Netzwerk Winter

Salzburg startet Skisport-Anfängeroffensive

29. November 2011, 14:26
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    foto: apa

    Kinder, die noch nie auf Skiern gestanden sind, werden vom Netzwerk Winter dabei unterstützt, Skifahren zu lernen.

    Info: Netzwerk Winter

Kooperation mit Skischulen sowie Patenschaften sollen Wintersportwochen für Schulen attraktiver machen

Salzburg - Wer als Kind die Freude am Wintersport nicht entdeckt, wird auch als Erwachsener kaum für Urlaub im Schnee zu gewinnen sein. Von diesem einfachen Zusammenhang geht das Salzburger Netzwerk Winter aus und will mit einem Maßnahmenbündel die Skifahrer von morgen für die heimischen Wintersportgebiete gewinnen. Salzburgs Tourismusreferent LH-Stv. Wilfried Haslauer (V) stellte am Dienstag gemeinsam mit Vertretern von Skilehrern und Landesskiverband eine Anfängeroffensive vor.

"Jede Familie, in der das Skifahren nicht mehr ausgeübt wird, ist auf Generationen verloren", macht sich Haslauer Sorgen um den Nachwuchs im Wintertourismus. In der Stadt Salzburg gingen nur mehr 15 Prozent der Bevölkerung regelmäßig Skifahren. Das seit dem Jahr 2006 bestehende Netzwerk Winter, das sich als Meinungsbildner für Wintersport und Tourismus versteht und alle an diesen Themen interessierten Branchen vereint, sieht die Lehrer als einen Schlüsselfaktor, um Wintersportwochen in Schulen wieder attraktiver zu machen.

Damit eine Wintersportwoche durchgeführt wird, müssen 70 Prozent der Schüler bzw. Eltern einer Klasse dem zustimmen. Doch weil viele Kinder noch nie auf Skiern gestanden sind und keine Ausrüstung haben, sei diese Hürde immer schwerer zu nehmen, berichtete Franz Schenner, Sprecher des Netzwerks Winter. Außerdem mache es vielen Lehrern keinen Spaß, eine ganze Woche mit Anfängern auf einem Babyhang zu üben.

Deshalb bietet das Netzwerk Winter nun eine Kooperation mit den Salzburger Skischulen an. Die Anfänger werden von einem professionellen Skilehrer betreut, die Sportlehrer können sich mit den Fortgeschrittenen aus der Klasse beschäftigen. Außerdem können für jene Kinder, die keine Ausrüstung haben, Patenschaften beim Netzwerk Winter abgerufen werden.

Eine Patenschaft umfasst die Betreuung durch den Skilehrer, Liftkarte sowie Ausrüstung und kostet 150 Euro. "Mit dieser Patenschaft wird es für die Klassen leichter, die Hürde von 70 Prozent zu überwinden", ist Schenner sicher. Insgesamt will das Netzwerk Winter ein Budget von 100.000 Euro für solche Patenschaften für den Winter 2012/13 aufbringen. Immerhin ist das Salzburger Land mit einem Anteil von 50 Prozent Marktführer bei den Wintersportwochen. Diese Position gelte es zu behaupten, sagte Schenner.

Freude am Skilauf will auch die Aktion "Von der Schule auf die Piste" vermitteln. Dabei können Schulkinder in den örtlichen Skiclubs einmal in der Woche ein Schnuppertraining mitmachen. "Ohne Breite gibt es keine Spitze", erklärte der Präsident des Landesskiverbands, Bartl Gensbichler. "Das Wichtigste ist, die Freude am Skifahren zu erwecken." Ist diese Begeisterung erst entfacht, dann würden die Kinder mit der gleichen Intensität von ihren Eltern das Skifahren verlangen wie sie nun eine Playstation wollen, ist Gensbichler überzeugt. Und dann brauche man sich um den Nachwuchs für den heimischen Skisport keine Sorgen mehr zu machen. (APA)

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11 Postings
sleepyc
00
30.11.2011, 15:42
jetzt werden's alle zum schifahren angefüttert,

die haserln und wenn sie dann groß sind müssen sie merken, dass
- es keinen schnee mehr gibt, weil der winter ausbleibt
- und sie es sich, selbst wenn ausnahmsweise doch noch mal schnee kommen sollte, sowieso nicht mehr leisten können.

AlBundyFan
 
00
30.11.2011, 13:58
in bin noch nicht so alt - aber es ist schon ein gewaltiger unterschied zu damals

anfang der 80er bin ich und die nachbarskinder einfach raus nebens haus und dann sind wir raufgebrettelt und die 150-200 meter runtergefahren.
für ein kind im alter von 4-10 jahren reicht das vollkommen aus um schifahren zu lernen.

zu mittag sind wir zum essen nach haus und dannach wieder raus.

sowas ist heute undenkbar.....ohne lift schi fahren.

Otto Normalverraucher
02
30.11.2011, 09:25
Offensive

Was soll dieses pseudo-romantische Gesäusel von der "Liebe zum Schisport"? Es gibt kaum ein Kind, dem das Schifahren keinen Spass machen würde, aber immer weniger können sich's leisten. Wie sollen kinderreiche Familien, die das ganze Jahr über, aufgrund der staatlich geduldeten bzw. sogar geförderten Preistreibereien bei Energie, Lebensmitteln & Co, schon buchstäblich den Kitt aus den Fenstern fressen, dann einige Tausen Euro für den Schiurlaub aufbringen? Da werden auch irgendwelche panikgetriebenen "Offensiven" wenig helfen.

Arbeit für die Zensur
00
30.11.2011, 15:46

So ist es und die Werbefachleute reden so locker nur 150.- EURO Kosten, na da möchte ich sehen wie eine Mutter die nur so an die 1000.- EURO verdient sich das leisten kann.

Zuerst bauen die mit dem Geld der Steuerzahler (Förderungen) ein Skigebiet nach dem anderen und dann werden Kinder dorthin "gezwungen" um weiter Geld von den Steuerzahlern einzutreiben.

yomellamo
01
30.11.2011, 07:01
ui... jetzt kommen die auf einmal drauf

auf das was schon vor jahren an einer hand auszurechnen war.

... Schifahren ist fuer eine familie einfach viel zu teuer. Daran wird auch diese initiative nicht viel aendern. Gerade Kinder brauchen recht oft eine neue ausruestung, die liftkarten fuer die ganze familie (ein grosser brocken), dann noch die unterkunft und das essen im schigebiet ist auch nicht gerade so billig (selbst wenn man tlw. selbst kocht). Fuer dasselbe Geld kommt man auch schon irgendwo in den Sueden.

In den groesseren gebieten gibts dann auch nur immer die sauteure liftkarte mit der man die ganze schischaukel rauf und runter fahren kann, ... aber zumeisst wuerde auch ein einziger berg reichen.

Dissident
 
03
29.11.2011, 16:48
Am Abend (sprich: wenn der Hut brennt) wird der Faule fleißig.

Jahrzehntelang hat man den Einheimischen - auch via Preisgestaltung! - zu verstehen gegeben, dass ausländiche Gäste (die natürlich meist länger bleiben) wichtiger sind. Jetzt, wo die Herrschaften sehen, dass der wichtige Heimmarkt wegbricht, will man mit halbherzigen (und unintelligenten/siehe Posting von gazometer) Aktionen noch schnell gegensteuern. Eine uncoole Partie, das ganze...

Alter Knochen
05
29.11.2011, 16:10

Macht die Liftkarten günstiger, dann kommen auch wieder Familien mit Kindern. In größeren Skigebieten ist das ja schon nahezu unleistbar.

fips72
00
29.11.2011, 17:25
Familienkarten

Ja ich denke auch, dass der Schlüssel im Angebot von Familienkarten ist. Teilweis bekommt man mit dem Familienpass schon Vergünstigungen, aber da geht schon noch was ...

rotes Herz
00
30.11.2011, 07:18

Die Familientarife gibt es flächendeckend: Vergleichen Sie mal die Preise und Tarife der Ferienwochen mit den übrigen Wochen - dann wissen Sie wie viel(!) die Familien und die Jungen dem Tourismus wert sind. ;-)

gazometer
21
29.11.2011, 14:42

Da werden Kinder gefördert und grad werden sie 16/18 können Sie sich die Liftkarte nicht mehr leisten. Das bringt nix..
Besser wäre es ihnen sofort Tiefschneefahren/Tourengehen/Schneeschuhwandern beizubringen. So hat man Wintersport ohne Atomstrom-Schneekanonen..

yomellamo
00
30.11.2011, 06:57

wenn allerdings alle tiefschneefahren und touren gehen, dann gibts bald keinen platz mehr wo man das noch ungestoert machen kann und wo die natur nicht gestoert wird.

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