IPO

Facebook-Börsenwert auf 100 Milliarden Dollar geschätzt

29. November 2011, 10:10
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    foto: apa/dpa/armin weigel

    Facebook lockt die Börsianer

Zeitung: IPO frühestens im April 2012

Während manch Insider sich bereits die Hände rieb und vorfreudig das Jahresende herbeisehnte, dürfte der Börsengang des sozialen Netzwerks Facebook doch erst 2012 stattfinden. Laut Wall Street Journal stünde der Gang aufs rutschige Parkett zwischen April und Juni 2012 an.

100 Milliarden Dollar

Man erhoffe sich damit, über 10 Milliarden US-Dollar locker machen zu können. Der Börsenwert könnte den Erwartungen nach zum Start die 100 Milliarden US-Dollar übersteigen. Damit wäre Facebooks IPO beispielsweise viermal größer, als Googles Börsengang im Jahr 2004. Das soziale Netzwerk, dass bereits über 800 Millionen Nutzer zählt, könnte damit einen der 10 größten Börsenstarts der Geschichte hinlegen.

Facebook-Finanzchef David Ebersman habe die Pläne bereits mit Bankern besprochen, hieß es in dem Zeitungsbericht weiter. Firmengründer Mark Zuckerberg habe sich jedoch noch nicht für Details entschieden und könne seine Pläne auch noch ändern. Facebook habe firmenintern bereits einen IPO-Prospekt zusammengestellt und könne den Börsengang theoretisch jederzeit anschieben. Das Unternehmen lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Offenlegung der Finanzen

Seit Monaten warten Analysten und potentielle Anleger auf den Startschuss. Nicht zuletzt deshalb, weil die Summe der Investoren bereits das Maximum der SEC-Vorgabe von 500 Anlegern überschritten hat und die Betreiber im April erstmals ihre Finanzen offenlegen müssen. Von privaten Investoren wurde Facebook zuletzt mit rund 80 Mrd. Dollar bewertet. Im Jänner bezifferte Goldman Sachs den Firmenwert noch auf 50 Mrd. Dollar, im Juni 2010 wurde das Internet-Phänomen noch auf 23 Mrd. Dollar taxiert.

Keine guten Vorboten

Ein Börsengang von Facebook wäre allein wegen des Volumens der Höhepunkt der jüngsten Serie von Internet-Börsengängen. Die Bilanz dieser IPO fällt bisher jedoch ernüchternd aus: Die mit viel Tamtam an der Börse gestarteten Aktien des Schnäppchenportals Groupon kosten mittlerweile deutlich weniger als bei der Ausgabe. Auch bei dem Netzwerk LinkedIn und dem Musikdienst Pandora kosten die Aktien deutlich weniger als zu Beginn des Börsenhandels. (zw/APA)

 

JamesMoriartie
00
29.11.2011, 12:40

kurze Rechnung:
Umsatz 2010 2 Milliarden Dollar
sagen wir mal Facebook macht 2011 5 Milliarden Umsatz und 2 Milliarden Gewinn (was seeehr großzügig geschätzt ist)
mit diesen Werten würds 20 Jahre dauern bis Facebook mal seinen Firmenwert umgesetzt (!) hat.. bis mal 100 Milliarden Gewinn erwirtschaftet worden sind würds 50 (!) Jahre dauern.

Rein statistisch wärs aber schon eine große Leistung wenns Facebook in 10 Jahren überhaupt noch gibt.

Ok - natürlich kanns auch sein, dass Facebook seinen Gewinn Jährlich verdoppelt und letzten endes die 100 Milliarden tatsächlich gerechtfertigt sind - aber bis jetzt sind alle vergleichbaren Netzwerke den Bach runter gegangen ;)

neeeed
00
29.11.2011, 13:10

soweit ich weiß hat facebook noch nie gewinn gemacht - bitte mich zu korrigieren wenn ich falsch liege...

maxfax
00
29.11.2011, 12:19
Irgendwo muß man ja...

...das Geld verbrennen, das gerade gedruckt wird...

Der Neue Alte
00
29.11.2011, 12:05
Das nächste Kasino eröffnet.

Blick Winkel
01
29.11.2011, 10:29
Blase 3.0?

Der Zeitpunkt (Wirtschaftskrise/Double Dip) ist denkbar ungünstig und da muss man sich schon die Frage stellen, warum Zuckerberg nicht bessere Zeiten abwartet. Hat irgendwie den Beigeschmack von "jetzt noch schnell Kohle machen und dann gehts abwärts".

Auf jeden Fall haben der Börsegang und die nachfolgenden Monate das Potential Geschichte zu schreiben (Mega Top oder Mega Flop). Ich persönlich tippe eher auf die ultimative Blase, weil Facebook (im Vergleich zum schwarzen Gold) extrem einfach ersetzbar ist.

Elsa Stern
00
29.11.2011, 12:27
einverstanden

bin vollkommen einverstanden.

aktuelle studien hierzu bestätigen dies:
- http://arxiv.org/abs/1110.1319 (zwischen 15 und 39 milliarden dollar)
- http://david.priv.at/blog/?p=239 (zwischen 15 und 33 milliarden)

die eigentliche frage ist doch wie facebook kohle machen will. nur mit werbung (zumindest so wie sie jetzt geschaltet wird) wird das nicht funktionieren. der rest ist hoffnung auf ein besseres geschäftsmodell. bei google lief es so ähnlich, dort hat man aber den schritt zu einem tragfähigen modell (paid search) gefunden. die hohe fb-bewertung ist eine wette darauf, dass es auch fb gelingt.

Blick Winkel
01
29.11.2011, 13:10

Das Geschäftsmodell von Facebook ist nicht die "normale" Werbung, sondern die hochgradig zielgerichtete Werbung. Facebook hat u.a. durch den Like-Button eine gigantische Datenbasis.

Fiktive Facebook-Akte "Elsa Muster"

*) weiblich, mitte 30
*) verheiratet mit "Franz Muster"
*) täglich ca. 30 Minuten auf derstandart.at.
*) liest dabei 50% IT-Artikel, 10% Internatioal und 5% Immobilien
*) täglich ca. 20 Minuten auf einem Singleportal
*) Schickt auffallend viele Facebooknachrichten an "Michael Schön".
*) ....

Solche Daten sind unbezahlbar für Konzerne! Facebook kennt Sie besser als Ihre Freunde und Familie! Genau diese Daten sind der Wert von Facebook.

Big Brother ist ein Witz dagegen!

solandre
 
00
4.12.2011, 13:03

lustiges und wahres beispiel.

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bei mir gibt es keine like buttons und keine werbung. sehr angenehm und schnell. facebook sieht mich nicht, ich sehe fb nicht. double win ;-)

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