Britische
Staatsbedienstete haben mit dem größten Streik in Großbritannien
seit 30 Jahren gegen die geplante Pensionsreform der Regierung
protestiert. Lehrer, Krankenhausbedienstete und Grenzschützer
legten am Mittwoch ihre Arbeit nieder und erhöhten damit den
Druck auf die rechtsliberale Regierung von Premierminister David
Cameron. Nach Angaben der Gewerkschaften haben sich mehr als zwei Millionen an den Streiks beteiligt.
Die Regierung verurteilte den Ausstand. Premierminister David Cameron sagte im Parlament, Einsparungen im öffentlichen Sektor seien "absolut notwendig". Er warf Labour-Chef Ed Miliband vor, "unverantwortlich, linksgerichtet und schwach" zu sein, weil er die Streiks nicht verurteilte.
Die meisten Schulen in England und Wales blieben geschlossen. Auf Flug- und in Seehäfen wurde mit Verspätungen
gerechnet.
Die Pläne der Regierung sehen höhere Rentenbeiträge vor.
Außerdem müssen die Beschäftigten vor einem Renteneintritt
künftig länger arbeiten. Die Regierung hatte erst am Dienstag
ihre Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes
gesenkt. Sie geht nun davon aus, dass die Neuverschuldung nicht
so zügig wie erwartet zurückgehen wird. Das bedeutet, dass das
Königreich länger sparen muss als geplant. (APA/red)
Link: BBC: Public sector strike to be 'largest for a generation