Novelle

PHs fehlt Beachtung neuer Lehrerausbildung im Dienstrecht

29. November 2011, 15:12

Pädagagogische Hochschulen kritisieren ungleiche Gewichtung von Lehre und Forschung in Novelle für neues Dienstrecht für PH-Lehrende

Wien - Einzelne Pädagogische Hochschulen (PHs) kritisieren dass im Gesetzesentwurf zum neuen Dienst- und Besoldungsrecht für PH-Lehrende keinerlei Berücksichtigung der geplanten neuen Lehrerausbildung zu finden ist. Sie begrüßen zwar generell die Gesetzesnovelle, deren Begutachtung endete, äußern in ihren Stellungnahmen jedoch Kritik an der ungleichen Gewichtung von Lehre und Forschung. Ebendiese sollte ursprünglich für eine bessere Stellung der PH im tertiären Sektor gestärkt werden.

Ein "Umdenken des Gesetzgebers" fordert daher die PH Tirol, die die Lehre bei der Lehrvergütung "eindeutig bevorzugt" sieht, was Forschung und pädagogisch planende Arbeiten "unattraktiv" mache. Dabei seien diese beiden Bereiche mit der Lehre "als gleichwertig anzusehen", ohne sie könne "keine Hochschule auskommen". Die PH Vorarlberg erachtet diesen Umstand gerade im Hinblick auf die geplante neue Lehrerausbildung als unpassend.

Einstufung an Unis angleichen

"Schwer verständlich" sei es unter diesem Aspekt auch, dass der Entwurf davon ausgeht, dass sich in den Folgejahren "die studienrechtlichen Rahmenbedingungen und das Ausbildungsangebot nicht ändern" werden, wie es in den Erläuterungen im Entwurf wörtlich heißt. Die PH Vorarlberg betont jedoch in ihrer Stellungnahme, dass sich "das Ausbildungsangebot tatsächlich stark verändern" wird und ein neues Dienstrecht auf die damit ändernden Bedingungen angepasst werden können muss. "Da Einstufungsrichtlinien den universitären Kriterien angeglichen werden sollen", bekräftigt auch die PH Oberösterreich, "muss auch das Gehaltsschema dem der Universitäten angeglichen werden."

Weiterhin Bundes- und Landeslehrer

Fehlende Berücksichtigung seiner eigenen Vorschläge kritisiert indes der Rechnungshof (RH). Eine Expertengruppe des RH hatte neben einer einheitlichen Grundausbildung mit anschließend modularer Struktur für alle Lehrkräfte auch ein einheitliches Ressort für Aus- und Fortbildung gefordert. Derzeit ist Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) für die den Pflichtschulbereich (Volks-, Haupt-, Sonder- und Polytechnische Schule) abdeckenden PH zuständig, Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) für die Unis, die Lehrer für AHS und berufsbildende mittlere und höheren Schulen (BMHS) ausbildet.

Kritik von Gewerkschaft

Kritik am geplanten Inkrafttreten der Gesetzesnovelle am 1. Oktober 2012 kommt indes von der Pflichtschullehrergewerkschaft. Gerade rund um mitverwendete Lehrende an den PH bestehe ein "intensiver Informationsbedarf über die für sie entstehenden Vor- bzw. Nachteile". Auch der Rektor der PH Burgenland, Walter Degendorfer, regt aufgrund entsprechender Vorlaufzeiten einen späteren Start "frühestens 1. September 2013" an. Ivo Brunner, Rektor der PH Vorarlberg und Vorsitzender der Rektorenkonferenz für die PH, hat dafür kein Verständnis, "da eine Angleichung des Dienst- und Besoldungsrechts für Hochschullehrpersonal an den tertiären Bereich keinen weiteren Aufschub dulden kann". (APA)

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24 Postings
Alfred Moosbrugger
02
4.12.2011, 17:52
Die PH gehört abgeschafft!

Die Lehrerausbildung, Lehrerfortbildung und -Weiterbildung gehört an die Universitäten!

Und aus.

sternsteinblitz
00
4.12.2011, 20:02

Ich würde eher sagen: in ein universitäres Umfeld.

mountaineer
00
2.12.2011, 12:57

Brauchbare Forschung findet an den Universitäten statt.

sternsteinblitz
10
2.12.2011, 15:32

Auch brauchbare Fachdidaktik?

no use for a (nick)name
01
3.12.2011, 18:00

ja durchaus!

sternsteinblitz
10
3.12.2011, 19:27

Aber leider nur "durchaus", wenngleich auch immer besser werdend.

lehrer
01
30.11.2011, 18:00
forschung selbstverständlich..

auch an den päadagogischen fakultäten werden ähnliche/gleiche forschungsfragen gestellt...es sollte daher ziel sein PH an Uni anzuhängen bzw umgekehrt..hat ja wenig sinn in österreich ständig doppelgleisigkeiten aufrechtzuerhalten...verknüpfung von praxis und! theorie dringend notwendig!!!

Mario Ahner
11
30.11.2011, 09:27
Ja bitte: Angleichung ans Uni-Personal.

Da gibt’s nämlich keine Extra-Abgeltung für Forschung oder Lehre, sondern der Kollektivvertrag bezahlt pauschal Folgendes:
1. Mitarbeit bei Forschungsaufgaben
2. Mitarbeit bei Prüfungen
3. Mitarbeit bei Organisations- und Verwaltungsaufgaben
4. Betreuung von Studierenden
5. selbständige Forschungstätigkeiten
6. selbständige Durchführung von Lehrveranstaltungen und Prüfungen
Dazu kommen noch "ehrenamtliche" Tätigkeiten als z. B. Strahlenschutzbeauftragter. Und das Ganze um pauschale 2458 Euro brutto (und selbstverständlich keine Ferien, sondern 5 Wochen Urlaub). So schauts aus.

sternsteinblitz
00
30.11.2011, 20:56

Dass der Uni-Mittelbau heillos unterdotiert und ausgebeutet wird, ist bekannt. Aber dies ist noch lange kein Grund, derart gegen die Lehrer zu geifern, wie Sie es zumeist tun.

Mario Ahner
00
1.12.2011, 08:39

Entschuldigung, ich geifere nicht gegen Lehrer, sondern bin nur für eine gewisse Verhältnismäßigkeit im Jammern.

sternsteinblitz
00
1.12.2011, 09:04

Na dann interpretieren Sie einmal Ihre Postings nach methodischen Kriterien, das sollte Ihnen ja geläufig sein. Da es sich um die eigenen Postings handelt, könnte Ihnen die Aktionsforschung durchaus helfen.

osthugo
01
29.11.2011, 20:45
Ja, ja

Derartiger Schwachsinn hat ja wieder kommen müssen!

Alfred Moosbrugger
25
29.11.2011, 20:17
PH und Forschung? Ein Hohn!

Ginge es nach der Kompetenz der Vortragenden, dürfte so mancher PH-Lehrender KEINEN CENT bezahlt bekommen.
Ich habe in der Fortbildung dort Manches erlebt, das, einmal publik, ganze Bände Satire ergäbe oder Witzbücher, wenn es nicht so traurig wäre.

Die PH ist eine fürstliche Versorgungsanstalt für gescheiterte Lehrerinnen und Lehrer, sonst nichts.

Die Forschung gehört ausschließlich an die Universitäten.

Über die intellektuelle "Höhe" der so genannten -hochschulen sieht man schnell einmal drüber.

sternsteinblitz
10
30.11.2011, 20:51

Sie kennen aber schon den Unterschied zwischen Fortbildung und Ausbildung an einer PH?

Worum geht es wohl in dem Artikel?

se-michi
12
30.11.2011, 08:54

Als Student an der PH Wien, würde ich ihnen von Allgemeinformulieren wie Sie sie treffen doch abraten. Auch wenn ich ihnen im Großen und Ganzen zustimmen kann, aber auch die PH hat sehr gute, fähige Lehrkräfte. Die Frage die sich stellen mag, muss ein Pflichtschullehrer auf dem Niveau einer Uni forschen können?

persona grata
41
30.11.2011, 11:42

Studieren Sie im Hauptfach Deutsch?

sternsteinblitz
00
30.11.2011, 20:49

Schaffen Sie auch einen inhaltlichen Bezug?

Carla Sociale
23
29.11.2011, 15:51
Forschung an unseren PHs?

Da kann nur eine falsche Begriffsdeutung für "Forschung" vorliegen.

sternsteinblitz
00
29.11.2011, 18:13

Welche denn?

sternsteinblitz
00
7.12.2011, 07:20

Nun, da nichts kommt, helfe ich Ihnen auf die Sprünge: Wenn Sie die Unterrichtsforschung (von lehramtlicher Relevanz) an den beiden Institutionen vergleichen, so werden Sie keinerlei Unterschiede feststellen können, weder inhaltlich noch methodisch.

john lebovski
00
17.12.2011, 00:02

ja, weil's die hier wie dort nicht gibt!

sternsteinblitz
00
18.12.2011, 07:15

Äh, leben Sie schon auf diesem Planeten?

john lebovski
00
18.12.2011, 10:33

Nachdem sie die privilegierte sicht aus dem elfenbeinturm genießen dürfte, dann klären sie mich bitte mal auf, welche in irgendeiner weise relevanten forschungsergebnisse hervorgebracht wurden? Betonung liegt auf rlevant!

sternsteinblitz
00
18.12.2011, 15:55

Zuerst definieren Sie mir bitte "relevant", dann gebe Ihnen gerne Quellen (Sie könnten sich natürlich diese auch selbst suchen, sie sind leicht zu finden.)

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