Künftiger Lufthansa-Chef schließt Kündigungen aus

3. Juni 2003, 19:56
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Für Wolfgang Mayrhuber ist eine steigende Nachfrage bereits wieder absehbar

Berlin - Der designierte Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber schließt trotz roter Zahlen betriebsbedingte Kündigungen bei der größten deutschen Fluggesellschaft aus. Die "Welt" zitierte Mayrhuber mit den Worten: "Betriebsbedingte Kündigungen passen nicht zu unserer Kultur." Mayrhuber, der in zwei Wochen Jürgen Weber an der Unternehmensspitze ablöst, sagte zu den Aussichten für 2003: "Dieses Jahr wird sehr schwierig, aber wir werden alles tun, um gestärkt aus dieser Krise hervorzugehen. Und dies wird uns auch gelingen."

"Extrem hohe Sterberate bei Billigfliegern"

Zu erkennen sei bereits, "dass die Nachfrage bald wieder deutlich anzieht. Im Verkehr über den Atlantik spüren wir das Wachstum schon." Wachstum zeichne sich auch im Bereich der Geschäftsflüge ab. Er glaube zudem, dass viele Billig-Fluglinien vom Markt verschwinden werden: "Es gibt viele Firmen, die ihr Glück versuchen. Aber die Sterberate ist extrem hoch", wird Mayrhuber weiter zitiert.

Die geplante Erhöhung der Bezüge für Lufthansa-Aufsichtsräte verteidigte Mayrhuber: "Ich weiß, dass dies gerne kritisiert wird. Aber man möge fairerweise mal einen Vergleich zu anderen Unternehmen im DAX ziehen. Daraus wird der Nachholbedarf sehr deutlich. Auch im Bundesvergleich liegen wir im untersten Feld. Die KLM etwa zahlt ihren Aufsichtsräten drei Mal so viel wie die Lufthansa", sagte er der Zeitung weiter. (APA/AP)

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