Urananreicherung macht rasche Fortschritte

30. November 2011, 16:20
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Soll als Brennstoff in einem neuem Forschungsreaktor verwendet werden - USA befürchten Nutzung für Atomwaffenbau

Seoul - Nordkorea erzielt nach eigenen Angaben rasche Fortschritte bei der Produktion von schwach angereichertem Uran. Das Außenministerium in Pjöngjang erklärte am Mittwoch, dass das Uran als Brennstoff in einem neuen Forschungsreaktor verwendet werden soll. Neben der Urananreicherung gehe auch der Bau des experimentellen Leichtwasserreaktors rasch voran, hieß es. Forderungen der USA, die umstrittene Urananreicherung einzustellen, damit neue Gespräche über das Atomwaffenprogramm stattfinden könnten, wies das Regime zurück.

Nordkorea habe das souveräne Recht zur friedlichen Nutzung der Kernenergie für die Stromgewinnung, wurde ein Ministeriumssprecher von den staatlichen Medien zitiert. Für eine neue Runde von Atomgesprächen mit den USA, China, Südkorea, Russland und Japan dürfe es keine Vorbedingungen geben, betonte der Sprecher.

Nordkorea veröffentlichte die Erklärung während eines Besuchs von US-Außenministerin Hillary Clinton in Südkorea. Ohne auf die Mitteilung direkt einzugehen, rief Clinton das Regime in Pjöngjang auf, sichtbare Schritte zum Abbau seines Atomprogramms zu machen. Die Allianz mit Südkorea sei "noch nie stärker" gewesen, sagte sie in Pusan am Rande einer Konferenz über Entwicklungshilfe.

Zusammen mit ihrem Verbündeten erwarteten die USA, dass Nordkorea konkrete Schritte unternehme, um "Frieden und Stabilität sowie die Denuklearisierung" zu fördern", sagte Clinton. Die US-Regierung befürchtet, dass das Programm zur Urananreicherung letztlich dem Bau von Atomwaffen dienen soll. Für die Herstellung von Atomsprengköpfen muss das Uran in hochangereicherter Form vorliegen.

Vor etwa einem Jahr war die Existenz einer neuen Anlage zur Urananreicherung in dem nordkoreanischen Atomkomplex Yongbyon bekanntgeworden. Nordkorea hatte dem US-Atomwissenschaftler Siegfried Hecker dort Hunderte Gaszentrifugen vorgeführt. Die Nuklearaktivitäten in Nordkorea lassen sich derzeit nicht überprüfen. Nach dem Abbruch der Sechs-Länder-Atomgespräche vor mehr als zwei Jahren hatte Nordkorea internationale Atominspekteure des Landes verwiesen. (APA)

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