Wiener Privatbank: Gewinn brach um die Hälfte ein

30. November 2011, 08:41
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Wien - Die börsenotierte Wiener Privatbank musste in den ersten drei Quartalen 2011 einen Ergebniseinbruch um die Hälfte hinnehmen. Das Betriebsergebnis ging von 4,929 Mio. Euro auf 2,27 Mio. Euro zurück, das Ergebnis vor Steuern von 9,047 Mio. Euro auf 4,319 Mio. Euro. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch ad hoc mit und verwies dabei auf ein "schwieriges Marktumfeld". Mit einer Eigenkapitalquote von 38 Prozent (nach 48 Prozent) übertreffe die Wiener Privatbank die Eigenkapitalerfordernisse gemäß "Basel III" bei weitem, wird betont.

Das Periodenergebnis ohne Fremdanteile halbierte sich ebenfalls von 4,865 Mio. Euro auf 2,140 Mio. Euro, das Ergebnis je Aktie sank von 1,14 Euro auf 0,50 Euro.

Die IFRS-Bilanzsumme belief sich zum Bilanzstichtag auf 88,20 Mio. Euro, nach 118,11 Mio. Euro zum 31. Dezember 2010. Das Eigenkapital (exklusive Minderheiten) reduzierte sich in Folge der im ersten Quartal 2011 durchgeführten Kapitalherabsetzung auf 33,34 Mio. Euro, nach 56,81 Mio. Euro zum 31. Dezember 2010. Die Kernkapitalquote betrug zum Stichtag 331 Prozent, nach 561 Prozent Ende des Geschäftsjahres 2010.

Die Geschäftsführung der Bank erwarte zwar eine Abkühlung der Weltwirtschaft, aber nicht zwangsläufig eine nachhaltige Rezession, heißt es in der Aussendung. Trotz dieses herausfordernden Umfelds gehe man aufgrund der Spezialisierung der Wiener Privatbank auf nachgefragte Sachwerte-Investments von einer soliden operativen Geschäftsentwicklung im vierten Quartal 2011 aus. Man rechne "mit einem soliden, wenn auch unter dem hohen Vorjahresniveau liegenden Jahresergebnis 2011". (APA)

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