"So pessimistisch wie die Österreicher ist niemand sonst auf der Welt"

29. November 2011, 11:01
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Der Ökonom Erich Streissler zeichnet den Weg aus der Krise: Höhere Steuern für das obere Drittel der Gesellschaft zumindest über fünf Jahre

"Es gibt zwar Probleme, aber sie sind bei Weitem nicht so groß, wie das in Österreich gerne dargestellt wird", meint der Ökonom Erich Streissler zur aktuellen Lage. Die österreichischen Banken seien - mit Ausnahme der Hypo Alpe Adria - "im Wesentlichen sehr gut dran". Im Gespräch mit Hans Rauscher erläutert Streissler die Gründe für das Zustandekommen der Finanzkrise. Um wieder herauszukommen, spricht sich Streissler für ein Maßnahmenpaket aus. Dabei würde man über höhere Steuern nicht hinwegkommen. Streissler würde Steuererhöhungen zumindest für die nächsten fünf Jahre oder bis zum Zeitpunkt, wo die Verschuldung von 60 Prozent wieder erreicht ist, vornehmen. Er schlägt dabei vor, die Besteuerung der Sparzinsen von 25 auf 35 Prozent hinaufzusetzen, dazu würde er höhere Steuern auf Autos empfehlen, soweit sie nicht nur Samstags und Sonntags fahren, und das 13. und 14. Gehalt sollte mit 25 Prozent besteuert werden. Das würde die 40 Prozent der Wohlhabenderen in Österreich betreffen und nicht nur die kleine Gruppe der Super-Reichen. (derStandard.at, 29.11.2011)

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