Telekom Austria blickt in die Zukunft

4. Juni 2003, 16:55
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2003 stabile Entwicklung von Umsatz und Ebitda erwartet - Preisverfall und Verdrängungswettbewerb im Mobilfunkbereich

Der Generaldirektor der Telekom Austria (TA), Heinz Sundt, hat am Mittwoch, bei der ordentlichen Hauptversammlung (HV) der TA den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2003 und die Absicht, für 2003 eine Dividende zu zahlen, bekräftigt. Für die gesamte TA-Gruppe werde heuer eine "stabile Entwicklung" des Umsatzes und Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erwartet, betonte Sundt. Der Fokus liege 2003 weiterhin auf der Maximierung des Cash Flow, der Reduktion der Nettoverschuldung und der weiteren Absenkung der Kosten und Investitionen in das Festnetz.

Bis zu 20 Mio. Euro zusätzliche Belastungen aus Pensionsreform möglich

Die zu erwartenden höheren Zusammenschaltungskosten und darüber hinaus Belastungen aus der Pensionsreform, die bis zu 20 Mio. Euro ausmachen könnten, würden allerdings das Ebitda des Festnetz-Bereiches belasten und schmälern, prognostizierte Sundt. Diese Mehraufwendungen könnten aber teilweise durch Kostensenkungen aufgehoben werden.

Preisverfall und Verdrängungswettbewerb im Mobilfunkbereich

Im Mobilfunkbereich sei weiterhin mit einem Preisverfall und einem Verdrängungswettbewerb zu rechnen, so Sundt. Weiteres Wachstum sei vor allem bei den Mobilkom-Töchtern in Kroatien (VIPnet) und Slowenien (si.mobil) und kaum mehr in Österreich zu erwarten. Der Mobilfunkbereich werde weiterhin Rückgänge im Festnetzbereich kompensieren.

"Nicht Gegenstand der heutigen Hauptversammlung"

Zum in den vergangenen Monaten kolportieren Einstieg eines strategischen Partners, konkret der Swisscom, bei der TA wollte TA-Aufsichtsratsvorsitzender und ÖIAG-Vorstandsprecher Peter Michaelis keinen Kommentar abgeben: "Die Spekulationen über einen strategischen Partner für die TA sind nicht Gegenstand der heutigen Hauptversammlung".

Die Telekom Austria (TA), die seit November 2000 an der Wiener Börse und an der New Yorker Stock Exchange notiert, plane derzeit keinen Rückzug von der New Yorker-Börse, betonte TA-Generaldirektor Heinz Sundt. (APA)

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    Telekom Generaldirektor Heinz Sundt

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