Jeweils 2.354 Jahre Haft für "Pakito" und "Fiti"

3. Juni 2003, 19:06
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Die zwei ETA-Anführer sind laut Nationalem Gerichtshof in Madrid für einen Terroranschlag im Jahr 1987 verantwortlich

Madrid - Die ehemaligen Anführer der baskischen Separatistenorganisation ETA, Francisco Mugica alias "Pakito" und Jose Maria Arregi alias "Fiti", sind wegen Beteiligung an einem Terroranschlag zu je 2.354 Jahren Haft verurteilt worden. Bei dem Bombenanschlag im Jahr 1987 auf eine Polizeikaserne in Saragossa waren elf Menschen getötet worden, darunter fünf Kinder. Der Nationale Gerichtshof in Madrid sah es nach Presseberichten vom Dienstag als erwiesen an, dass Mugica als damaliger ETA-Chef den Befehl zur Zündung einer Autobombe vor dem Kasernengebäude gegeben hatte.

Arregi war nach Ansicht der Richter der Sprengstoff-Experte der Organisation. Er habe die Autobombe präpariert, hieß es in dem Urteil. Der Ex-ETA-Chef Mugica wurde nach Angaben des spanischen Innenministeriums in verschiedenen Prozessen bisher zu insgesamt 4.638 Jahren Haft verurteilt. Nach spanischem Recht müssen Straftäter allerdings höchstens 30 Jahre Haft verbüßen. (APA/dpa)

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    Francisco Mugica (l) und Jose Maria Arregui Erostarbe (r)

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