Deutscher Vorstoß

Rösler will EU-Defizit­grenze senken

1. Dezember 2011, 08:31
  • Artikelbild
    foto: dapd/wolfgang kumm

    Philipp Rösler will an der Defizit-Obergrenze rütteln.

Im Kampf gegen die Schuldenkrise will der FDP-Chef die geltende Maastricht-Obergrenze von drei auf zwei Prozent reduzieren

Berlin - Der deutsche Wirtschaftsminister Philipp Rösler drängt einem Zeitungsbericht zufolge auf eine Absenkung der EU-Defizitgrenze auf zwei von derzeit drei Prozent. Das gehe aus den Vorschlägen des FDP-Politikers zu der von Deutschland angestrebten Änderung der EU-Verträge vor, berichtete die Tageszeitung "Die Welt" im Voraus unter Berufung auf ein Strategiepapier des Wirtschaftsministeriums. In dem Papier würden vier Vertragsänderungen aufgelistet, unter anderem eine niedrigere Schuldengrenze.

Rösler wolle zudem "stärker automatisierte Verfahrensregeln und Sanktionsmechanismen" auf europäischer Ebene. Als Beispiel werde das Einfrieren von EU-Zahlungen aus den Strukturfonds genannt. "Dies ist erforderlich, um eine solide Haushaltspolitik schneller und wirksamer durchsetzen zu können", zitierte das Blatt. Beim gerade erst reformierten Stabilitätspakt solle es schwieriger werden, Strafen abzuwenden. Anders als bisher müssten Schuldensünder auch bei vorbeugenden Maßnahmen eine Mehrheit organisieren, um eine Strafe abzuwehren.

Daneben würden die Experten des Wirtschaftsministeriums vorschlagen, ein "Stabilitätsgremium unabhängiger Experten" zu schaffen. Zu seinen Aufgaben gehörten insbesondere, "Empfehlungen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit auszusprechen, die nationalen Haushaltspläne zu prüfen, an den Überwachungsverfahren der EU zur Wettbewerbsfähigkeit und der Haushaltspolitik mitzuwirken". Dem Blatt zufolge wurde das Strategiepapier an das Kanzleramt geschickt.

Deutschland will EU-Budgetsünder stärker zur Rechenschaft ziehen. Nach deutscher Ansicht ist für härtere Sanktionen eine Änderung der EU-Verträge nötig. Diese sollen europäische Eingriffsrechte in nationale Budgets notorischer Defizitsünder festschreiben und damit die klare Richtung zu einer Fiskalunion in der Eurozone vorgeben. (APA/Reuters)

Kommentar posten
20 Postings
MoltoBene
00

Die laura Rudas Deutschlands?

bayernbanker
00
30.12.2011, 11:55
Schade....

dass man nicht mal mehr in österreichischen Medien von dieser Witzfigur verschont bleibt!

gas karl
00
5.12.2011, 10:26
schwachkopf

Jake Gittes
10
1.12.2011, 17:39

Was machen wenn keiner die Regeln einhält, inklusive Deutschland?

Strengere Regeln müssen her!

Wie schlau! Aber typisch FDP.

Schnapphahn
04
1.12.2011, 15:25
Die Deutschen sollen erst mal die 3% einhalten

und die FDP über die 5% kommen, dann kann die FDP vielleicht wieder ihr Ma?l aufreissen.

Herbert Vogl
04
1.12.2011, 14:30
Wozu? Die Deutschen halten auch die 3% nicht ein...

Verlogenheit nenne ich das.

Ceterum Censeo2
00
1.12.2011, 12:47
Endlich eine gscheite Ansage.

Das Profil ist geschärft. 3,5% sind gesichert.

lichaot
01
1.12.2011, 13:36

Hat der Mann irgendwas mit dem deutschen Budget zu tun? Was hat er da eben beschlossen? Wie weit unter 2% geht der gute Mann voran? Was war nochmal die Gesamtverschuldung BRD? Achja, Maastricht gilt ja nur für den Club Med, dem Rösler als Eiserne Co-Lady verkleidet die Refinanzierungskosten hoch treibt.

Achja, die Schuldenbremse, wenn eines in der Politik sicher ist, dann das, dass Herr Rösler persönlich keine Probleme mit der Umsetzung 2017 haben wird.

martial
01
1.12.2011, 12:45

Rösler sollte wohl eher mal auf die Senkung der Fünf Prozent Hürde drängen, wenn er das politische Überleben der FDP gewährleisten will.

Sarang He
00
1.12.2011, 15:31
daran

wird in der FDP schon fleissig gearbeitet. Aber wenn in Umfragen die avisierten 3 % nicht erreicht werden können ...

gianni speranza1
00
1.12.2011, 12:17

eine liste der argumente gegen euro bonds wie mir scheint.

Poldi Fesch
01
1.12.2011, 12:03
der Typ macht sich

zum Kasperl

WAKU
00
1.12.2011, 15:31
Der?

Der aalt sich grinsend mit Sprüchen zum Tag durch den politischen Alltag, und glaubt ausser an sich, an nichts.
Ein Blender,
der Kasperl wär sympatischer...

jah fathead
00
1.12.2011, 17:10

wie da grasser anno dazumal.

Poldi Fesch
00
1.12.2011, 15:52
ja, irgendwie

abgehoben wirkt er schon

Mag.a Draude Resom
01
1.12.2011, 12:54
Da braucht er nicht viel zu machen, der ist ja schon einer.

Poldi Fesch
00
1.12.2011, 13:09
wenn man bedenkt,

das war die Partei v. genscher und Lambsdorf

chaimele
00
1.12.2011, 11:36
ist das eine wichtige aussage? ist das etwas, was umgesetzt wird?

lieber standard, es wird mal an der zeit in der redaktion sich die frage zu stellen, ob durch selektive berichte über die probleme, die es dzt. im eu-raum gibt, jeder/m selbstdarsteller eine plattform zu bieten. ihr betreibt im moment nichts anderes als die hysterie gleich der des maya-kalenders. nur zur erinnerung: wir haben den jahrtausend-wechsel überlebt ohne die von "facheuten" (wo auch immer ihr die findet) vorausgesagtem ende der welt. by the way, das waldsterben, ist das schon vorbei?

Hubert Hawkins
01
1.12.2011, 10:28

Wenn Du ein Ziel nicht erreichst, dann setzte dir ein ehrgeizigeres ...

lichaot
01
1.12.2011, 09:08

Ich vermute, er spricht von seinen Beliebtheitswerten.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.