Jüdische Siedler: Gipfel war "demütigende Zeremonie"

4. Juni 2003, 16:39
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Israel habe dem "palästinensischen Terror nachgegeben"

Jerusalem - Die israelischen Siedler in den besetzten palästinensischen Territorien haben die Ansprache des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon nach dem Nahost-Gipfel in Akaba verurteilt, in der er seine prinzipielle Einwilligung zur Einrichtung eines palästinensischen Staates erklärt hat. Der israelische Rundfunk meldete am Mittwoch, der Siedler-Rat habe das Gipfeltreffen in Akaba als "demütige Zeremonie" bezeichnet. Israel habe dem "palästinensischen Terror nachgegeben". Die Regierung Sharon sei dabei, "die Fehler der Osloer Verträge zu wiederholen".

Israelischer Verkehrsminister warnte vor Bürgerkrieg bei Siedlungsräumungen

Sharon hatte sich in Akaba zur Räumung nicht genehmigter Siedler-Vorposten und Kleinsiedlungen verpflichtet, wie es der internationale Friedens-Fahrplan verlangt. Der israelische Verkehrsminister Avigdor Lieberman hat unterdessen vor einem Bürgerkrieg in Israel gewarnt, sollten jüdische Siedlungen in den besetzten Gebieten geräumt werden.

Die USA hatten Israel aufgefordert, die seit März 2001 in den besetzten Gebieten errichteten Siedler-Vorposten umgehend zu beseitigen. Der amerikanische Botschafter Dan Kurtzer erklärte vergangene Woche gegenüber dem israelischen Militärrundfunk in Tel Aviv, es liege "im Interesse Israels", sich an das Völkerrecht zu halten. Man könne von den Israelis mit Fug und Recht erwarten, dass die Vorposten ohne weitere Verzögerung abgebaut würden. (APA/dpa)

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