Rennen um TV-Rechte für Olympia

3. Juni 2003, 18:21
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Drei US-Medien-Konzerne bieten um amerikanische TV-Rechte für die Olympischen Spiele 2010 und 2012

Drei Medien-Konzerne sind noch im Rennen um die amerikanischen TV-Rechte für die Olympischen Spiele 2010 und 2012. Die Gesellschaft Viacom, die unter anderem den Sender CBS besitzt, hat sich am Montag zurückgezogen, berichtet die "New York Times". AOL Time Warner mit CNN hatte bereits vor einem Monat abgelehnt. Die drei noch hoffnungsvollen Bewerber sind General Electric (mit den Kanälen NBC, Bravo und Telemundo), Walt Disney (ABC, Sportsender ESPN) und die News Corporation von Rupert Murdoch (Fox, Fox Sports Net und DirecTV).

Am Donnerstag und Freitag werden in Lausanne vor dem IOC jeweils zweistündige Präsentationen veranstaltet, Freitag Abend werden dann die Angebote abgegeben. Das siegreiche Angebot wird bei rund zwei Milliarden Dollar (1,71 Milliarden Euro) oder darüber erwartet. Für die TV-Rechte der Spiele 2006 und 2008 hat NBC rund 1,5 Milliarden Dollar hinblättern müssen.

Pocker mit verdeckten Karten

Der Wettbewerb um die Fernsehrechte entspricht einem Poker mit verdeckten Karten, da die Austragungsorte noch nicht festgelegt wurden. Für die Winterolympiade 2010 haben sich Salzburg, die kanadische Stadt Vancouver sowie das südkoreanische Pyeongchang beworben. Salzburg und Vancouver gelten als Favoriten. Falls 2010 ein Austragungsort in Europa zum Zug kommt erhöht das die Chancen für New York, den Zuschlag für die Sommerspiele 2012 zu erhalten.

Für die US-Medien sind Veranstaltungsorte in Amerika am günstigsten, bei Spielen in Europa können immerhin einige Events live übertragen werden. Als schlimmster Fall gilt eine Olympiade in Asien oder Australien, da wegen der Zeitverschiebung dann praktisch alle Sportbewerbe nur als Aufzeichnungen im amerikanischen Fernsehprogramm gezeigt werden können. (APA)

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