Arzneimittel & Gewalt

Bürgerkommission: Antidepressiva machen Menschen zu Mördern

Interview | Regina Philipp, 29. November 2011, 10:13
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    foto: ap/robert jäger

    Kastner: "Ich halte es für fatal eine hilfreich Medikamentengruppe zu stigmatisieren und pauschal zu behaupten, dass ein Mensch mit der Einnahme eines Antidepressivums zum Mörder wird. Das stimmt einfach nicht".

Die Linzer Psychiaterin Adelheid Kastner spricht dagegen von anekdotischen Fallberichten

Ein 17-Jähriger bringt seinen besten Freund um. Die Bürgerkommission für Menschenrechte - gegründet von der Scientology-Kirche Österreich - sieht einen Zusammenhang mit Antidepressiva, die der Jugendliche laut Medienberichten seit geraumer Zeit eingenommen hat. Die Frage ob ein Antidepressivum einen Menschen zum Mörder machen kann, beantwortet die Bürgerkommission plakativ mit: Ja. Die Psychiaterin Heidi Kastner hält diese Aussage für vollkommen unzulässig. 

derStandard.at: Die Bürgerkommission für Menschenrechte behauptet, dass Antidepressiva einen Menschen zum Mörder machen können. Ist da was dran? 

Kastner: Diese Aussage ist in dieser verkürzten und plakativen Form vollkommen unzulässig. Die Depression ist eine Erkrankung, die mit dem Symptom des Antriebsverlustes einhergeht. Das bedeutet, depressive Menschen haben weniger Fähigkeit tätig zu und auch tätlich zu werden. Wird diese Störung behandelt, und damit auch Antriebsminderung oder Antriebslosigkeit, dann kann es auch zu einer Steigerung des Antriebs kommen und damit verbunden ist der Betroffene natürlich auch eher in der Lage aggressive Handlungen zu setzen. Die bekannterweise generell verminderte Gewaltbereitschaft Depressiver beruht auch auf eben der Erkrankung zuzurechnenden Antriebsstörung. 

derStandard.at: Eine Erhöhung der Gewaltbereitschaft ist also denkbar?

Kastner: Prinzipiell bringen Antidepressiva den verminderten Antrieb auf ein normales Niveau. Allerdings kann man nur Impulse ausagieren, die einer Person grundsätzlich auch zu eigen sind. Es ist aber ganz sicher nicht so, dass Antidepressiva Impulse oder Bedürfnisse implantieren, die nicht aus dem Zusammenspiel von Persönlichkeit und Situation resultieren. Aus heiterem Himmel wird ein Mensch auch nach Einnahme eines Antidepressivums nicht zum Berserker und wild auf einen anderen Menschen losgehen. 

derStandard.at: Diese Diskussion wird bereits seit 20 Jahren geführt und hat nach einem Amoklauf in Winnenden begonnen. Damals wurde der Amoklauf konkret mit selektiven Serotoninaufnahmehemmern (SSRI) in Verbindung gebracht. 

Kastner: Die antriebssteigernde Komponente der SSRI ist sehr wirksam und der Grund warum gerade diese Antidepressiva immer wieder unter medialen Beschuss geraten. Es wird auch regelmäßig darüber debattiert, ob SSRI die Suizidalität steigern. Das muss man im selben Kontext betrachten. Wenn also jemand zu wenig Antrieb für einen Suizid hat, dann kann er diesen nach Einnahme eines Antidepressivums wieder erlangen. 

derStandard.at: Grund genug, um einem Patienten kein Antidepressivum anzubieten?

Kastner: Man muss sich die Relationen anschauen. Die Depression ist - auch nach Aussagen der WHO - eine der invalidisierendsten Erkrankungen, die es in unserer Gesellschaft gibt. Sie ist für einen sehr großen Anteil aller Krankenstände verantwortlich. Zum Glück gibt es die Möglichkeit diese wichtige Erkrankung zu behandeln. In Relation zu den weltweit akkumulierten Behandlungstagen dieser Medikamentengruppe handelt es sich bei Aggressionshandlungen nach Antidepressivaeinnahme, aber um anekdotische Fallberichte. Der Anteil gewalttätiger Handlungen ist im Verhältnis zu den Gesamteinnahmezahlen nicht einmal im Promillebereich messbar. Ich halte es für fatal, eine hilfreiche Medikamentengruppe zu stigmatisieren und pauschal zu behaupten, dass ein Mensch mit der Einnahme eines Antidepressivums zum Mörder wird. Das stimmt einfach nicht. 

derStandard.at: Die Kritik bezieht sich speziell auf die Behandlung von Kindern und Jugendlichen. Die Testung von Medikamenten ist bei Kindern nicht möglich. Wie kann man also sicher sein, dass Antidepressiva bei jungen Menschen nicht doch eine gefährliche Wirkung besitzen?

Kastner: Man kann sicher sein, dass es unter dem Einfluss der Antidepressiva auch bei jüngeren Menschen zu einer Antriebssteigerung kommt. In welche Richtung sich diese manifestiert ist ein anders Thema. Klinische Studien dürfen an Jugendlichen nicht durchgeführt werden. Es gibt also keine Zahlen dazu, genauso wenig wie bei Schwangeren, die ebenfalls nicht Gegenstand einer klinischen Studie sein dürfen. Sämtliche Daten werden hier über die Anwenderjahre akkumuliert und werden zum Teil aus Off-Label-Anwendung gewonnen. 

derStandard.at: Die Bürgerkommission warnt vor der Massenmedikation von Kindern und Jugendlichen. Werden Jugendliche oft überflüssig mit Psychopharmaka versorgt?

Kastner: Vor einer Massenmedikation von Kindern und Jugendlichen würde ich auch warnen, aber ich weiß nicht wer so etwas macht. Massenmedikation heißt für mich unreflektierte Verschreibung von Medikamenten ohne klare Indikationsstellung. Es ist ein gravierender Vorwurf, einer ganzen Berufsgruppe zu unterstellen, dass sie eben genau das tut. So einen Vorwurf kann man jemandem, der in einem verantwortungsvollen Beruf tätig ist nicht a priori machen. 

Was man aber mittlerweile weiß ist, dass sämtliche psychische Erkrankungen auch im jugendlichen Alter bereits auftreten können. Früher wurde das weitgehend ausgeblendet, war nicht selbstverständlicher Teil klinischen Wissens. Heute ist bekannt, dass auch Jugendliche depressiv oder schizophren sein könne. Die frühere Diagnose geht natürlich auch mit einer früheren Behandlung einher und ist einer der Gründe, warum Antidepressiva-Verschreibungen so exorbitant zunehmen. Ich glaube aber nicht, dass die Menschheit insgesamt depressiver geworden ist, vielmehr denke ich, dass man in der Diagnostik viel aufmerksamer, sorgfältiger und präziser geworden ist. 

derStandard.at: Verschiedene andere Medikamente, wie Halcion oder Ritalin werden auch immer wieder als aggressionsfördernd eingestuft? 

Kastner: Halcion ist ein Schlafmittel und gehört zu den Benzodiazepinen. Ich bin mir sicher, dass kein Arzt einem Jugendlichen sorglos Benzodiapezine verschreibt, wohlwissend, dass dieses Medikament ein beträchtliches Suchtpotential besitzt. Ritalin ist ein Medikament, das zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung eingesetzt wird. Das ist eine diagnostische Entität, die von Psychiatriegegnern generell in Frage gestellt wird beziehungsweise sehr kontroversiell diskutiert wird. 

Das Drama ist die verkürzte Darstellung all dieser Geschichten. So werden Menschen kopfscheu gemacht und hilfreiche Behandlungen verhindert. Gerade bei Jugendlichen ist die Prognose bei unbehandelten Depressionen mit nur 50-prozentiger Heilungsrate schlecht. Angenommen jemand hat eine Lungenentzündung und nimmt Antibiotika ein. Dieser Person von einer Behandlung generell abzuraten mit dem Hinweis auf eventuelle Resistenzentwicklungen, wäre wirklich übel. (derStandard.at, 29.11.2011)

Adelheid Kastner ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie an der Linzer Wagner-Jauregg-Nervenklinik, sie hat u.a. das psychiatrische Gutachten von Josef F. erstellt.

Kommentar posten
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orpheus1
20
8.12.2011, 19:19
Antidepressiva machen Menschen zu Moerdern

Wie der Titel des Artikels bereits sagt, handelt es sich bei Antidepressiva um gefaehrliche Medikamente.

Noch vor 10 Jahren war es verboten Kindern und Jugendlichen Antidepressiva zu verordnen. Alternativen sind bekannt und werden von Medizinern auch eingesetzt, - wenn es um ihre Familie oder um sie selbst geht.
Da heisst es dann so schoen, warum gleich so starke Medikamente, probieren wir es doch zuerst einmal anders.
Bekannt sind sowohl die durch Antidepressiva induzierte erhoehte Selbstmordrate als auch die erhoehte Gefahr an manisch depressivem Irresein zu erkranken, seit den Zulassungsstudien vor mehr als 20 Jahren (in Deutschland wurden die SSRIs aus diesen Gruenden erst im 3. Anlauf zugelassen).

dogster
00
und Sie...

...sind bestimmt auch bei Scientology, oder irre ich mich da???

Schmidt201
03
6.12.2011, 03:38
Demo gegen Scientology

... am Samstag in Wien! 10.12.2011

Scientology ist auch in Österreich eine reelle Gefahr!

http://bit.ly/vPuArM

rosebud2
02
2.12.2011, 09:04
Es gibt kein Allheilmittel oder nur 1 Lösung..

..die Antidepressiva sind ein wichtiger Teil der Therapie in gewissen Stadien. Depressionen haben verschiedenste Ausprägungen, verschiedenste Ursachen, die Krankheit verläuft nicht bei jedem gleich, gleich stark, gleich lange etc.

Daher gibt es auch kein "einziges" Allheilmittel.

orpheus1
151
1.12.2011, 00:51
Aerzte fuer ihr Tun / ihre Aeusserungen haftbar machen

nach saudi-arabischem Vorbild (bin sonst kein Freund von ihnen), oder Scientology, - wenn etwas Gutes zur Diskussion gestellt wird, geh ich mit.
Ich bin gegen die Todesstrafe, aber lebenslaenglich duerfte es schon sein.

Psychiater sind Aerzte und jeder hofft, dass sie im Sinne der Patienten handeln. Im 2. WK haben Psychiater Listen von ihren Patienten gemacht, von denen sie geglaubt haben, dass es fuer sie besser sei in Gaskammern vergast zu werden.

Auch heute unterliegt die Medizin und die Psychiatrie der gaengigen politischen Ansicht (Ethik).

Dauerlauftraining hat sich im Vergleich zu den im Artikel so gepriesenen SSRIs bereits vor 10 Jahren als ueberlegen herausgestellt, selbst bei schweren Depressionen.

Geld? Kongressreisen...

Clemens Schwarz
00
7.12.2011, 19:28
damit ihre therorie stimmt,

dürfte jeder sportler keine depression haben.

(das haben sie auch nicht gesagt)

fazit: ihre aussage kann nur meinen, dass sport als wichtiger bestandteil im zusammenhanf mit medikamenten gesehen werden kann. das ist auch in jeder therapie ein wichtiger bestandteil. noch wichtiger ist es den "schweinehund, inneren kritiker, saboteur" zu besänftigen. mit zwang kann dieser aber verstärkt werden und die depression wird stärker.

depression kann so vielfältig sein, wie die menschen, die sie hat.

Sabine Werner
02
7.12.2011, 18:54

sie gscheiterl haben wohl noch nie an richtigen depressionen gelitten? da ist man nicht imstande - absolut lächerlich - einen dauerlauf zu machen, eine frechheit sowas zu schreiben. bei manifester depression kommen die patienten tw. gar nicht mehr aus dem bett, gerade aus wc und dann wieder zurück. samt und sonders medikamente, die tw. menschenleben retten so zu verteufeln ist letztklassig.

subspace99
02
1.12.2011, 12:47

Quellen für den Vergleich Dauerlauf vs. SSRI bitte?

orpheus1
10
1.12.2011, 21:46
Sollte eigentlich bekannt sein

Es waere die Aufgabe von Aerzten, Patientenorganisationen (scheint es aber nicht zu geben), bzw. von Journalisten (ein gut recherchierter Artikel muss auch immer Alternativen/Gegenseite aufzeigen) auf diese Daten und Studien hinzuweisen.

Ein Review Artikel:
http://www.ingentaconnect.com/content/a... 2/art00001

(Exercise and the Treatment of Clinical Depression in Adults: Recent Findings and Future Directions, Sports Medicine, Volume 32, Number 12, 2002, pp. 741-760(20))

rosebud2
01
2.12.2011, 09:09
Es gibt sehr viele Selbsthilfegruppen...

.....und Möglichkeiten als an Depression Erkrankter Hilfe zu finden. Nur setzt man sich erst als Erkrankter damit auseinander. Und auch viele Ärzte verschreiben nicht nur Antidpressiva, sondern empfehlen auch Sport, Selbsthilfegruppen, Psychotherapie etc. etc.

rosebud2
02
2.12.2011, 08:51
Laut Sinowatz: Es is alles kompliziert..

.....und meistens ist eine Kombination aus allem das Sinnvollste. Sport ist sehr hilfreich bei Depressionen, das ist kein Geheimnis mehr und wird auch schon von vielen Ärzten empfohlen. Allerdings, man muß erst mal fähig sein Sport auszuüben. Daher benötigt man vor allem am Beginn der Krankheit Antidepressiva zur Stabilisierung. Da weiß man meistens noch nicht mal was mit einem los ist. Sind die Symptome sehr stark (Angstzustände, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit etc.), kann durch Antidpressiva die Arbeitsfähigkeit erhalten werden. Depression und Arbeitslosigkeit sind auch nicht lustig. Dann muß man oft erst draufkommen was der Auslöpser ist. D.h. nächster Schritt Psychotherapie und dann Sport und andere psychohygienische Maßnahmen.

subspace99
01
1.12.2011, 23:59
Auch gelesen?

"However, many studies have significant methodological limitations. Thus, more data from carefully conducted clinical trials are needed before exercise can be recommended as an alternative to more traditional, empirically validated pharmacological and behavioural therapies."

rosebud2
01
2.12.2011, 09:16
So enden alle Studien....

...."daß noch mehr Data, noch mehr klinische Studien notwendig sind, bevor Sport wirklich als Alternative zu herkömmlichen empirischen (überprüften) medikamentösen und anderen erhaltenstherapeutischen Maßnahmen empfohlen werden kann".. = Schwachsinn

Wie oben schon erwähnt, eine Kombination aus allem (und jeder einzelne Faktor davon ist sinnvoll) ist für verschiedene Ausprägungen und Phasen notwendig. Sport wird nie die anderen Maßnahmen ausschalten und ersetzen können.

subspace99
00
2.12.2011, 11:24

Also, dass es methodologische Mängel gibt, die keinen eindeutige Interpretation zulassen, ist nicht unbedingt selbstverständlich.

Des weiteren ist die Wissenschaft gerade auch dazu da, die Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen. So gibt es beispielsweise einige Studien, die der Kombination von SSRI und CBT keine über den Effekt der CBT alleine hinausgehende Wirkung zusprechen.

uhrzeitkrebs
32
30.11.2011, 15:53

man bedient bekannte geistige und hirnorganische regelwerke, oft ohne viel ausrichten zu können, und drückt hochwirksam symptome nieder, mit ebenso hohem kollateralschaden, der natürlich kleiner ist als vor 50 Jahren. viel mehr kann man halt meist nicht tun, es gibt dabei aber gegenüber den medien so eine salbungsvolle und weise tuende selbstdarstellung.
die diskprepanz zwischen dem was gemacht wird, und dem, wie es kommuniziert wird, ist ummantelt von einer beklemmenden beschwichtigungsrhetorik

Pyotr Alexeyevich
05
1.12.2011, 17:13

Das ewige Mantra der Esoterik von der "Symptomunterdrückung" in der wissenschaftlichen Medizin.

Nonsens.

Die Wissenschaftlichen Medizin ist die einzige, die zumindest eine Chance hat, die Ursachen einer Krankheit zu finden, und die Wirksamkeit von Therapien zu vergleichen und zu bewerten. Wo Symptome behandelt werden geschieht das bewusst, um Leid zu lindern und Lebensqualität zu steigern.

Wer zur wissenschaftlichen Medizin eine "Alternative" zu haben meint, ist entweder ein esoterischer Spekulant oder ein zynischer esoterischer Beutelschneider (wie die Scientology-"Bürgerkommission" in diesem Fall).

uhrzeitkrebs
10
1.12.2011, 19:24
Lieber Herr mich regte primär der Unterschied zwischen dem Handeln und dem Darstellen des Handelns auf

also ein berufsbedingtes wichtignehmen und schönfärben der eigenen berufsmäßigen sicht auf den menschen, den deutungsermächtigten beschwichtigungsblick.
sie aber meinen in meiner reinen ekeläußerung die meinung jener heinis zu erkennen, die predigen, dass
symptome lindern böse wäre weil ja durch diese der weltgeist uns was sagen will usw.

uhrzeitkrebs
82
30.11.2011, 15:23

"Wenn also jemand zu wenig Antrieb für einen Suizid hat, dann kann er diesen nach Einnahme eines Antidepressivums wieder erlangen. "

ist die ursache für die tatsächliche suiziderzeugende wirkung nicht vielmehr die kombination von obigem mit der tatsache, dass viele antipsychotika und ssris u.a.,
die gefühlstiefe vermindern, und jemand der zwar kein akutes leid mehr erlebt, dem aber alles wie in watte und ferngesteuert vorkommt, dem leben an sich nicht mehr soviel bedeutung beimisst?
man treibt den teufel mit dem beelzebub aus, und mit ihm auch einen teil der seele, naturgemäß.
und wenn diese betäubt ist, sinkt wahrscheinlich die hemmschwelle, und wenn der mensch noch dazu angetrieben ist von all dem neuen dopamin..

Sabine Werner
00
7.12.2011, 18:55

hallo aufwachen!!!!! deshalb gibt man einem antriebslosen suizidgefährdeten patienten auch kein ad, das massiv den antrieb steigert - sowas wäre kontraindiziert und ein kunstfehler!!!!

uhrzeitkrebs
00
7.12.2011, 20:50
haaallloooo - sind meine sätze chinesisch?

man gibt ja nicht nur suizidalen keine,
sondern auch nicht suizidalen schon welche,
und die werdens dann teilweise deswegen.
war das chinesisch?

rosebud2
01
2.12.2011, 09:20
Bitte unterscheiden zwischen Antipsychotika und Antidepressiva...

......in Laiendiskussionen liegt oft sehr Wahres, aber auch viel undifferenziertes und Falsches. Wir wissen noch gar keine Einzelheiten über den Fall.

Ausserdem zwischen Antipsychotika und Antidepressiva unterscheiden, bitte. Ich glaube eher, an einen psychotischen Schub, die biologischen Ausprägungen oder Krankheitssymptome sind stärker als die Tabletten. Ausserdem weiß man nicht wie lange er die Tabletten (und welche) nahm, nimmt er sie schon länger, dann kann durch die Tabletten kein Schub entstehen, weil sie dann eingeschlichen und stabilisierend wirken.

uhrzeitkrebs
10
2.12.2011, 21:12
uii lauter rote Stricherl, womöglich stammen

die jetzt hauptsächlich von den "tatsächlichen Teufeln unserer Zeit"... (Zitat Thomas Bernhard)

Mynnia
00
30.11.2011, 17:34

Es kommt natürlich auch aufs Medikament an.

Mynnia
07
30.11.2011, 17:33

Also bei einer Depression hat man bereits gedämpfte Gefühle oder verdrängte. Bis aufs gelegentliche Schlechtfühlen ist da nicht mehr viel.
Meiner Erfahrung nach heben SSRIs das teilweise wieder auf - je nachdem, wie lange man depressiv war, braucht man dann aber ein bissl Hilfe um damit umzugehen.

Justin Credible
24
30.11.2011, 13:32

Trees sollen sowieso besser sein als sonstwas bei Depressionen.

Abgesehen ist es schade, dass Scientology hier Aufmerksamkeit gewidmet wird.
Genauso wie es schade ist, dass sonstigen Kirchen/Sekten (warum da unterschieden wird ist mir schleierhaft) viel zu oft eine Platform geboten wird.
Wenn dann wäre es wichtig vor den Gefahren dieser totalitären Organisationen zu warnen.

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