C.A.T. oil mit weniger EBIT

29. November 2011, 10:30
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Wechselkursverluste und mehr Abschreibungen

Wien - Der an der Frankfurter Börse notierte Wiener Ölfeldausstatter C.A.T. oil hat im dritten Quartal weniger verdient. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging um 6,7 Prozent auf 8,7 Mio. Euro zurück, und das Nettoergebnis schrumpfte um 25 Prozent auf 5,8 Mio. Euro, gab das Unternehmen am Dienstag ad-hoc bekannt. Neben höheren Abschreibungen bei Kapazitätserweiterungen schlugen auch Wechselkursverluste durch. Das operative EBITDA verbesserte sich um 13,8 Prozent auf 18,9 Mio. Euro, die EBITDA-Marge von 25,3 Prozent in Q3 wird im Gesamtjahr bei 21 bis 22 Prozent erwartet.

Im Gesamtjahr sollen die Umsätze, die im dritten Quartal um 14,3 Prozent auf 74,7 Mio. Euro zugelegt haben, auf 260 bis 270 Mio. Euro wachsen, basierend auf einem Rubel/Euro-Wechselkurs von 41, erklärte die hauptsächlich in Russland tätige C.A.T. oil weiter. Im Vorjahr hatte man 229 Mio. Euro umgesetzt. Trotz aktueller Turbulenzen an den weltweiten Kapitalmärkten und der wirtschaftlichen Unsicherheiten sei das makroökonomische Umfeld in Russland und Kasachstan stabil, man gehe von einer positiven Entwicklung der Auftragslage für 2012 aus.

Im dritten Quartal gewann C.A.T. oil nach eigenen Angaben neue Aufträge und konnte das bestehende Volumen ausbauen. Die Zahl der durchgeführten Aufträge stieg im dritten Quartal um 10 Prozent auf 930 Jobs. Trotz der witterungsbedingt gewöhnlich geringeren Geschäftstätigkeit wolle man die Auslastung auf dem Niveau des Vorjahresquartals halten. Ungeachtet des Kostendrucks aufgrund der Wechselkurseffekte und der Geschäftsexpansion wolle man ein profitables Wachstum realisieren. Einen wichtigen Wachstumstreiber sehe man ab 2012 im Conventional Drilling, hier stehen die Gespräche mit den Kunden über den Einsatz neuer Bohrtürme kurz vor Beendigung. Seit Juli ist der erste Conventional-Drilling-Bohrturm in Betrieb, sieben weitere wurden bereits nach Russland geliefert.

In den ersten neun Monaten zusammen wuchs der Umsatz um 20,6 Prozent auf 209,7 Mio. Euro, allerdings erhöhten sich auch die "Umsatzkosten" um 26,1 Prozent auf 177,4 Mio. Euro, wie es heißt. Die Zahl der Jobs kletterte um 14,3 Prozent auf 2.578, und das EBITDA stieg um 5,7 Prozent auf 45,9 Mio. Euro. Das EBIT sank jedoch um 14,0 Prozent auf 18,6 Mio. Euro. Der gewichtete durchschnittliche Mitarbeiterstand verringerte sich - nach Auslagerung der Workover-Crews - in den ersten neun Monaten um 2,2 Prozent auf 2.373. (APA)

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