Nonne wehrt sich: Heim habe nie mit Kinderhandel zu tun gehabt
Rom - Auf Sri Lanka ist eine Oberin der
Mutter-Teresa-Schwestern wegen angeblichen Kinderhandels festgenommen
worden. Wie der Pressedienst des des römischen "Pontificio Istituto
Missioni Estere" (PIME), "AsiaNews", am Dienstag berichtet, wurde die
Leiterin eines Kinderheims des Ordens in Moratuwa am Freitag von der
örtlichen Polizei verhaftet. Sie wies den Vorwurf gegenüber
"AsiaNews" zurück: Das Heim habe nie mit Kinderhandel zutun gehabt,
die Kinder seien stets auf legalem Weg zur Adoption freigegeben
worden, meldete Kathpress.
Schwester Mary Eliza und zwei weitere Ordensfrauen seien in der
Nacht auf Freitag von Polizisten zunächst einem Richter vorgeführt
worden, berichtete "AsiaNews". Anschließend sei die Oberin im
Frauengefängnis von Welikada inhaftiert worden; die zwei
Mitschwestern seien in die Ordensniederlassung zurückgebracht worden.
Ein förmliche Anklage gegen die Oberin solle jetzt erhoben werden.
Zwei Tage vor der Festnahme hatten Polizisten und Mitarbeiter der
nationalen Kinderschutzbehörde nach Angaben von "AsiaNews" das Heim
in der drittgrößten Stadt des Inselstaates durchsucht. Sie befragten
Kinder und Ordensfrauen und beschlagnahmten Akten. Das Heim sei unter
Leitung der staatlichen Behörden gestellt worden, berichtete
"AsiaNews".
Wie die Erzdiözese Colombo mitteilte, traf am Sonntag die
Generaloberin des "Ordens der Missionarinnen der Nächstenliebe", die
aus Deutschland stammende Mary Prema Pierick, in Sri Lanka ein, um
die verhaftete Ordenfrau im Gefängnis zu besuchen. (APA)