Riesenbombe in Koblenz: 45.000 Menschen müssen Häuser verlassen

30. November 2011, 12:12
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Auch ein Gefängnis, zwei Kliniken und sieben Altenheime werden geräumt

Koblenz - In Koblenz im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz müssen am Sonntag 45.000 Menschen wegen einer Bombenentschärfung ihre Häuser verlassen. Auch ein Gefängnis, sieben Altenheime und zwei Kliniken werden wegen der Entschärfung des Relikts aus dem Zweiten Weltkrieg geräumt.

Die Arbeitsgemeinschaft der Hilfsorganisationen im Katastrophenschutz plant für das Wochenende den Einsatz von mehr als 350 Fahrzeugen, mehr als 900 ehrenamtliche Helfer werden bei der Großaktion mithelfen.

Bombe bei Niedrigwasser entdeckt

Sie ist drei Meter lang, wiegt 1,8 Tonnen und wird am Sonntag weite Teile von Koblenz lahmlegen - die Fliegerbombe im Rhein, die wie so viele andere Blindgänger wegen des Niedrigwassers zutage trat. Am 4. Dezember soll der Sprengkörper britischer Herkunft entschärft werden, ebenso wie eine kleinere US-Bombe und ein Nebelfass.

Für die Behörden bedeutet die Entschärfung eine gewaltige organisatorische Herausforderung. Sie müssen die bisher größte Evakuierung wegen einer Bombenentschärfung nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland auf die Beine stellen. (APA)

  • Der Entschärfungsdienst errichtet einen Damm aus Sandsäcken rund um die Fundstelle im Rhein.
    foto: epa/thomas frey

    Der Entschärfungsdienst errichtet einen Damm aus Sandsäcken rund um die Fundstelle im Rhein.

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