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Stockholm/Wien - Die Zahl der Neuinfektionen mit dem HI-Virus ist in der EU sowie Norwegen und Island gestiegen. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für Krankheitskontrolle (ECDC) und der WHO wurden im vergangenen Jahr 27.116 Neuinfektionen registriert, um vier Prozent mehr als 2009. Daten aus Österreich und Liechtenstein seien nicht verfügbar gewesen. Die gute Nachricht: 2010 gab es um fast 50 Prozent weniger Aids-Fälle als noch 2004, nämlich 4.666.
Ausbruch der Krankheit verhindern
Die HIV-Verbreitung sei in den Ländern unterschiedlich ausgeprägt, hieß es in einer Aussendung des ECDC anlässlich des Welt-Aids-Tags am 1. Dezember. Am stärkten betroffen sind männliche Homosexuelle, Suchtgiftkonsumenten, die die Drogen injizieren, sowie Menschen aus Ländern mit hohen Infektionsraten. Das ECDC wies auf die Notwendigkeit möglichst früher Diagnosen hin, um rasch mit der Behandlung zu beginnen und damit den Ausbruch der Krankheit zu verhindern.
Das Gesundheitsministerium in Wien hatte mit Stichtag 14. November 3.659 bisher aufgetretene Aids-Erkrankungen und 1.945 Todesfälle gemeldet. Schätzungen über die Zahl jener Menschen, die mit dem HI-Virus leben, gehen weit auseinander: Von 7.000 bis 15.000. Jedes Jahr kommen ungefähr 500 dazu.
Zehn Prozent mehr HIV-Fälle in Russland
Im besonders stark von Aids betroffenen Russland ist die Zahl der HIV-Infizierten 2011 im Vergleich zum Vorjahr um fast zehn Prozent gestiegen. "Unsere Programme sind ineffektiv", sagte der Leiter des Föderalen Anti-Aids-Zentrums, Wadim Pokrowski, nach Angaben der Agentur Interfax. In den ersten zehn Monaten des Jahres seien mehr als 48.000 Neuinfektionen gemeldet worden. Schätzungen zufolge leben in Russland mehr als eine Million Menschen mit HIV. Nach offiziellen Angaben waren Anfang November 636.979 HIV-Infizierte registriert. Russland hat etwa 141 Millionen Einwohner. (APA)
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Bei HIV-positiven Personen hat sich das Spektrum der Komplikationen wie auch der möglichen Todesursachen in den letzten Jahren geändert
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Wiener Aids-Expertin Brigitte Schmied: Positive Signale aus Regierungskreisen
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