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Die Rettungsgasse muss vorausschauend gebildet werden - nicht erst, wenn Einsatzfahrzeuge sichtbar werden.
Wien - Fast genau in einem Monat wird die Bildung der Rettungsgasse auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen Pflicht. Bei stockendem Verkehr muss vorausschauend eine Fahrspur für Einsatzkräfte frei gemacht werden. "Die Idee steht und fällt mit den Verkehrsteilnehmern", betonte Verkehrsministerin Doris Bures bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Asfinag am Mittwoch in Wien. Am Donnerstag startet die Informationskampagne mit TV-Spots und Hörfunk-Beiträgen.
Die drei Millionen Euro teure Informationskampagne beinhaltet unter anderm die Ausstrahlung von 650 Fernseh-Spots mit Schwerpunkt rund um Weihnachten und Neujahr. Daran anknüpfend wird 200 Mal im Radio für die Rettungsgasse geworben. Zwei Millionen Info-Folder werden verteilt, entlang der Autobahnen und Schnellstraßen machen mehr als 600 Tafeln, Plakate und Transparente auf die Rettungsgasse aufmerksam. In Zeitungen und Magazinen werden 88 Inserate geschaltet. "Selten, dass Geld mit so viel Nutzen investiert wird", meinte Asfinag-Vorstand Klaus Schierhackl.
Bis zu 2.180 Euro Strafe
"Die Rettungsgasse ist schnell gebildet und rasch erklärt", sagte Asfinag-Vorstand Alois Schedl. Die häufigste Frage von Autofahrern sei, wann genau eine Rettungsgasse gebildet werden müsse - nur bei einem Unfall oder bereits bei Überlastungsstau? "Die Rettungsgasse muss vorausschauend gebildet werden", betonte Schedl. Auch dann, wenn noch kein Einsatzfahrzeug in Sicht ist.
Bei zweispurigen Fahrbahnen müssen die Lenker nach rechts oder links ausweichen und in der Mitte einen Fahrstreifen frei machen. Bei mehrspurigen Straßenabschnitten gilt, zwischen dem ganz linken und den danebenliegenden rechten Fahrstreifen Platz zu machen. Der Pannenstreifen darf dabei benützt werden. Eine Missachtung der Vorschrift wird mit bis zu 2.180 Euro geahndet. (APA)
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Rund 100 Anzeigen im ersten Jahr der Maßnahme auf Autobahnen und Schnellstraßen
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Verkehrsexperten erwarten längere Eingewöhnungsphase und raten derzeit von Strafen ab
Bis zu 2180 Euro Strafe, wenn man nicht ausweicht
Viele verlassen sich darauf, das zu tun, was die anderen machen
Der Verkehr stockt: Wohin jetzt, um Platz für Einsatzfahrzeuge zu machen? Die Regeln sind einfach - aber international nicht einheitlich
ich bin zuletzt auf der a21 gestanden, im ortsgebiet.
die linken zwei spuren stehen, die rechten zwei gehen weiter (abfahrt in zwei richtungen). und, wie bild ich jetzt eine gasse? indem ich mich zur hälfte auf die zweite spur, die sich aber leider bewegt, stelle? haut halt nicht immer hin, versuchen muss mans.
Besonders absurd finde ich die beiden folgenden Punkte:
* Das Fahrverbot auf dem Pannenstreifen wurde NICHT aufgehoben.
* Das Befahren der Rettungsgasse ist grundsätzlich strafFREI! Nur die Behinderung von Einsatzfahrzeugen etc. steht unter Strafdrohung.
http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.... _2011_I_59
Lustig in Zusammenhang mit den drei Millionen die Regierungsvorlage:
"Auswirkungen des Regelungsvorhabens:
- Finanzielle Auswirkungen:
Keine."
Absurd ist auch dass in der Regierungsvorlage von Richtungsfahrbahnen die Rede ist. Dass man den Absatz in einem Paragraph anfügt der die Überschrift Autobahnen trägt hat ja keine Bedeutung.
Richtungsfahrbahnen sind der Gürtel, Zweierlinie, Brünnerstraße, Triesterstraße, etc. auch. Ist dort bei Stau immer eine Rettungsgasse zu bilden?
bewirkt dann die tägliche rettungsgasse. da werden sich die einspurigen über freie fahrt aber freuen. bislang blieb ihnen ja - zwar verboten aber doch sehr häufig benutzt - der pannenstreifen um allen zweispurigen zu zeigen wo der bartl mit hochgeschwindigkeit den most holt....
Wie funktioniert eine Rettungsgasse, wenn der Unfall am rechten oder linken Fahrbahnrand passiert ist? Dort, wo die Wracks stehen, sollten ja dann alle hinfahren.
Wie beginnt man eine Rettungsgasse? Muss einfach einer mit den größten Eiern plötzlich nach rechts/links ausscheren? Stell ich mir auf einer Autobahn nicht so prickelnd vor.
Wann entscheidet man sich, als erster eine Rettungsgasse zu bilden? Stau gibts ja öfter wie Unfälle.
Warum muss die Rettungsgasse so weit links sein?
Wenn zB auf der A2 im 4-spurigen Bereich ein Unfall ist, müssen dann bei einem defekten Auto auf dem Pannenstreifen insgesamt 3 Spuren einen Bogen darum machen.
Wäre die Rettungsgasse zwischen 1. und 2. Spur, müsste die 1. Spur nur kurz in den Rückspiegel schauen ob gerade ein Einsatzfahrzeug kommt, wenn sie am Pannenfahrzeug vorbeifahren. Zusätzlich käme die Rettung leichter/schneller von der Auffahrt zur Rettungsgasse. Meines Wissens verwenden auch viele Länder deswegen eine möglichst rechts gelegene Rettungsgasse.
Wo liegt also der Vorteil einer links liegenden Rettungsgasse?
weil auf der rechten seite tendentiell (v.a. bei stau-im-schritttempo) auch autos abgestellt sind, die tatsächlich eine panne (welcher art auch immer) haben. (ist mir als einsatzfahrer im aktuellen system, bei dem der pannenstreifen als vermeintlich freie fahrbahn zu benutzen ist, schon mehrmals passiert...)
Und bei Ihrem Beispiel: waren Sie der erste, der sie gebildet hat oder haben Sie die davor kopiert (was ja supereinfach ist, ganz zum Gegenteil zum ersten, der sie bilden muss)
ja, schon 2mal erlebt (D, I). das spielt sich dann so ab: wenn man merkt, dass es ins schritttempo geht hält man sich je nach spur nach rechts oder links und fährt nicht dicht auf. so hat man die möglichkeit, kurz vorm stehen noch etwas weiter auszuweichen. man unterschätzt die breite der autobahnen, das geht sich alles aus. das erfordert disziplin, spurenwechsler sind dann nervig.
in I war ich knapp hinter der unfallstelle, da sind alle vorne nach rechts gefahren und ich und die anderen hinter mir einfach mit. trotz der schnellbremsung war dann noch genügend platz, hat aber nicht mehr so geordnet ausgesehen. schätze, das war keine richtige rettungsgasse, zeigt aber, dass es möglich wäre.
da hier viel schreiben: Pannenstreifen ist viel sicherer - eigene Erfahrungen oder nur mal zu schnell nachgedacht?
Pannenstreifen ist mitunter die unsicherste Variante!
siehe auch Busstreifen - auch mit Einsatz und Blitzlichtgewitter und Töröö ist rechts überholen übermäßig gefährlich - zu viel Leute schrecken sich und im Reflex, weil man ja gelernt hat, das schnellere kommt von hinten und überholt links, fahren sie nach rechts - genau in "meine" Spur - da gibts einige Unfälle die nur durch das zustande gekommen sind!
also bitte, wenn ma hier aussagen tätigt, erst überlegen worauf man seine aussagen stützt!
und JA, ich bin wirklich Einsatzlenker...
...im Gegensatz dazu soll das Durchfahren einer engen Gasse sicherer sein?? Beim Pannenstreifen hab ich wenigstens nur mit Gefahr von links zu rechnen, in der Rettungsgasse von beiden Seiten...das entbehrt jeglicher Logik dass die Rettungsgasse sicherer als der Pannenstreifen sein soll.
die gasse ist mit sicherheit mal nicht weniger eng, als der platz am pannenstreifen - die rettungsgasse ist bestimmt wirklich gut nur bei großen platzverhältnissen zu realisieren - trotzdem habe ich die erfahrung, wenn man mittig durchfährt können die auf der linken und rechten seite jeweils auf die ihrige ausweichen - es wird schneller mehr platz als wenn man sich am rand dazwischenquetschen muss...
optimal wäre für mich ein komplett freier linker streifen (platz und richtige psychologie von schnellen fahrzeugen) - wäre bei vorausschauendem fahren und genügend abstand frühzeitig auch möglich - das geht aber leider nur theoretisch - besonders in einem land der notorisch drängelnden linksfahrer...
die am linken Streifen werden auch rechts überholt.
Bisher war es so, dass bei Komplettstau viele Autofahrer zum Pannenstreifen mehr Abstand gelassen haben und auch ausgestiegen sind sich zwischen den Autos die Füsse vertreten, Getränk aus dem Kofferraum geholt - aber man hat gewusst dass am Pannenstreifen jederzeit ein Blaulicht daherbrausen kann und der war durch eine Linie deutlich getrennt.
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