Wikileaks verschiebt Neustart

29. November 2011, 13:21
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"Im Interesse der Sicherheit von Whistleblowern"

Die Enthüllungs-Plattform Wikileaks will ihre Informanten mit einem neuen Verschlüsselungsverfahren künftig besser schützen.  Der Betrieb der Plattform war im vergangenen Oktober gestoppt worden, unter anderem, um die Sicherheit der Informanten nicht zu gefährden. Allerdings hatten schon zuvor die Ermittlungen gegen Gründer Julian Assange und Streitereien in der Wikileaks-Spitze die Arbeit weitgehend lahmlegt. Ursprünglich sollte der Neustart am Donnerstag über die Bühne gehen - nun wurde dieser verschoben. "Im Interesse der Sicherheit von Whistleblowern". Das System soll weiter getestet werden.

SSL

Statt der SSL-Verschlüsselung habe man ein neues, komplexes System für die Dokumenten-Einreichung entwickelt, erklärten die Wikileaks-Aktivisten jetzt. Die Sicherheit von SSL-Zertifikaten sei seit mehr als einem Jahr durch Banden der organisierten Kriminalität und Geheimdienste durchlöchert worden und nicht mehr reparabel, heißt es in der Mitteilung. Die Möglichkeit der sicheren Kommunikation von Journalisten und Menschenrechtsaktivisten über das Internet sei erheblich eingeschränkt gewesen. Die neue elektronische "Drop Box" solle substanziell besser sein als ihr Vorgänger. (APA)

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