Nach Kritik überprüft CIA eigenen Waffenbericht

4. Juni 2003, 16:09
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Weltweiter Vorwurf die Geheimdienstinformationen über Bedrohung durch irakische Massenvernichtungswaffen wären aufgebauscht worden

Washington - Der US-Geheimdienst CIA untersucht nach einem Bericht der "New York Times" nun selbst, ob sein Material über das irakische Waffenprogramm zutreffend war. Er reagiert damit auf weltweite Kritik, dass die Geheimdienstinformationen über die Bedrohung durch irakische Massenvernichtungswaffen aufgebauscht worden seien. Eine der Fragen sei, ob das Belastungsmaterial möglicherweise von "Falken" im Verteidigungsministerium beeinflusst wurde, schrieb die Zeitung am Mittwoch.

In einem geheimen Dossier habe die Central Intelligence Agency Ende vergangenen Jahres Präsident George W. Bush unterrichtet, dass der Irak chemische und biologische Waffen besitze und sich um ein Nuklearprogramm bemühe. Es sei die letzte Einschätzung vor dem Irak-Krieg gewesen, für den das irakische Waffenprogramm als ein Hauptgrund angeführt wurde. (APA/dpa)

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