächen mit japanischen Zulieferern.

Challenge TV-Markt

Den Einstieg in den TV-Markt mit dem erwarteten Triumph zu krönen, ist eine Herausforderung, die eines Steve Jobs würdig gewesen wäre. Die Preise für Fernsehgeräte fallen, etablierte Hersteller schreiben reihum Verluste, gerade in den traditionellen Apple-Hochburgen USA und Westeuropa ist der Markt weitgehend gesättigt. Und in diese verzwickte Gemengelage würde Apple ganz sicher nicht mit einem Billiggerät vorpreschen.

Erbitterter Krieg gegen Android

Der erwartete Vorstoß in die Fernsehwelt ist nicht der einzige Brocken, den Jobs seinen Nachfolgern hinterlassen hat. Zu seinem Erbe gehört auch ein erbitterter Patentkrieg gegen das Betriebssystem Android von Google, das Jobs als "geklaute Software" gnadenlos bekämpfen wollte.

Im vergangenen Jahr trat Apple den Konflikt los. Auf Klagen gegen Android-Hersteller wie Samsung oder HTC folgten Gegenklagen in aller Welt. Jetzt schlagen die ersten Urteile ein, mal auf der einen, mal auf der anderen Seite. Es ist eine teure, kaum noch überschaubare juristische Rauferei. Der Hauptgewinn, der Apple am Ende lockt: Geräten wie iPhone und iPad einzigartige Merkmale zu geben, an die sich kein Konkurrent wagt. Der Weg dorthin scheint noch sehr weit.

Entscheidende Schlacht kommt 2012

2012 steht eine entscheidende Schlacht bevor: Der Prozess mit Samsung in Kalifornien. Die Südkoreaner - nebenbei auch noch wichtigster Apple-Zulieferer - haben sich mit ihrer Galaxy-Reihe zum schärfsten Rivalen der iPhones und iPads entwickelt. Angesichts der frostigen Stimmung setzt Apple laut Medienberichten inzwischen auf den japanischen Sharp-Konzern als neuen Display-Lieferanten. Und weil Apple ungern in kleinen Dimensionen denkt, soll man sich gleich eine komplette Produktionslinie gesichert haben.

Die Weichen für die nächste Zeit sind bei Apple schon längst gestellt, darin sind sich die Branchenbeobachter einig. Spannend wird es in ein paar Jahren, wenn auf Ideen aus der Jobs-Ära neue Kreationen folgen müssen. Dabei lautete der zentrale Rat des Gründer für die Zeit danach laut Cook: "Wir sollen uns nie die Frage stellen, was würde Steve tun?" (APA)

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Posting 1 bis 25 von 127
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Deserteur
20
2.12.2011, 17:57
Jobs Hauptaugenmerk lag doch in erster Linie darauf, Geld durch Verkauf von Content zu verdienen...

Die Hochpreisigkeit der Produkte war nicht nur eine Folge ihrer hohen Qualität, sondern wurde bewusst auch zur Imagepflege, zur Verstärkung des Willhaben-Effekts und zum Suggerieren von Hochwertigkeit eingesetzt.

bonetree
40
2.12.2011, 11:52

"Imagine that every car maker save for Toyota insisted on using the infamous East German Trabant as a standard of quality – yet blindly imitated random elements of Toyota’s visual design."

http://www.loper-os.org/?p=132

Mathias Steinlaus
 
00
5.12.2011, 08:43
Doof nur...

.. daß sogar damals der Trabant schon Substandard war, und somit die Aussage typisch "Blödmann"-Niveau hat!

bonetree
31
2.12.2011, 11:51

Mr. Jobs is indeed starting to behave like that other convicted monopolist we know and love. Yet unlike the latter, Jobs did not engage in underhanded business practices to create his monopolies. They were handed to him on a silver platter by the rest of the market, which insists on peddling either outright crap [2] or cheap imitations [3] of Apple’s aesthetic.

http://www.loper-os.org/?p=132

Surfer6
10
2.12.2011, 09:45
So wäre die Erfolgsstory weitergegangen:

http://blog.streitenberger.net/wp-conten... 10x360.jpg

wurstmann
00
2.12.2011, 05:56

liebes christkind,

bitte bring uns einen neuen steve jobs, aber bitte ohne brille!

Peter W1
 
123
1.12.2011, 23:17

"Steve Jobs hat Apple zu einem beispiellosen Erfolg geführt"

- Android hat iOS noch zu Lebzeiten von Jobs vom Markt verdrängt.
- Das MacOS ist nie aus seinem 4% Markanteilskäfig rausgekommen.
- Und Tablets kanibalisieren nur die Verkäufe von Macs und sind nie aus ihrer Nische rausgekommen.

Freebird
01
3.12.2011, 08:32

Om.

Om.

Om.

Isabella Conceicao
02
2.12.2011, 17:39

alle drei punkte sind eindeutig falsch. recherchieren sie besser, bevor sie hier lügen verbreiten!

izockdio
01
2.12.2011, 11:57

nein

rolin
13
2.12.2011, 10:13

Petersche Gebetsmuehle die naechste (hoffnungslose) Runde…

Macci
12
2.12.2011, 10:00

Er schon wieder...

c70
24
2.12.2011, 09:38
ipod - die Erfolgsgeschichte

sollten selbst größte Kritiker anerkennen.

hellfast
02
2.12.2011, 10:59

vorallem der itunes store dazu.

na so was!
14
2.12.2011, 09:38
Peter, du bist der Größte!!!

was täte ich nur ohne dich? Magst nicht die nachfolge von Steve antreten, dann tät' endlich was weitergehen bei Apple. Dann würde Apple auch aus dieser Sackgasse des demnächst größten Computerherstellers der Welt herauskommen.
Bitte Peter, mach es.

"Able Danger"
31
1.12.2011, 20:09
Ich kaufe jetzt jedefalls nichts mehr von Apple

Ohne Steve ist das nicht mehr das selbe.

Befreier von Butter und Eier
00
2.12.2011, 09:08

Was hat sich an Ihren Apple Produkt seit den Tod vom Jobs geändert?
Hat es sich etwa aufgelöst?
Manche würde das als freudigen Grund ansehen.

Freebird
22
2.12.2011, 07:21

Das ist ein Forum für Erwachsene, nicht für Kinder. Frag deine Mama, wo du posten kannst.

Das hat System
22
2.12.2011, 08:38

Hier hat in den letzten 12 Jahren noch nie ein Erwachsener gepostet!

hellfast
01
2.12.2011, 17:04

von deinem computer aus wahrscheinlich nicht.

Das hat System
20
3.12.2011, 08:03
Nein, nein ...

... von deinem Computer wahrscheinlich nicht!

rm2000
36
1.12.2011, 19:11
Billig...

...nein, aber günstig, weil es funktioniert und zwar zu 99% - nach meiner PC- Zeit ist das genau das, was ich brauche, wenn das mehr kostet als ein PC, soll´s mir recht sein, die Stunden die andere fürs Neuaufsetzen brauchen, investiere ich in produktive Arbeit.

Das hat System
62
2.12.2011, 08:40

1.) Mein PC läuft seit dem ersten Tag wie am Schnürchen. Ich habe ihn noch nie aufgesetzt und arbeite mit Office immer produktiv.

2.) Mit Apple produktiv arbeiten? Bist ein Geblendeter aus der Werbung? Glaubst Internetsurfen sei produktiv? Für Apple gibts keine Software die Business-tauglich wäre.

Professor Marcus
12
2.12.2011, 09:54

Was ist ein "Geblendeter aus der Werbung"?

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