Öko-Verbrechern das Handwerk legen

3. Juni 2003, 18:05
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UNEP richtet Schutzprogramm "Green Customs" gegen globale Umweltverbrechen ein

Nairobi/Brüssel/Paris - Die UNEP, die UN-Organisation zum Schutz der Umwelt, hat ein neues Schutzprogramm gegen globale Umweltverbrechen eingerichtet. Unter dem Namen "Green Customs" soll gemeinsam mit nationalen Zollbehörden der Handel mit gefährlichen Chemikalien, illegalen Tieren und giftigen Abfällen geahndet werden. Das Projekt soll einzelne Zollbeamte besser auf Schmuggel mit derartigen Waren vorbereiten.

"Der Schmuggel und Handel mit Elfenbein, Tigerzähnen und seltenen Orchideen ist eine der größten Bedrohungen der internationalen Arten", so UNEP-Generalsekretär Klaus Töpfer. Der Handel mit Giftmüll und die Zerstörung der Umwelt durch illegalen Schmuggel mit ozonzerstörenden Substanzen wie etwa Chlorfluorkohlenstoffen (CFC) könne nur global eingedämmt werden, meint der Generalsekretär. Mithilfe des neuen Projekts und der eingerichteten Green Customs-Homepage will die UNEP dem immer größer und lukrativeren Handel mit illegalen Waren einen Riegel vorschieben. Nach Schätzungen der UNO werden mit dem Handel von verbotenen Chemikalien und gefährlichen Müll jährlich mehrere Millionen Dollar erwirtschaftet. Das US-Department of Justice geht von Zahlen aus, die jährlich sogar zwischen 22 und 31 Mrd. Dollar liegen, berichtet Thomas Sansonetti, Assistenz-Generalstaatsanwalt des Environment and Natural Resources Department beim US-Justizministerium. Sansonetti fordert daher eine internationale Kooperation auf diesem Gebiet. In dem Bericht werden auch Schäden durch verbotenes Schlägern und illegaler Abbau von Bodenschätzen mit jährlich bis zu acht Mrd. Dollar beziffert.

Internationale Partner beim Green Customs Projekt sind die Interpol, die World Customs Organistation (WCO) und die Sekretariate der multilateralen Umweltvereinbarungen (MEA). Gesetzliche Grundlagen sind die Basler Konvention über den grenzüberschreitenden Verkehr von Sonderabfällen und die Konvention über den internationalen Handel mit gefährdeten Tieren (CITES) und die Montrealer Protokolle zum Schutz der Ozonschicht. (pte)

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