Konfliktseiten "zum Erfolg verurteilt"

4. Juni 2003, 19:26
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Jordanischer König Abdullah II. fordert von Israel Ende kollektiver Strafmaßnahmen in besetzten Gebieten

Akaba - König Abdullah II. von Jordanien, der Gastgeber des Nahost-Gipfels von Akaba, hat sein Verständnis für die Haltung der Skeptiker und Kritiker geäußert, weil frühere Friedensinitiativen in der Region stets gescheitert seien. Jetzt seien jedoch alle Seiten "zum Erfolg verurteilt", betonte der haschemitische Monarch am Mittwoch in Akaba. "Die Augen der ganzen Welt sind auf Sie gerichtet", sagte er an die Adresse der Ministerpräsidenten Ariel Sharon und Mahmud Abbas (Abu Mazen).

Gewalt und Okkupation müssten überwunden werden, damit eines Tages zwei Staaten, Israel und Palästina, in Frieden und Sicherheit Seite an Seite koexistieren könnten. Der König richtete sodann an Israel die Aufforderung, unverzüglich damit aufzuhören, "Palästinenser zu töten und ihre Häuser zu zerstören." Die israelische Armee setzte ungeachtet des Akaba-Gipfels ihre Militäraktionen im besetzten Westjordanland fort. Soldaten zerstörten am Mittwoch in einem Dorf bei Hebron drei Häuser von Familien von Palästinensern, die an Überfällen auf Israelis beteiligt gewesen sein sollen. (APA/dpa)

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