Absicherung

Twitter kauft sich Android-Sicherheitsexperten Whisper Systems

Andreas Proschofsky, 29. November 2011, 12:13
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    grafik: whisper systems

    Eine der bisher von Whisper Systems angebotenen Anwendungen: Flashback, eine Lösung verschlüsselt Backups online abzulegen.

Hat unter anderem Apps für verschlüsselte Telefonie und SMS entwickelt - Zukunft unklar

Beim Microblogging-Service Twitter hat man sich Verstärkung in Fragen Sicherheit geholt: Durch den Kauf von Whisper Systems schnappt man sich ein Unternehmen, das bisher vor allem durch diverse Android-Sicherheitsanwendungen auf sich aufmerksam gemacht hat.

Apps

So hat Whisper Systems mit TextSecure eine Anwendung entworfen, mit der sich OTR-verschlüsselte SMS verschicken lassen. Analog dazu gibt es in Form von RedPhone auch eine App zur verschlüsselten Telefonie. Zuletzt hatte man sich vor allem auf WhisperCore konzentriert, eine Erweiterung für den Android-Kern, die zahlreiche Sicherheitsverbesserungen wie Vollsystemverschlüsselung oder ein selektives Berechtigungssystem nachrüstet. Mit Flashback gibt es außerdem ein Tool um verschlüsselte Backups des gesamten Systems online zu sichern - seine volle Funktionalität entfaltet das Ganze dabei erst im Zusammenspiel mit WhisperCore.

Kurzfristige Störung

Wie man in einem Blog-Posting verkündet, will man die entsprechenden Services auch langfristig weiterführen. Allerdings werde es eine "Übergangsphase" geben, in der einige der Angebote nicht verfügbar sein werden. Konkret nennt man dabei RedPhone, das umgehend abgeschaltet wird, sowie Flashback, bei dem man den NutzerInnen noch einen Monat "Galgenfrist" gewährt. Interessanterweise ist - das eigentlich nicht genannte - TextSecure mittlerweile über eine Market-Suche ebenfalls nicht mehr auffindbar, auch wenn sich die eigentliche Produktseite weiterhin direkt verlinken lässt.

Aufgaben

Offen lässt man hingegen, was das konkrete Aufgabengebiet der beiden Whisper-Systems-Entwickler bei Twitter sein wird. Allerdings ist aufgrund ihres Hintergrunds wohl davon auszugehen, dass sie sich künftig um die Absicherung der mobilen Twitter-Versionen kümmern werden. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 29.11.11)

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