PSG ohne Star Pastore nach Salzburg

29. November 2011, 17:23
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Auch Innenverteidiger Lugano und Flügelspieler Menez fehlen den Franzosen. Trainer Kombouare nach Niederlage in Marseille angeschlagen

Paris/Salzburg - Paris St. Germain reist ohne seinen Star Javier Pastore zum Europa-League-Gastspiel am Donnerstag (21.05 Uhr/live Puls4) bei Red Bull Salzburg. Dem 22-jährigen Argentinier, der im Sommer für 43 Millionen Euro von Palermo nach Paris gewechselt ist, wird nach der 0:3-Pleite in der Liga gegen Olympique Marseille eine Pause gegönnt.

Der angezählte PSG-Trainer Antoine Kombouare muss außerdem auf Innenverteidiger Diego Lugano und Flügelspieler Jeremy Menez verzichten. Während der Uruguayer Lugano an einer Knieverletzung laboriert, habe der französische Teamspieler Menez mit einer Knöchelverletzung zu kämpfen. Dazu fehlt der langzeitverletzte Stürmer Guillaime Hoarau, der sich im September einer Schulteroperation unterzogen hat.

Menez war nach dem Debakel in Marseille in die Kritik geraten. Der 24-Jährige soll seinem Gegenspieler Andre Ayew gesagt haben, dass er im PSG-Team für die Offensive zuständig sei und daher nicht so viel laufen müsse. Menez hat diese Darstellung, die die Sportzeitung "L'Equipe" veröffentlicht hat, am Dienstag entschieden zurückgewiesen. Sie passt allerdings ins Bild, das die französische Öffentlichkeit vom angeblich überbezahlten Starensemble hat.

Die Ablöse von Trainer Kombouare ist laut der "L'Equipe" nur noch eine Frage der Zeit. Als mögliche Nachfolger werden mit Carlo Ancelotti, Guus Hiddink und Mircea Lucescu internationale Topstars kolportiert. Vorerst aber könnte interimistisch Ex-Nationalspieler Claude Makelele übernehmen. Der 38-Jährige ist als Berater bei PSG tätig, macht derzeit seinen Trainerschein. Schon nach der Niederlage in Marseille soll sich der einstige Mittelfeldspieler in der Kabine lautstark Gehör verschafft haben.

Mächtigster Mann bei PSG ist allerdings Sportdirektor Leonardo. Der Ex-Trainer von AC Milan und Inter Mailand ist aber darum bemüht, seinem Coach öffentlich vorerst weiterhin den Rücken zu stärken. "Es geht nicht darum, ob er geschwächt ist oder nicht", betonte Leonardo vor der Reise nach Salzburg. "Er bleibt Trainer."

Die Philosophie des Vereins werde sich durch eine Niederlage nicht ändern. Dabei zeigte das Starensemble im Spiel gegen den Erzrivalen eine der schwächsten Saisonleistungen. Drei Punkte fehlen dem Tabellenzweiten der Ligue 1 auf Spitzenreiter Montpellier. "Kombouare hoffnungslos", schrieb die "L'Equipe" am Dienstag. Hauptgrund dafür, dass der 48-Jährige weiter werken dürfe, sei lediglich die Nicht-Verfügbarkeit der Wunschkandidaten. Den ehemaligen Milan-Trainer Ancelotti zieht es ebenso wie den als türkischen Teamchef gescheiterten Hiddink in die englische Premier League. Lucescu will Champions-League-Teilnehmer Schachtar Donezk laut eigenen Angaben in der Winterpause nicht verlassen. (APA/red)

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