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New York/Washington - Ein vielversprechendes Gel, das Frauen beim Sex vor einer HIV-Infektion schützen sollte, hat sich nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde NIH als wirkungslos erwiesen.
Die Behörde habe beschlossen, die Studie mit dem "chemischen Kondom" abzubrechen, teilte sie am 28. November in Bethesda bei Washington mit. Der Hauptgeldgeber der Untersuchung, das NIH-Institut für Aids und andere Infektionskrankheiten (NIAID), befürworte den Stopp.
Nicht geklärt ist, warum das Gel mit dem Wirkstoff Tenofovir nach anfänglich positiven Ergebnissen am Ende so enttäuschend abschnitt. Das "chemische Kondom" wird vor dem Sex in die Scheide eingeführt. In einer südafrikanischen Pilotstudie war das Ansteckungsrisiko mit HIV dadurch um knapp 40 Prozent gesunken.
Die jüngsten Daten ergaben jedoch, dass sich etwa sechs Prozent der Gel-Benutzerinnen trotz Schutz beim Sex mit dem Aidserreger HIV ansteckten. Diese Zahl war identisch mit dem sechsprozentigen Infektionsrisiko von Frauen in einer Vergleichsgruppe, die statt des Tenofovir-Gels ein wirkungsloses Placebo anwandten. (APA)
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- die aids hilfe wien schätzt die zahl der hiv-infizierten in österreich auf 12.000. etwa die hälfte davon lebt in wien.
- täglich kommt es zu 1-2 diagnostizierten neuinfektionen.
- im jahr 2010 wurden 487 neuinfektionen festgestellt
Soll man jetzt:
a) jeder Frau in Österreich für mehrere Jahre Tenofovir-Vaginalgel verabreichen in der Hoffnung, dass einige davon ungechützten GV mit HIV-Infizierten haben um dann Ergebnisse rauszubekommen?
oder doch lieber
b) bei Neuinfektionen versuchen die Zeit zurückzudrehen um die betroffenen Frauen den gleichen Fehler nochmal begehen zu lassen, nur eben mit Vaginalgel?
Bitte zumindest ein bisschen nachdenken. Studien lassen sich nicht bei x-beliebigen Menschen und schon gar nicht ohne deren Einwilligung durchführen.
von diesen 12000 wird nur eine geringe anzahl die kriterien erfüllen, eine noch geringere zahl einwilligen, und überhaupt müssen diese ersteinmal gefunden werden, denn da sind auch die nicht registrierten eingerechnet. keine ahnung von studiendesign, hm?
Man lässt also bewusst Menschen ungeschützten Sex haben... und gibt nur der Hälfte von ihnen irgendwas um sich vor Krankheiten zu schützen währrend man die andere Hälfte blind ins Messer laufen lässt???
Finde nur ich diese Praxis sehr beunruhigend oder gibt es noch jemanden dem die 6% der jetzt sinnlos mit HIV infizierten ein wenig leid tun?
also, es sieht wohl so aus: von frauen, die ohnehin oft ungeschützten sex haben, infiziert sich ein so und so hoher anteil mit HIV. gibt man jetzt einer genug großen population eben jened vaginalgel, kann man aus der veränderung dieser prozentzahl herrauslesen, ob das mittel einen gewissen schutz bietet. nix mit bewusst ins messer laufen lassen.
Nein, das wäre ethisch nicht zu verantworten. Aber wenn die Betroffenen sowieso ein Risikoverhalten an den Tag legen, d.h. bewusst keine Kondome verwenden, unabhängig davon ob Studienteilnehmer oder nicht, geht es und so wird es auch gemacht.
Steht irgendwo, dass die Studienteilnehmerinnen mehr ungeschützten Sex hatten als sonstwer geschweige denn dazu animiert wurden? Es kommt in afrikanischen Ländern nicht selten vor, dass die Ehemänner ein Recht auf kondomfreien Sex einfordern und ihre Frauen anstecken. Das Gel wurde aus diesem Grunde überhaupt erst entwickelt.
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