Forscher

"Massive Sicherheitslücke" in Millionen HP-Druckern

Zsolt Wilhelm, 29. November 2011, 16:55
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    foto: hp

    HP LaserJet-Drucker stellen angeblich ein Sicherheitsrisiko dar

Unsicherer Update-Prozess könnte als Einfallstor für Netzwerkattacken missbraucht werden

Das US-Nachrichtenportal MSNBC berichtet von einer ernstzunehmenden Schwachstelle, die mehrere Millionen "HP LaserJet"-Drucker betreffen könnte. Laut den Forschern Ang Cui und Salvatore Stolfo der Columbia University sei das Problem, dass die Aktualisierungssoftware für die Fernwartung der Drucker keinerlei Signatur oder Zertifikat zur Identifizierung der Update-Quelle verlange. Wie die Wissenschaftler demonstrierten, könnten Kriminelle diese Lücke dazu missbrauchen, über manipulierte Drucker-Updates Schadsoftware in Computersysteme einzuschleusen.

Netzwerkattacken und Überhitzung

Cui und Stolfo zeigten, wie sie bei den getesteten LaserJet-Modellen durch manipulierte Updates endlose Druckaufträge auslösten. Dabei begannen die Geräte zu rauchen bis der eingebaute Überhitzungsschalter die Stromzufuhr unterbrach. Für Unternehmen brisanter sei hingegen, dass die Drucker als Einfallstor für Netzwerkangriffe genutzt werden könnten.

Reales Risiko "eher gering"?

HP wurde bereits vergangene Woche über das Sicherheitsrisiko in Kenntnis gesetzt. Den Forschern nach könnte theoretisch jeder seit 1984 verkaufte LaserJet-Drucker betroffen sein. HP sei dabei, dem Problem auf den Grund zu gehen. Ein Sprecher des Konzerns betonte allerdings, dass das reale Risiko einer solchen Attacke "eher gering" sei, zumal alle seit 2009 produzierten Geräte eine signierte Firmware brauchen. 

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MSNBC

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Posting 1 bis 25 von 33
1 2
Woodpecker
00
31.12.2011, 21:34
Habe mal nach einer Drucker-Fehlermeldung gegoogelt ...

... und dabei (man vergleiche die Sache mit den view.. webcam-URLs) eine Menge an gespiderten Druckern, die offensichtlich aus dem Internet erreichbar waren, gefunden. Bei einem dieser hab ich testhalber mal das LAN-Interface auf 127.0.0.1 umkonfiguriert, dann war der nicht mehr erreichbar *fg*.

LL MM
00
21.12.2011, 13:45

Ja, da waren die Herren Hewlett und Packard noch gar nicht auf der Welt. :-)

mfgmfg
00
30.11.2011, 13:45
Ist nicht der unsichere Netzwerkanschluss des Druckers das größere Problem

intern zumindest?

Frodo Der Hobbit
00
30.11.2011, 12:59
man fragt sich eher

warum sich das problem so lang fortquälen konnte!
dieser programmierstil ist mir doch schon ewig lang aufgefallen, in verbindung mit den szene-news und dem verhalten der drucker und treiberinstallationen, und ich kann nicht der einzige sein.
dazu kommen die verflechtungen der eigentümer,
dazu kommen die ereignisse rund um das management, leo apotheker etc.
dass es die firma noch gibt, scheint nicht marktkräften zu verdanken.

whenIama64
04
30.11.2011, 11:33
Drucker geht in Rauch auf?

wie groß ist die Papierlade von einem Laserjet?
5 Mio. Blatt?
Also wenn ein Drucker in Rauch aufgeht, wenn er alle Papierladen verwendet, dann habe ich ganz andere Sorgen als die Security.

chacun à son gout
20
30.11.2011, 10:37
Ich würde mal sagen, nachdem es jetzt weltweit bekannt ist, ist das Risiko schlagartig größer geworden!

Bastian Balthasar Bux
01
30.11.2011, 13:13

Security through obscurity ist KEIN Sicherheitskonzept. ;)

Elef
02
30.11.2011, 09:05

Nachdem mein neuer HP Drucker bei jedem Einschalten irgendeine dubiose 3 minütige Reinigungsprozedur durchlaufen hat, bei der jedes Mal gefühlte 10 Prozent der Tinte ins Schwämmchen ging und noch dazu alle Patronen mit Chips versehen sind, so dass es keine Alternativen zu den sauteuren HP Originalen gibt, habe ich generell kein Problem mehr mit HP, deren hart an der Grenze der Legalität liegenden Kundenverarschung oder lückenhaften Updates. Habe generell nichts mehr von HP...

Sonstwer
00
30.11.2011, 04:34
um die Updates zu installieren

benötigt man das Passwort fürs Web Login

wer keines vergibt - selbst Schuld

zeekaa
00
30.11.2011, 12:56
Früher...

...ging das doch per TFTP, oder?

Michl Reisinger
00
30.11.2011, 05:59
Seit 2009,

oder?

665
03
29.11.2011, 20:16
wie ist das wenn . . . .

. . . . ich in Grippezeiten mit einem gebrauchten Taschentuch die Glasscheibe meines Multfunktionsdruckers putze und danach eine nichts ahnende Kollegin dort ein Dokument einscannt das sie dann mit einem unverschlüsselten e-mail an ein wiederum nichtsahnendes Opfer sendet.
Wird dann den sein Rechner von meinen Viren verseucht?
Dr. Watson antwortet: Im Prinzip ja, aber im konkreten Fall wird die Glasplatte alle 2 Wochen von der Security Truppe mit Glasreiniger geputzt und Reste dieses Glasreinigers nisten sich in mikroskopischen Kratzern der Glasplatte ein und töten somit jeden Virus ab. Also: Immer bei neunen Druckern vorsichtig sein aber die arbeiten eh mit Zertifikat..

§126c Verfechter K.ing Leissner
01
29.11.2011, 19:05

Dumm gelaufen wuerd ich sagen.. Ziemlich peinlich fuer HP, signierte Updates sollten schon viel viel laenger (viel frueher als 2009) Standards sein.

Sogar meine Wireless Logitech Wave Tastatur nutzt AES..

aceFruchtsaft
00
30.11.2011, 00:16

Geh bitte, das ganze ist doch nur lächerlich. An die meisten Netzwerkdrucker kann man vermutlich auch so unlimitiert Druckaufträge senden, ist ja nicht so, dass man sich da für gewöhnlich authentifizieren müsste.
Dazu muss der Angreifer nicht mal die FW manipulieren.

Außerdem, wie bitte soll der Drucker ein Einfallstor für Netzwerkangriffe sein? Wenn ich auf den Netzwerkdrucker Zugriff hab, bin ich bereits im Netzwerk und kann vermutlich viel Schlimmeres anstellen.

§126c Verfechter K.ing Leissner
00
30.11.2011, 08:28

Wuerde ich so nicht unterschreiben. Stellen Sie sich vor, Sie sind in einer Uni/Schule/Groesseren Firma. Da gibt es wahrscheinlich schon interessante Dokumente - obs jetzt die Pruefung, die Matura, die Gehaltsliste der Manager, E-Mails etc ist - sie koennten alles direkt am Drucker abfangen.

Wenn sich jemand die Arbeit macht und solche eine Software schreibt (ist halt wenige Wochen Arbeit) und online stellt, koennten auf einmal alle in der Welt sich die HP Druckdokumente stehlen und schauen was ausgedruckt wird.

Ich finde das ganze nicht so sehr weit hergeholt.

Andreas Grois
00
30.11.2011, 08:58

Da ist es einfacher, einen Sniffer parallel zum Drucker ans Netz zu hängen und einfach den ganzen Netzverkehr aufzuzeichnen, der an den Drucker geht.

Hamad Leomic
00
29.11.2011, 18:11
Na geh!

Dasselbe trifft ungefähr auf alle möglichen Geräte zu welche einen Updatemech. für Firmware haben. Wieder mal eine NoNaNet Ente... Hauptsache man hat es in einen Artikel geschafft.

Was kommt als nächstes?
User können Ihre Dateien freigeben? OH GOTT!

horli
00
29.11.2011, 18:29
Es gibt auch sichere Update-Systeme

z.B:

http://wiki.debian.org/SecureApt

Hamad Leomic
00
30.11.2011, 07:19
Jup

und das ist auch gut so! OS Updates bzw. im Falle von den Repos bei *Nix auch die Updates für Applikationen müssen einfach signiert sein.

Macht MS, die Linux Distros, *Bsd ...

Gerhard Müller
05
29.11.2011, 18:05
Never update

a running Printer!

Gerhard Müller
03
29.11.2011, 18:04
Bis vor Monaten hieß es noch: Experten

nun steht in der Überschrift: Forscher.

Wird das nun zur nächsten Lachnummer bei Talk-Shows?

werwolfi
01
30.11.2011, 01:30

Früher waren die Experten forsch.
Jetzt sind sie forscher... ;o)

Tovarish
00
29.11.2011, 22:10

Forsche Forscher forschen

Donk
00
29.11.2011, 18:00

Macht nix, dass hier eine Sicherheitslücke ist. Der HP Drucker bei mir auf Arbeit ist eh meistens kaputt!
;-)

zk25_1
00
29.11.2011, 17:39
Zum Glück

war mein letzter HP LaserJet kurz nach Ablauf der Garantiezeit kaputt. Genauso wie mein HP Bildschirm davor. (Ironie Ende)

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