Svetits beteuert völlige Schuldlosigkeit

29. November 2011, 15:15
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U-Haft "vollkommen unverständlich" - Geldübergaben an Ex-Sekretärin laut ehemaligem GAK-Präsidenten "aus Mitleid"

Klagenfurt - Der frühere GAK-Präsident Peter Svetits hat am Dienstag erneut sämtliche Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen und seine völlige Schuldlosigkeit beteuert. Bei einem Pressegespräch im Klagenfurter Wörthersee-Stadion bezeichnete Svetits die Vorgangsweise der Grazer Justiz als "völlig unverständlich". Gegen Svetits läuft ein Strafverfahren, es geht unter anderem um Steuerhinterziehung, aber auch um Betrug, Zeugenbestechung und Bereicherung.

Gegen Svetits und eine Reihe anderer Personen, unter ihnen Rudi Roth, Harald Sükar, und Stephan Sticher, wird wegen des Verdachts von Abgabenhinterziehung (u.a. Lohnsteuer), fahrlässiger Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen und vollendetem schweren Betrug, wobei sich letzteres auf eine noch schlagend gewordene Landeshaftung in Höhe von 1,2 Mio. Euro bezieht, ermittelt.

Svetits habe zudem einer Zeugin, die ihn belastet haben soll, Geld bezahlt. Insgesamt geht es um rund 4,5 Mio. Euro, eine Summe, die Svetits ebenfalls nicht akzeptiert: "Da sind vom Polizisten Beträge teilweise doppelt angeführt, das stimmt ja nicht."

"Sie hat mir leidgetan"

"Ich habe mich zehn bis zwölf Mal mit dieser Frau getroffen", sagte Svetits. Da sie arbeitslos gewesen sei und Geld gebraucht hätte, habe er ihr einige Male mit Geldbeträgen ausgeholfen. "Sie hat mir leidgetan." Insgesamt habe er ihr "3.000 bis 4.000 Euro" gegeben, dies sei jedoch als Darlehen gedacht gewesen. Er habe dafür aber nicht von ihr verlangt, ihre Aussagen zu ändern.

In seiner Ära als GAK-Präsident habe es jedenfalls kein Schwarzgeld gegeben. Was es gegeben habe, war, dass man einen Teil der Spielergehälter in Form einer Abtretung der Persönlichkeitsrechte bezahlt habe, weil das steuerschonender gewesen sei. 2001 habe das Finanzministerium diese Art der Versteuerung aber nicht mehr akzeptiert, die Vereine hätten Millionenbeträge nachzahlen müssen. "Das hat aber nicht nur den GAK betroffen, sondern eigentlich alle, auch die Wiener Austria und Rapid mussten nachzahlen", behauptete Svetits.

In den späteren Jahren sei er ja gar nicht mehr beim GAK gewesen. Svetits: "Ich habe im Jahr 2006 von April bis November einen Beratervertrag gehabt." Tatsächlich war Svetits in dieser Zeit Generalmanager des Vereins und wurde im November 2006 vom damaligen Klub-Präsidenten Stephan Sticher beurlaubt und kurz darauf gekündigt. Svetits tönte damals, er habe einen unkündbaren Vertrag bis 2009.

"Damit sind offene Rechnungen bezahlt worden"

Svetits übte scharfe Kritik an der Staatsanwaltschaft Graz. Die Verhängung der U-Haft vor zwei Wochen sei für ihn "völlig unverständlich". Die Staatsanwaltschaft habe die von ihm beigebrachten Unterlagen, die seine Unschuld eindeutig beweisen würden, "in keinster Weise gewürdigt". "Ich sehe mich als Opfer", erklärte Svetits und fügte hinzu, es gebe "einflussreiche Personen", die in die Sache verwickelt seien. Namen wollte er aber nicht nennen.

Der Vorwurf der persönlichen Bereicherung sei völlig absurd, so Svetits. Dabei geht es um einen Scheck von Frank Stronach in der Höhe von zehn Millionen Schilling. Der vom Gericht bestellte Sachverständige hat in seiner Expertise festgestellt, dass es in der Vereinsbuchhaltung keinen entsprechenden Kontoeingang gibt. Svetits: "Das ist auf ein Subkonto des GAK gegangen, damit sind offene Rechnungen bezahlt worden."

Dieses Subkonto sei ein Sparbuch gewesen. Er habe sich nicht bereichert, sondern im Gegenteil eigenes Geld für die Bezahlung offener Rechnungen in den GAK gesteckt, beteuerte Svetits. Bei den derzeitigen Erhebungen der Justiz sei er außerdem nur "eine Randfigur", meinte der 53-Jährige, der sich überzeugt gab, dass das Verfahren gegen ihn eingestellt werde. (APA)

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    Svetits packt Zeitungsartikel aus.

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