700.000 Zuchtlachse entkommen

30. November 2011, 13:52
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Umweltschützer befürchten akute Gefahr für Wildlachse

Oslo - In Norwegen sind bis zu 700.000 Lachse aus Zuchtfabriken entkommen. Wie am Dienstag bekannt wurde, sei die große Menge von Fischen aus zwei Anlagen in der Region Süd-Tröndelag durch schadhafte Sicherheitsnetze ins Freie gelangt. Der norwegische Naturschutzbund (Naturvernforbundet) befürchtet, dass dadurch den Wildlachsbeständen in der Region durch Störung des Laichprozesses und genetische Verunreinigung ernste Gefahr droht.

Die Anzahl der ausgekommenen Lachse entspreche ungefähr der Gesamtmenge aller in den vergangenen drei Jahren entkommenen Tiere. Bereits im Februar dieses Jahres waren aus einem Tank eines der beiden auch diesmal involvierten Zuchtbetriebe 175.000 Zuchtlachse ausgebrochen. Das Unternehmen wurde erst vor wenigen Tagen zu einer Umweltbuße von vier Millionen Kronen (509.587 Euro) verurteilt.

Laut den Naturschützern ist es nun offensichtlich, dass die kommerziell einträgliche Lachszuchtwirtschaft außer Kontrolle geraten ist. Die Organisation fordert die Regierung in Oslo zum Einschreiten auf. Naturschutzverbandschef Lars Haltbrekken sagte in einem Rundfunkinterview am Mittwoch, der Umfang der Lachszucht in Norwegen müsse dringend reduziert werden. (APA)

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