Neue Eigenheimverordnung in Oberösterreich

30. November 2011, 18:51
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Einstimmiger Beschluss in der Landesregierung nach heftiger Debatte

Die oberösterreichische Landesregierung hat am Dienstag einstimmig die neue Eigenheimverordnung beschlossen. Als erstes Bundesland zieht Oberösterreich nun den Gesamtenergiebedarf eines Gebäudes als wichtigsten Förderparameter heran. "Das bedeutet für den 'normalen' Häuslbauer ausreichend Wahlmöglichkeit und möglichst wenige Vorschriften. Deswegen ist auch der Zwang zum Einbau der kontrollierten Wohnraumentlüftung gefallen und Solaranlagen sind nun nur dort einzubauen, wo es wirtschaftlich sinnvoll ist", sagt Wohnbaulandesrat Manfred Haimbuchner (FPÖ).

Dem Beschluss war eine heftige Debatte vorangegangen, die von Haimbuchner beabsichtigte Streichung des so genannten "Passivhaus-Bonus" wurde schließlich nicht umgesetzt. Umwelt-Landesrat Rudi Anschober (Grüne) hatte darauf beharrt, den Status quo der Passivhaus-Förderung beizubehalten und die energetischen Mindestanforderungen nicht anzuheben (sprich: aufzuweichen).

Die Förderung für ein "Minimal-Energiehaus", wie Haimbuchner das Passivhaus nun nennt, besteht künftig in einem Hypothekardarlehen (mit Zinsenzuschüssen des Landes) in Höhe von 59.000 Euro. Beim Niedrigstenergiehaus beträgt die Höhe 51.000 Euro, beim Niedrigenergiehaus 48.000 Euro. (red)

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