Steiermark

Nulllohnrunde für Gemeindebedienstete fix

30. November 2011, 10:33

Gehälter für fast 41.000 Beschäftigte in Kommunen, Spitälern und beim Land für 2012 eingefroren - Gewerkschafter: "Regierung schaltet Sozialpartner aus"

Graz  - Die steirische "Reformpartnerschaft" aus SPÖ und ÖVP hat nach den Landes- auch den Gemeindebediensteten eine Nulllohnrunde für 2012 verordnet. Wie am Mittwoch von Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) und Vize Hermann Schützenhöfer (ÖVP) bekanntgegeben wurde, sollen mit diesem befristeten Einfrieren der Gehälter für insgesamt knapp 40.000 Beschäftigte in Gemeinden, Spitälern und beim Land 50 Mio. Euro eingespart werden.

"Wichtigen Beitrag zur Konsolidierung der Haushalte"

Voves und Schützenhöfer stellten die Nulllohnrunde im öffentlichen Dienst als "wichtigen Beitrag zur Konsolidierung der Haushalte" dar. Die Steiermark zeige damit, dass man gewillt sei, auf allen Ebenen zu sparen, so Schützenhöfer in einer Aussendung: "Der Bund würde gut daran tun, auch im inneren Bereich diese Bereitschaft zu zeigen, um es der großen Mehrheit der übrigen Steuerzahler leichter zu machen, ein Solidaropfer zu bringen." Voves bezeichnete die Maßnahme als "in Zeiten wie diesen notwendiges Zeichen der Solidarität seitens der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem geschützten Bereich".

Betroffen sind 11.530 Bedienstete von Gemeinden und 4.370 der Stadt Graz. Schon länger fixiert wurde das Einfrieren der Saläre für die 8.226 Beschäftigen in der Landesverwaltung und die 16.330 in der Steiermärkischen Krankenanstalten Gesellschaft. Die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, Städte- und Gemeindebund sowie die Stadt Graz seien informiert worden, hieß es.

Gemeindebedienstete wehren sich

Wilhelm Kolar, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten und Grazer SP-Gemeinderat,  ist über den Vorstoß der Landesregierung entrüstet. "So etwas hat es in 40 Jahren überhaupt noch nie gegeben,  dass die Regierung einfach mittels Beschluss die Sozialpartnerschaft ausschaltet."  Die Gehälter für die Gemeindebediensteten werden jedoch von den Gemeinden und nicht vom Land bezahlt. Deshalb hofft Kohler auf Verhandlungen mit dem Städte- und Gemeindebund.  Ein Gemeindebediensteter verdiene durchschnittlich 1.300 Euro. "Für uns kostet das Brot genauso viel wie für die Beamten auf Bundesebene", sagt Kolar zu derStandard.at. Bisher sei es auch üblich gewesen, dass sich die Gemeinden an die Gehaltsabschlüsse auf Bundesebene halten. Sollte es tatsächlich zu einer Nulllohnrunde für Gemeindebedienstete kommen, müssten "gewerkschaftliche Maßnahmen“ ergriffen werden. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 128
1 2 3 4
nonkonformist
00
1.12.2011, 10:24
das wird die Beamten aber gar nicht freuen!

folsomprisonblues1
00
3.12.2011, 16:50

das wird nicht nur die beamten nicht freuen :)

bestimmte berufsgruppen (ärzte, lehrer) werden sich einfach absentieren und für österreich wird eben das übrig bleiben, was für .de und .ch, nicht gut genug ist.

unsere liebe bm schmied musste ja bereits zugeben, dass die abwerbeaktionen von .de und .ch ein problem seien. ab das wird noch viel, viel lustiger werden, das garantiere ich :)))

bei den ärzten ist es dasselbe, seitdem die deutschen und schweizer den turnus gestrichen haben, will jeder dorthin :))

sinnvoll wäre es die bevölkerung jetzt schon darauf vorzubereiten, dass man nicht dasselbe ausgeben will, wie .de und .ch und daher die besten lehrer und ärzte hier nicht mehr haben wird.
es wäre ehrlich!
es wäre fair!
es wäre gerecht!

Fritz Todt
02
1.12.2011, 10:05
Dann aber für Alle

Metaller, Handel alles retour. 20% Selbstbehalt oder höher für ASVGler und andere einführen wie es im öffentlichen Dienst und ÖBB gängig ist. Studiengebühren sofort einführen. Landwirtschaftsförderungen streichen. Mwst. erhöhen. Luxussteuer und Vermögenssteuer einführen

nonkonformist
00
1.12.2011, 10:33
ich bin auch für die bereits mehrfach angekündigte Harmonisierung, die nie eingetreten ist:

) nur eine einzige österreichweite Kranken und Pensionsversicherung für alle, Angestellte und Freiberufe bzw. gewerbliche Wirtschaft mit gleichen Pflichtbeiträgen und Leistungen = Volkspension zum Beispiel.
)Keine staatlichen Förderungen von Zusatzpensionen und für den privaten Wohnbau. Die Wohnbauförderung ist ein Kriegsrelikt und gehört abgeschafft!
) die dramatische Situation erfordert die Streichung sämtlicher Privilegien, aus denen dem Empfänger ein finanzieller Vorteil erwächst. Beamte ja, Pragmatisierung in bestimmten Berufen auch ja, aber keine üppigen Zusatzpensionen, Zuverdienstgrenze auch für den öffentlichen Dienst, oder Aufhebung derselben für alle!

kamelchen ist heute recht brav
30
1.12.2011, 08:14

alle 41 000 rauswerfen und fertig. bei keiner gemeinde hackelt irgendwer was.

Kremser
00
1.12.2011, 08:06
Wie wär es damit?

Die sogenannten Biennalsprünge bei den Beamten- und Vertragsbedienstetengehältern soweit erhöhen dass die jährlichen Anpassungen inkludiert sind und das ganze alljährlich stattfindende unwürdige Gerangel um ein paar Zehntelprozent auf oder ab könnte ausfallen!

dunkelhaar
06
1.12.2011, 06:57
ich finde es echt beschämend

wie wenig Ahnung ein durchschnittlicher derStandard.at Poster hat:

1. Der Öffentliche Dienst und die Gemeindebediensteten sind nur zu einem Bruchteil Beamte. Der Großteil sind “normale ArbeitnehmerInnen“.
2. Sie sind der größte Arbeitgeber.
3. Es gibt überall schwarze Schafe.
4. Verdienen tun wie in der Privatwirtschaft nur die Manager und Spezialisten wirklich gut (mit wenigen Ausnahmen).
5. Schubladendenken ist etwas für die Desinteressierten oder Ungebildeten.

Charly.
00
1.12.2011, 11:04
Ich kenne

einen vom Magistrat (Schulabbrecher-ungelernt), der hat in den 80ern dort zum Arbeiten begonnen.
Hat jetzt einen 2-monatigen "Schnellsiederkurs" gemacht und wurde durch Freunderl "raufgehoben"!

Gehalt: 1800,00 netto!

Fragen Sie mal einen Hilfsatbeiter in der Privatwirtschaft, ob er auch das Geld verdient!

peter schmidt
 
30
1.12.2011, 08:28
Und Sie glauben echt und ernsthaft, dass der öff. Dienst

quasi ein unbekanntes Wesen für alle anderen ist?

Oder ist es nicht so, dass jeder Mitarbeiter des öff. Dienstes als Verwandte, Bekannte, Nachbarn etc hat?

Möglicherweise ist das ganze doch vielleicht eine Einschätzung aus 1. Hand.

Ich könnte Ihnen 3-4 spektakuläre Beispiele erzählen und jeder andere Poster auch. Aber man würde doch jedes mal nur verlacht und denunziert werden oder es würde abgestritten werden.

Im besten Fall wäre es ein EInzelfall und ann wieder ein Einzelfall und dann wären es halt 20.000 Einzelfälle und 50.000 Einzelfälle....

Prügelprinz mit Schirm
00
1.12.2011, 13:41

Es sind nunmal die Negativbeispiele, die immer die große Runde machen. Wer setzt sich denn schon an den Stammtisch und erzählt, wie zuvorkommend und kompetent er beim letzten Behördengang behandelt/informiert wurde?

Aber wehe der gewünschte Beamte ist gerade mal nicht im Büro oder wagt es gar ein Pläuschen mit einem Kollegen zu führen. Da wird dann beim Frühschoppen herumposaunt wie faul dieses Gesindel doch ist.
Bei den Lehreren ist es doch das gleiche. Da sorgen auch die schwarzen Schafe für den schlechten Ruf. Was ein halbwegs engagierter Lehrer außerhalb des Unterrichts arbeitet sieht ja schließlich keiner.

Dieses ewige Hinpecken auf verschiedene Berufsgruppen geht mir schon so dermaßen auf den Senkel!!

Taschmahal
00
1.12.2011, 10:51

Und in der Privatwirschaft arbeitet jeder zu 100% zu 100% 8h/Tag ohne irgendwelcher Privilegien 9to5 quasi, und verdient einen Pappendeckel bekommt nie Gehaltserhöhungen außer den Anpassungen der KV und es gibt auch dort keine Spitzenverdiener, auf die man ja bei den Beamten immer hinweist.

PS: Treichel und co. ~ 1 Mio € / Jahr, wenn man dagegen die "Manager" Österreichs hernimmt Faymann und Co... ~ 320.000 € / Jahr (waren doch 23.000 à 14?)

Zeeefix
01
1.12.2011, 06:34
Sauerei!

Jeder jammert, dass sooo harte Zeiten sind.
Trotzdem:
Metaller: +4,2%
http://derstandard.at/131872608... 53-Prozent

Handel: +3,6%
http://derstandard.at/132253145... 36-Prozent

Ja sogar die Reinigungskräfte kriegen um +3,6% mehr:
http://derstandard.at/131918307... he-steigen

Die armen Schw... des Landes Steiermark müssen ja schließlich gleich viel für den Liter Milch zahlen wie andere auch.

Charly.
10
1.12.2011, 11:30
Und

wenn die Metaller 10% bekommen und jeder Facharbeiter 5 000,00 netto bekommt, braucht es sie auch nicht sonderlich zu interessieren!

Schließlich sind es die Fleissigen der Privatwirtschaft, die in den kalten Fluten der Privatwirtschaft mit der Konkurrenz zu kämpfen haben!

Ihr seid in geschützten Bereichen, jammert nur und lasst euch durchfüttern! Wenn euch was nicht passt, dann kündigt eben-ist in der PW genauso!

Wer zahlt schafft an!!

Ravenspower
00
4.12.2011, 22:04
Charly hat recht!

wir in der privatwirtschaft erzeugen die höchsten steuereinnahmen für den staat.

da der beamte bzw. vertragsbedienstete sein gehalt rein aus steuermitteln bekommt bringt dieser monat für monat ein minusgeschäft mit sich. besonders hart wird es wenn die wenige arbeit noch zwischen 2,3,4 leuten aufgeteilt wird. AT ist was die staatsstellen angeht um nichts besser als griechenland und früher oder später wird AT dafür die rechnung vorgelegt bekommen.

in der privatwirtschaft mache ich mir soweit keine sorgen denn da bin ich flexibiltät gewohnt - was aber weden wir dann mit den ganzen "nutzniessern" machen? die sind doch zu nichts in der lage und gehen in der privatwirtschaft hoffnungslos unter.

Prügelprinz mit Schirm
00
1.12.2011, 13:42

Bei Ihrem Posting kann es sich nur um Ironie handeln, oder? Kein Mensch kann wirklich so deppert sein.

Charly.
10
1.12.2011, 19:24
Ist das der Wortschatz eines Beamten?

Wer keine Argumente hat der schimpft!

Schämen Sie sich!

Prügelprinz mit Schirm
00
1.12.2011, 23:19

Nö, bin kein Beamter. Aber ich bin des differenzierten Denkens mächtig.

Charly.
00
3.12.2011, 07:15
Ihr Wechsel

von versuchter Argumentation zu Beschimpfungen bestätigt Ihre Ratlosigkeit!

Sicherlich sind Sie ein großer "Denker"!

Prügelprinz mit Schirm
00
3.12.2011, 23:56

Bussi!

ayin
 
00
1.12.2011, 13:34
Wer zahlt schafft an?

Schaffen Sie auch den Banken an, die sie mit ihren Steuern gerettet haben?

Wieviele öffentliche Bedienstete sind denn in einem geschützten Bereich? Haben sie das Insiderwissen?

Und Konkurrenz sollten für sie keine kalten Fluten sein sondern eine warme Strömung der Motivation, damit sie ihre Produkte und Dienstleistungen mit sanftem Druck verbessern. Ist die Konkurrenz zu stark sind sie zu schwach. Das ist ja das eherne Gesetz der freien Marktwirtschaft, deren Versagen regelmässig von den Beamten aufgefangen werden muss und diese sich auch noch dafür schuldig fühlen müssen.

Bin Selbständig, aber kein studierter Steuerberater konnte mich bisher besser beraten als ein Finanzbeamter bezüglich Absetzbarkeit.

Charly.
00
1.12.2011, 19:33

Nicht ich habe die Bankenrettung eingefädelt, sondern die Beamten (Politiker usw.)!

Welches Versagen sollen denn die Beamten "aufgefangen" haben?

LT81
01
1.12.2011, 08:24

was heißt sogar die reinigungskräfte?

die verdienen eh einen dreck....

peter schmidt
 
10
30.11.2011, 21:48
Auch wenns nur Trippelschritte sind passiert in der Steiermark jetzt laufend was Positives.

Sehr erfreulich.

Voves und Fekter wären mein Dreamteam für die aktuellen Zeiten:)

wirbelwind8
00
1.12.2011, 09:22

voves und fekter ein dreamteam?
eher ein gruselkabinett!

sociovation
00
30.11.2011, 18:08
Ich schlage vor, dass die Gemeindebediensteten

so lange das Tunnelportal des Koralmtunnels blockieren bis sie gleich viel Gehaltserhöhung bekommen haben wie die in dortigen Firmen beschäftigten Mitarbeiter.
Besonders ekelhaft ist, dass es sich bei Gemeindebediensteten überwiegend um Frauen handelt, denen wieder einmal die Hauptlast zugemutet wird.
Pfui, pfui, pfui und nochmals pfui.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 128
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.